Woche 34/2026: Ein kollektives „Endlich“

Montag: Was sich als Thema für Smoltok bewährt hat, gilt für Blogs gleichermaßen: Wetter geht immer. Die große Hitze scheint vorläufig vorüber zu sein, der Tag begann mit Regen, ein allgemeines Aufatmen, ein kollektives „Endlich“ war zu vernehmen.

Da ich ungern mit nassen Hosenbeinen im Büro sitze, fuhr ich nach längerer Zeit mit der Bahn zum Werk, die trotz weiterhin halber Zuglänge und dank Sommerferien nicht sehr voll war. Es bleibt zu hoffen, dass die Stadtwerke es bis zum Ende der Ferien schaffen, wenigstens einen Teil der sechzig immer noch außer Betrieb befindlichen Wagen wieder einzusetzen, auch hier wäre ein „Endlich“ dringend erforderlich.

Bei Ankunft im Turm waren die Jalousien am gesamten Gebäude weiterhin herabgelassen und sie ließen sich nicht hochfahren. Mein Anruf bei der Haustechnik wurde freundlich aufgenommen, man gebe es weiter. Nach dem Mittagessen ein weiterer Endlich-Moment: Sie fuhren hoch und erlaubten nach einer Woche im abgedunkelten Büro wieder den ungehinderten Blick nach draußen, was der Arbeitslust zuträglich war.

Mittags drang durch die geöffneten Fenster leichter Brandgeruch ein. Der große Waldbrand im Hohen Venn ist auch in Bonn präsent.

Da es nachmittags wieder trocken war, endete der Arbeitstag außerplanmäßig mit einem Fußmarsch nach Hause, heute ohne Weggetränk.

Dienstag: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Schirme. Da ich einen guten, recht großen habe, konnte mich der leichte Regen am Morgen nicht vom Fußweg ins Werk abhalten. Das war sehr erbaulich.

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Während des Mittagessens in der Kantine saß in meinem Blickfeld ein junger Kollege in alterstypischer Speisehaltung: links die Gabel, rechts das Datengerät, von dem er auch nicht abließ, als er fertig gegessen hatte und das Tablet zum Rückgabeband trug; auch beim Verlassen der Kantine klebte sein Blick auf dem Display. „Jung und europäisch“ lautete der Schriftzug auf dem Rücken seines T-Shirts. „Und digital versklavt“ rief ich ihm nach, selbstverständlich nur gedanklich.

Mittwoch: Im Berliner S-Bahn-Verkehr kam es morgens wegen einer Signalstörung zu Verzögerungen, ist in der Bonner Zeitung zu lesen. Das mag interessant sein für Menschen innerhalb des hauptstädtischen S-Bahn-Netzes, das ziemlich groß ist, jedoch nicht bis ins Rheinland reicht. Wozu also diese Meldung, sogar mit Bild? Muss das Sommerloch gefüllt werden? Berichtete die Zeitung auch nur im halben Umfang über jede Signalstörung zwischen Lindholm und Lindau, bliebe kein Raum für weitere Nachrichten, was an manchen Tagen vielleicht gar nicht so schlecht wäre.

„Da bin ich wohl ziemlich biased“ sagte einer in einer Besprechung. Vielleicht sagt man das jetzt in sich für modern haltenden Kreisen.

Donnerstag: Der Fußweg ins Werk führt üblicherweise am Groß-Frisiersalon Hagemann vorbei, bei dem auch ich längere Zeit zufriedener Kunde war und vermutlich immer noch wäre, wenn sich nicht inzwischen eine kostengünstigere Alternative in Wohnungsnähe gefunden hätte. Erst heute fiel mir im Vorbeigehen ein: Es ist wohl ein Zeichen von Professionalität, dass sie sich noch nicht umbenannt haben in Haargemann.

Der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub endete mit der diffusen Sorge, irgendetwas Wichtiges vergessen zu haben. Das hielt mich nicht davon ab, zu angemessener Zeit den Rechner auszuschalten und im Schreibtischrollcontainer zu verstauen; mit ihm ließ ich auch fast jedes Interesse an all den Dingen, mit denen ich mich sonst von Montag bis Freitag im Büro beschäftige, zurück.

Auf dem Rückweg ging ich in der Fußgängerzone an zwei Greenpeace-Aktivisten vorbei, die augenscheinlich darauf lauerten, arglose Passanten zu belästigen. Obwohl ich direkt auf einen zuging und mich ihm auf weniger als einen Meter näherte, freilich unter strikter Vermeidung von Augenkontakt, sonst hat man bei denen schon verloren, blieb ich unangesprochen. Vielleicht sieht man mir inzwischen an, dass ich in Fußgängerzonen auf keinen Fall von angesprochen werden möchte. Vielleicht stehe ich in Aktivistenkreisen inzwischen auch auf einer Schwarzen Liste, mit Bild und dem Vermerk: Stets freundlich, aber zwecklos.

Zur Feier des Vorurlaubsabends begaben wir uns abends zum Restaurant am Friedensplatz. Auf dem Weg dorthin wurden wir Zeuge, wie ein Straßenbahnwagen aus der Thomas-Mann-Straße mit hoher Geschwindigkeit in den Berliner Platz einfuhr, offensichtlich nachdem er zuvor das Haltesignal missachtet hatte: Wenige Meter vor Erreichen der Fußgängerampel wechselte diese auf grün und die Passanten gingen los, ohne auf die Straßenbahn zu achten, warum auch, sie hatten ja grün. Der Fahrer betätigte die Glocke, ohne die Geschwindigkeit zu drosseln, woraufhin die Fußgänger zurück wichen. Das hätte böse enden können, daher bin ich geneigt, das den Stadtwerken, vielleicht auch der Polizei zu melden. Wagennummer und Uhrzeit habe ich vorsorglich notiert.

Freitag: Erster Urlaubstag. Nach dem Frühstück verließen wir Bonn mit Zwischenziel Beaune im Burgund, von wo aus es morgen weitergeht nach Malaucène. Während der Fahrt las ich (als Beifahrer) unter anderem die im Reader angesammelten Blogbeiträge, die Mitblogger waren wieder fleißig. Gerade als ich zum Blog „es regnet“ kam, schlugen Tropfen auf die Windschutzscheibe und ich sagte zum Liebsten völlig überflüssiger Weise, er sah es als Fahrer ja selbst: Es regnet.

Ansonsten sind auch in Frankreich die Folgen der Hitzewelle und Dürre nicht zu übersehen. Die Wiesen in der Lorraine erstrecken sich trocken-vergilbt über die Kuppen, darauf Kühe, bei denen nicht klar ist, was sie dort tun; grasen kann man es nicht nennen. Bei Dijon fuhren wir an einer beeindruckenden Gewitterfront vorbei, die die Trockenheit auch nicht zu lindern vermochte.

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Nach sechs Stunden Fahrt erreichten wir unser Stammhotel in Beaune, wo wir wieder wie alte Freunde begrüßt wurden. Es ist überraschend warm hier, nachdem das Thermometer während der Fahrt durch einen Regenschauer zwischenzeitlich fünfzehneinhalb Grad angezeigt hatte.

Hotelfensterblick
Der Chronist im Zustand größerer Zufriedenheit beim ersten Urlaubswein (Foto: der Liebste)

Samstag: Ein weiteres „Endlich“ ergab sich am Nachmittag, als wir Malaucène erreichten. Seit nunmehr zwanzig Jahren fahren wir mindestens einmal im Jahr nach Südfrankreich, seit neunzehn nach Malaucène und immerhin vier in dieses Haus mit dem großen Garten etwas außerhalb des Ortes. Der Himmel ist wolkenlos blau, die Temperatur unter dreißig Grad, im Kühlschrank kühlt Rosé. Zudem ist es hier auffallend grüner als erwartet.

Unsere Herberge im Abendlicht

Ob es Ausdruck guter Urlaubslaune ist weiß ich nicht, jedenfalls, da das mögliche Schadensereignis im Konjunktiv blieb, habe ich mich entschieden, den am Donnerstag beschriebenen Straßenbahnvorfall nicht zur Anzeige zu bringen. Vielleicht war der Fahrer gestresst, weil seine Bahn wegen des bonnüblichen Verkehrsgewühls bereits erhebliche Verspätung hatte und er deshalb von der Leitstelle angemahnt wurde, vielleicht braucht auch er Urlaub.

Sonntag: Einer guten Tradition folgend verbrachte ich den ersten Tag in Malaucène ohne größere Aktivität im beschatteten Liegestuhl. Ein angenehm warmer Windhauch streicht unter weiterhin blauem Himmel durch die Bäume und lässt deren Blätter rauschen, aus der Küche kommt leise Radio Nostalgi, in Hörweite hinter mir geht ein nervöses Insekt seinem Tagesgeschäft nach, ohne mein Nichtstun zu stören. Während der Niederschrift dieser Tagesnotiz testet der Liebste die Wassertemperatur der Piscine, wahrscheinlich mache ich das später auch noch. Auf all das habe ich mich seit Wochen gefreut, was auch diesen Tag mit einem „Endlich“ versieht. Dennoch will die gewohnte Urlaubsstimmung noch nicht so recht eintreten. Das kommt bestimmt noch.

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Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, kommen Sie gut durch die Woche.

16:30

Woche 27/2026: Kollektives Aufatmen und irgendwas mit Fußball

Montag: Über Nacht ist es etwas – nun ja, kühler wäre das falsche Wort, mit unter dreißig Grad immerhin etwas weniger warm geworden; überall, in Gesprächen, Nachrichten, den Blogs ist kollektives Aufatmen zu vernehmen. Bis zur nächsten Hitzewelle, die ganz sicher kommen wird. (Vorstehendes schrieb ich nur aus chronistischen Gründen, falls ich oder irgendwer anderes das irgendwann nachlesen sollte. Zum Zeitpunkt, wenn Sie es lesen werden, also in einer Woche, werden Sie es schon mehrfach woanders gelesen oder gehört, vor allem selbst bemerkt haben. Oder wie Herr Fischer schrieb:

[Irgendwas mit Abkühlung und willkommen und so] Nur, damit ich es auch geschrieben hab.

Klammer zu.)

Auch im Büro ist es wieder deutlich kühler als vergangene Woche, zeitweise überzog leichte Gänsehaut die kurzbeärmelten Arme, was nicht viel bedeutet, manchmal fröstelt es mich auch bei vierundzwanzig Grad.

Schweißtreibend dagegen nachmittags der Sport im überraschend vollen Studio, nach zwei Runden durch den Parcours war mein Bewegungsdrang befriedigt.

Gunkl meint: »Um der Beschreibung der Welt etwas Positives hinzuzufügen, sollte es gegenüber von „leider“ auch das Wort „freuder“ geben, finde ich.« Finde ich auch.

Dienstag: Nachts wachte ich auf durch regelmäßige wiederkehrendes Gruppengeschrei aus der erweiterten Nachbarschaft, das wechselnd nach Jubel und Entsetzen klang, wobei sich, wie wir wissen, letzteres durchsetzte. Ich blieb unentsetzt, blieben uns doch stundenlang durch die Stadt lärmende Autokorsos erspart.

In einer Mail las ich AFAIU und musste recherchieren, was es bedeutet: „As far as I understand“. Woraufhin der Sprachnerv etwas zuckte.

Auf dem Fuß-Rückweg vom Werk sah ich auf einem Bildschirm vor einer Gaststätte einen Experten sprechen, ich glaube Thomas Hitzelsperger, kenne mich da nicht so aus. Vermutlich beantwortete er die bei Sportreportern so beliebte Frage, woran es gelegen habe. Niemand der Gäste hörte hin.

Feierabend am Rheinpavillon. Denken Sie sich gerne ein Erfrischungsgetränk dazu.
Abendbalkonblick. Hier dürfen Sie ebenfalls ein Begleitgetränk mitdenken.

Mittwoch: Und schon ist das erste Halbjahr ver- und die Welt nicht untergangen. In wenigen Wochen wird wieder Klage geführt wegen in Supermärkten erhältlicher Dominosteine, als hätte die amtierende Wirtschaftsministerin einen Kaufzwang verordnet.

Aus gegebenem Anlass nochmals Gunkl: „Irgendwie ist oder war gerade etwas mit Gruppenphase. Näheres entnehmen Sie bitte der Fachpresse.“

Vor vier Wochen, in unserer ersten Urlaubswoche, notierte ich meine Beobachtung bezüglich radfahrender Paare, bei denen meistens das Männchen vorneweg fährt. Hierzu ist bei Herrn Pesch gleichsam die Innenansicht eines solchen Paares nachzulesen.

Es ist immer wieder beruhigend, wenn man für sich eine Frage, die mit „Bin ich eigentlich der einzige, der …“ beginnt, mit Nein beantworten kann: Der Mitblogger aus Hamburg teilt meine tiefe Abneigung gegen den zunehmenden Bindestrichverzicht. Hier ein besonders schmerzhaftes Beispiel aus der Inneren Nordstadt:

Archivbild

Donnerstag: Morgens auf dem Weg ins Werk sah ich neben den Wohnhäusern am Rhein eine Frau stehen, mir den Rücken zugekehrt und rauchend. Sie trug ein quergestreiftes Oberteil, das auffallend mit den heruntergelassenen Jalousien vor dem Fenster daneben harmonierte. Leider bemerkte ich das erst richtig, als ich schon an ihr vorbeiging, für ein Foto war es da zu spät; bitte denken Sie sich ein entsprechendes Bild.

An den Laternenpfählen am Rheinufer werden per Plakaten Selbstverteidigungskurse für Frauen* angeboten, wie vorstehend mit Sternchen hinter „Frauen“. Wofür das Sternchen steht, ist zumindest für mich nicht zu erkennen, es verweist nicht auf eine Fußnote. Vermutlich wird vorausgesetzt, dass modern-urbane Menschen auch ohne Fußnote den Unterschied zwischen besternten und unbesternten Frauen kennen.

Der ersten Besprechung des Tages trat ich mit mehrminütiger Verspätung bei, weil ich zuvor während der Bearbeitung eines Gewerkes in eine Art Flow-Zustand geraten war, der mich die Zeit vergessen ließ. Bald war klar, dass ich nichts verpasst hatte, wie man in versäumten Regel-Besprechungen ohnehin selten etwas verpasst.

Dort hörte ich erstmals das Wort „Impediment“ als Synonym für Hindernis, wie eine kurze Recherche ergab. Vier Silben für den pseudogebildeten Begriff, immerhin eine weniger als „Herausforderung“, dafür zwei mehr als das in Berater- und Geschäftskreisen geächtete „Problem“. Werde ich mir wohl nicht merken.

Freitag: Laut kleiner kalender beginnen heute die Ehrentage der Klimaanlage, warum auch nicht, irgendwas ist bekanntlich immer. Eher Mitgefühl empfinde ich für das mobile Klimagerät im Kiosk um die Ecke, das wie Sisyphus seinen Auftrag nicht erfüllen kann, weil die Ladentür den ganzen Tag offen steht.

Samstag: Für den Abend waren wir zur Feier eines hundertdreißigsten Geburtstags eingeladen: Die Kollegin wurde sechzig, ihr Gatte, ebenfalls ehemaliger Kollege, siebzig. Gefeiert wurde in einer Gaststätte im rechtsrheinischen Ortsteil Niederholtorf, von uns aus mit dem Bus bestens zu erreichen, auch wenn er auf dem Rückweg wegen irgendwas mit Fußball im Stau stand und wir deshalb ab Beuel zu Fuß weitergingen, was uns einen angenehmen Spaziergang bescherte. Wir hätten auch im Bus sitzen bleiben können, er traf fast exakt zur selben Zeit bei der Zielhaltestelle ein wie wir zu Fuß, nur wäre uns dann der Spaziergang entgangen.

Unter den Gästen der Feier waren mehrere teils länger nicht gesehene Kolleginnen, davon zwei bereits im Ruhestand, die glaubhaft versicherten, dass ihnen die Arbeit überhaupt nicht fehle, ach was. Musikalisch begleitet wurde der Abend zeitweise durch eine örtliche Hobbyband, die mit großer Ausdauer und ansprechender Qualität Hits aus vergangenen Zeiten spielte. Wobei ich mir auch hier die bereits früher geäußerte Anmerkung erlaube, manche Lieder sollten nicht nachgespielt werden, die Band kann dabei nur verlieren, in diesem Fall „Music“ von John Miles. Meine ebenfalls mehrfach geäußerte grundsätzliche Abneigung gegen Livemusik als Störfaktor auf Veranstaltungen, wo man sich mit anderen Menschen unterhalten möchte, schlug nicht an, da die Band drinnen im Saal spielte, während wir mit den Kolleginnen im Außenbereich saßen und uns bestens unterhielten. Sehr entgegen kam mir auch der Wunsch der Gastgeber, statt eines Geschenks eine Spende für den Verein „Lebensqualität im Alter“ zu hinterlassen. Liebe A., lieber J., vielen Dank für den schönen Abend bei und mit euch!

Sonntag: Apropos hundertdreißig – Zeit für die nächste Frage aus der Liste. Nummer 130 lautet: „Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?“ Ganz klar der Samstag. Ich kann (meistens) ausschlafen, weil ich nicht ins Büro muss, und der ebenfalls freie Sonntag liegt noch vor uns. Den Sonntag mag ich auch sehr, zumal mittlerweile nur noch sehr selten ab dem späten Nachmittag das Vorgrauen (mir fiel kein besseres Wort für das Gegenteil von Vorfreude ein) auf den Montag die Stimmung trübt.

Zu einem gelungenen Sonntag gehört der in der Regel mehrstündige Spaziergang am Nachmittag. Der führte heute rüber nach Beuel, um Straßenbahnen zu fotografieren. (Wiederum nur für die Chronik, die meisten von Ihnen wird es nicht interessieren, lesen Sie deshalb gerne nach der Klammer weiter: Wegen Bauarbeiten wird die Stadtbahnlinie 66 in Richtung Königswinter / Bad Honnef zurzeit umgeleitet über Beuel, Limperich und Küdinghofen. Deshalb fahren vorübergehend die großen Stadtbahnzüge durch die Beueler Innenstadt, wo sonst ausschließlich Niederflur-Straßenbahnwagen verkehren.)

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Da die Autobahnbrücke im Bonner Norden weiterhin gesperrt ist, hat die Stadt Maßnahmen ergriffen, um die daraus resultierenden Verkehrstumulte zu lindern. Eine davon ist, dass die Fahrradspuren auf der Kenndybrücke nur noch in jeweils eine Richtung benutzt werden dürfen: die nördliche nach Bonn, die südliche nach Beuel. Zu meinem großen Erstaunen halten sich die meisten Radfahrer daran, während zweimaliger Brückenüberquerung zählte ich insgesamt nur vier Falschfahrer.

Am Straßenrand in Beuel parkte ein Wagen mit der Anschrift „Gesellschaft für Endlagererkundung“. Vielleicht das Dienstfahrzeug der örtlichen Friedhofsverwaltung.

Es ist mit um die zweiundzwanzig Grad deutlich kühler geworden, zeitweise fiel etwas Regen. Man sieht wieder Leute in Jacken, vereinzelt sogar Daunenjacken. Sicher ist es sinnvoll, auf Unbill vorbereitet zu sein. Der Schneeschieber neben einem Hauseingang erschien mir indes etwas übertrieben.

Auch in Beuel

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Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, kommen Sie gut durch die Woche. Mein Lieblingstag außerhalb des Wochenendes ist übrigens der Donnerstag, vor allem in kleinen Wochen, wenn ich frei habe. Wie in der kommenden, voraussichtlich bei Wanderwetter.

18:00