Woche 16/2026: Schienenersatzverkehr nach Siegburg und Unzucht in Euskirchen

Vorab herzlichen Dank für die freundlichen Kommentare zum letzten Wochenrückblick, Sie sehen mich stets bemüht.

Montag: Wegen Regenerwartung fuhr ich mit der Stadtbahn in die Wertschöpfung und zurück. Zurzeit fährt sie wegen Gleisbauarbeiten nur zwischen Stadthaus und Bad Honnef, während in Richtung Siegburg Schienenersatzverkehr eingerichtet wurde, auch eines der schönen Wörter, die unsere Sprache ermöglicht. Für mich war das praktisch, weil ich dann nicht bei kühlem Bahnsteigwind auf die Bahn aus Siegburg warten musste, sondern einfach in den bereitstehenden Zug einsteigen konnte. Der Regen kam pünktlich im Laufe der Vormittags und hielt sich bis zum Nachmittag, mit der Verkehrsmittelwahl lag ich richtig.

Der Arbeitstag war nicht sehr montäglich und ziemlich kurz, weil nachmittags ein Physio-Termin anstand zur weiteren Genesung des kürzlich operierten Ellenbogens. Dem geht es weiterhin gut, es tut nichts weh und die Bewegung ist nicht eingeschränkt. Fast frage ich mich, wozu er überhaupt physiotherapeutischer Anwendungen bedarf, es wird dadurch nichts besser, jedenfalls nicht erkennbar, immerhin auch nicht schlechter. Zudem ist Bewegung nie verkehrt. Bis ich wieder – in derselben Stätte – Sport an Geräten machen kann, dauert es noch einige Wochen, hoffentlich habe ich mich bis dahin nicht an die diesbezügliche Untätigkeit gewöhnt, sowas geht ja schnell und die Lust darauf muss danach erst wieder mühsam angewöhnt werden.

Ungeachtet des usseligen, wenig frühlingshaften Wetters werden in Büsum die Strandkörbe aufgestellt.

Siehe hier: https://www.buesum.de/buesum-erleben/webcams/gruenstrand

Dienstag: Morgens beim Fußweg ins Werk lag Nebel über dem Rhein, im Laufe des Tages zeigte sich das Wetter wieder frühlingsfreundlich. Die ewige Baustelle am Rheinufer lässt leichte Fortschritte erkennen.

Nach Rückkehr lagen im Briefkasten gleich zwei Briefe meiner Brieffreundschaften, was mich sehr freute und bislang noch nicht vorkam. Somit habe ich nun drei Briefe zu beantworten, was so bald wie möglich erledigt wird, indes noch einige Tage dauern kann. Ich bitte um Geduld.

Liebe Kinder, wie wir Alten in Zeiten vor Strieming Musik hörten, hat der liebe Onkel Nicolay hier sehr anschaulich aufgeschrieben. Eine Stereoanlage mit Plattenspieler und Kassettendeck, Schallplatten und Kassetten besitze ich noch heute und ich sehe keinen Grund, mich davon zu trennen, auch wenn ich sie nur noch selten benutze.

Morgens
„Gegen Abend ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen“ – Immer wieder schön, wenn Offensichtliches per Schild gleichsam amtlich wird

Mittwoch: In einer Besprechung wurde der Begriff „Gesamtwohlfahrtsmaximierung“ erläutert. Wenn ich es richtig verstanden habe, bezeichnet er ein Wirtschaftsprinzip, das vorhandene Mittel so aufteilt bzw. einsetzt, dass möglichst alle möglichst viel davon haben. Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden, jedenfalls ein weiteres wunderbares Wort.

In einer anderen, einstündigen Besprechung zur Mittagszeit führte ich, um nicht einzuschlafen, Strichliste darüber, wie häufig „ich sag mal“ und „tatsächlich“ gesagt wurde. Ergebnis: 76 mal „ich sag mal“ einschließlich der Varianten „ich sag jetzt mal“ und „sag ich mal“, dagegen nur siebenmal „tatsächlich“. Außerdem ungezählte Male „quasi“ und ein paar mal „genau“.

Nachmittags herrschte in der Bonner Innenstadt Verkehrschaos, weil eine Autobahn gesperrt ist und eine Rheinbrücke für die nächsten Jahre, bis zu ihrem Abriss und Neubau, nicht mehr von LKW und Bussen befahren werden darf. Dazu wurde intensiv gehupt, weil das bekanntlich immer hilft. Als Radfahrer ist man klar im Vorteil, als Fußgänger sowieso.

Donnerstag: Kleine Woche, Inseltag, Wandertag. Heute ab Siegburg über den Heideweg, eine Etappe der Erlebniswege Sieg. Die gut zweiundzwanzig Kilometer lange Runde beginnt und endet im Nordwesten von Siegburg, führt über Lohmar und durch die östliche Wahner Heide. Wie am Montag schon erwähnt, fahren zwischen Bonn und Siegburg zurzeit keine Stadtbahnen, stattdessen ist Schienenersatzverkehr mit Gelenkbussen eingerichtet, die im Takt weniger Minuten pendeln. Da ich ahnte, dass das länger dauert als die Bahn, stand ich bereits zur normalen Werktagszeit auf und fuhr zeitig los. Das war eine richtige Entscheidung, trotz großzügiger Auslegung der geltenden Vorfahrts- und Geschwindigkeitsregelungen durch den Busfahrer dauerte die Fahrt fast eine Stunde, die Bahn wäre in gut zwanzig Minuten am Ziel gewesen. Immer wieder standen wir im Stau, was wieder einmal zeigt, es gibt viel zu viele Menschen, die meinen, auf das Auto angewiesen zu sein.

Während der Fahrt zogen von Nordwesten dunkle Wolken auf, die sich bald als heftiger Regen ergossen. Das war der Wanderlust nicht abträglich; nach Ankunft in Siegburg frühstückte ich in der Bäckerei am Bahnhof, danach fuhr ich mit einem anderen Bus, den nur die App der Verkehrsbetriebe, jedoch nicht die örtliche Anzeige kannte, zum Ausgangspunkt der Wanderung, von da an regnete es nicht mehr. Später schien die Sonne.

In Lohmar-Heide, etwa auf halber Strecke, ließ mich die Komoot-App wieder im Stich, indem sie die angezeigte Tour einfach dort enden ließ. Grundsätzlich lässt sich der Heideweg auch ohne Navigation gehen, weil er gut markiert ist (weißes S auf rotem Grund), doch ausgerechnet in Heide war auch die Markierung mangelhaft, oder ich zu blind, sie zu sehen, kann ja auch sein. Dieses Mal war ich immerhin so schlau, die Navigation abzubrechen und die Tour neu zu starten, bis zum Ende hielt Komoot dann durch. Trotzdem halte ich sie inzwischen für eine Mist-App; falls Sie mir eine bessere Alternative empfehlen können, sehr gerne.

Bei Heide gibt es einen Friedwald, mit Schildchen an den Bäumen statt Grabsteinen. Etwas abseits des Weges wurde eine Beisetzung abgehalten, dazu wurde „Und die Chöre singen für dich“ von Mark Foster gespielt. Ich bin nicht gerade ein Fan von ihm, doch finde ich diese Art der letzten Ehrerweisung sehr ansprechend. Auch wenn es mir, wie bereits geschrieben, völlig egal ist, auf welche Weise mein Kadaver dereinst entsorgt wird. Sollte es zu einer Trauerfeier kommen, wünsche ich mir dafür als musikalische Begleitung, auch wenn ich dann nichts mehr davon habe, „The Show Must Go On“ von Queen und die Arie „Ebben? Ne andrò lontana“ aus der Oper La Wally, gesungen von den Kölner Spitzbuben:

Das wäre schön.

Zurück ins Leben: Bei Lohmar gibt es einen Campingplatz, direkt an der Agger sehr schön gelegen, allerdings in unmittelbarer Nähe und Hörweite die Autobahn 3, darüber die Ausflugschneise des Flughafens Köln / Bonn. Man muss Camping schon sehr mögen und dazu möglichst schwerhörig sein, um dort zu verweilen. Daran gemessen war der Platz gut belegt.

Zur Wanderstrecke: Die erste Hälfte führt überwiegend durch Wald, allerdings zum größeren Teil auf breiten, über längere Strecken geraden Wegen. Hinter Lohmar in der Wahner Heide wird es etwas wilder und abwechslungsreicher. Kurz vor Siegburg traf ich überraschend auf ein zugewachsenes Bahngleis, einst die Bahnstrecke von Siegburg nach Lohmar, die bereits 1989 stillgelegt wurde. Umso erstaunlicher, dass das Gleis immer noch liegt. Ab hier wich ich von der vorgesehenen Route ab und folgte dem Weg neben dem Gleis bis zu seinem Ende kurz vor Siegburg, ab da führt der Weg auf der ehemaligen Bahntrasse bis in die Siegburger Innenstadt.

Zum ersten Mal seit ich weiß nicht wie vielen Jahren sah ich eine Blindschleiche, die sich über den Weg schlängelte.

Nach ziemlich genau fünf Stunden erreichte ich wieder den Bahnhof Siegburg, von wo ich mit einem Schienenersatzbus zurück nach Bonn fuhr. Ich hätte vorher in Siegburg die übliche Belohnungscurrywurst essen können, doch erschien es mir klüger, direkt zurück zu fahren, ehe der Berufsverkehr einsetzt und der Bus im Stau steht. Die Currywurst gab es dann wieder vor der Gaststätte auf dem Bonner Marktplatz. Von meinem Platz aus beobachtete ich, wie ein Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn vorfuhr und vor dem Fitness-Studio gegenüber hielt. Die drei Sanitäter gingen dann ohne erkennbare Eile hinein. Es war wohl nicht so dringend. Oder es hatte sich erledigt. The show must go on.

..
..
..
..
..

Die Zeitung berichtet über Unzucht in Euskirchen und erfreut mit einem weiteren Symbolbild aus der Hölle:

(General-Anzeiger Bonn online)

Freitag: Am Ende des für einen Freitag gar nicht mal so kurzen Arbeitstages blieb vieles unerledigt, unter anderem weil mich Besprechungen und ein einstündiger Info Call mal wieder von der Arbeit abhielten. Nächste Woche wird es nicht besser. „Das kommt davon, wenn man lieber durch die Gegend läuft, anstatt ins Büro zu gehen“, könnten Sie nun nach dem freien Tag gestern einwenden. Dem ist zu entgegnen: Das ist es mir wert. Was auch immer liegen bleibt, niemand kommt dadurch zu Schaden.

Onkel Michael macht sich, wie ich finde, kluge Gedanken über akzeptierten Sprachgebrauch. Kostprobe:

„Darf ich das so sagen?“, „Ist das noch zulässig?“, „Gibt es dafür inzwischen ein besseres Wort?“ – und während man noch innerlich Formulare ausfüllt, ist der ursprüngliche Gedanke längst verhungert. Das ist kein Verbot, das ist Dressur. Und zwar eine ziemlich effektive.

Das Ergebnis ist eine Sprache, die immer glatter, immer vorsichtiger, immer risikofreier wird. Eine Sprache, die niemanden beleidigt – und dabei zunehmend auch niemanden mehr interessiert. Sie ist korrekt, sauber, gut gemeint und ungefähr so lebendig wie ein Beipackzettel.

Dagegen sind Besprechungssätze wie „Lass uns bilateral sprechen wegen der Zeitschiene“, „Ich muss da Erwartungsmanagement betreiben“ oder „Das werde ich später racapen“ völlig unzensiert möglich. Leider, bin ich versucht, hinzuzufügen.

Samstag: Die Nacht endete früh, da ich nach Bielefeld zu fahren beabsichtigte, um die Mutter zu besuchen, wie üblich und trotz allem mit der Bahn. Das fing schon gut an, denn, wie die Bahn-App morgens meldete, fiel die vorgesehene Fahrt mit dem RE 6 aus. Das war nicht so schlimm, ich war früh genug aufgestanden, um eine frühere Verbindung zu erreichen, die mit erfreulicher Pünktlichkeit verlief.

„Ganz Köln ist ein Drecksloch“, sagte eine Dame hinter mir bei Erreichen der Stadt zu ihrem Begleiter. Nun ist Köln wohl nicht die schönste aller Städte, auch wenn Kölner das anders sehen, doch sie in ihrer Gesamtheit derart zu bezeichnen erscheint mir übertrieben. (Da fällt mir ein alter Witz ein, der nur gesprochen seine Komik entfaltet: „Köln ist ein Drecksloch? Mainz sollten Sie mal sehen.“ – Tusch.)

Ab Oelde füllte sich der Zug mit Menschen, die blau-weiß-schwarz gekleidet und beschalt waren, den Farben des örtlichen Bielefelder Fußballvereins. Einige waren mit Bierflaschen ausgestattet, immerhin verhielten sie sich ruhig. Dennoch befürchtete ich im Falle eines Sieges akustisches Ungemach für die Rückfahrt.

Während die Mutter nach dem Mittagessen eine halbe Stunde ruhte, unternahm ich einen Spaziergang durch den Stadtteil, in dem ich aufgewachsen bin und der sich seitdem naturgemäß stark verändert hat, wie ich auch. Einiges ist geblieben, etwa das Einkaufszentrum im Waschbeton-Charme der frühen Siebzigerjahre. Auch einige Geschäfte darin haben sich bis heute gehalten, etwa die Lottoannahmestelle, die Sparkasse, das Restaurant und der Friseursalon. Auch dem Vater stattete ich auf dem Friedhof einen kurzen Besuch ab.

Meine Befürchtung bezüglich Fußballfangelärmes auf der Rückfahrt war unbegründet. Der Bahnsteig gegenüber an Gleis 8 war dicht bevölkert mit Blau-Weiß-Schwarzen, Gesang schallte herüber, ehe sie sich in die viel zu kurze Regionalbahn nach Paderborn quetschten. Mein Mitgefühl galt den weniger fußballbegeisterten Mitreisenden. Mit meinem Zug in Richtung Köln fuhr nur eine kleine Gruppe Fußballfreunde, allerdings nicht blau-weiß-schwarz sondern irgendwas mit rot. Auch sie stimmten während der Fahrt kurz Gesang an, allerdings einen Wagen weiter, somit kaum störender als das übliche Geplapper in einem Zug. Die Rückfahrt verlief im Übrigen ebenfalls pünktlich, zweimal vier Stunden reichten dann auch.

Sonntag: „Ich glaube, mich streift ein Bus“ sagte man früher, um seiner Verwunderung oder Empörung Ausdruck zu verleihen. Ob dem Autofahrer dieser Spruch bekannt ist, weiß ich nicht, jedenfalls erlebte er beziehungsweise sein Wagen ein solches Ereignis heute Nachmittag, wie ich beim Spaziergang beobachtete. Bus und Auto warteten in der Weststadt nebeneinander vor einer Ampel, links der Bus, rechts der Wagen. Dann war ein unschöner Knall zu hören, Glas splitterte, der Bus fuhr über die Kreuzung und hielt dahinter warnblinkend an. Der Busfahrer verließ sein Fahrzeug nicht, vielleicht stand er unter Schock. Dem Auto waren der linke Rückspiegel und die Vorderfront weggerissen, am Bus war eine Scheibe der hinteren Tür zersplittert. Menschen kamen dem Anschein nach nicht zu Schaden, gleichwohl dürfte für die Beteiligten der Sonntag gelaufen sein. Auch die Busfahrgäste haben heute was zu erzählen.

Im Übrigen ließen dunkle Wolken im Norden und erste Regentropfen die Beendigung der Spaziergangs nach einer Stunde ratsam erscheinen. Somit auch heute kein Freiluftgetränk im Lieblingsbiergarten, das ist nicht schlimm.

Während an der Poppelsdorfer Allee die ersten Kastanien blühen …
… ist die Kirschblüte in der Inneren Nordstadt bald durch

***

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, kommen Sie gut durch die Woche. Für mich ist sie mit einer sechsstündigen KI-Schulung und einer dreitägigen Dienstreise nach Höxter verbunden, auf letztere freue ich mich ein wenig.

19:00

Woche 1/2025: Schon mal ein guter Anfang

Montag: Um nicht ganz aus der Übung zu kommen, fuhr ich heute mal wieder ins Büro. Dort war nicht sehr viel zu tun, der Maileingang während der Weihnachtsurlaubstage überschaubar. Auch sonst war es ruhig, in den anderen Büros und mittags in der Kantine nur wenige Menschen. Das Arbeitsende kam zeitig, morgen habe ich schon wieder frei, um das Gleitzeitkonto zu putzen. Ab Donnerstag dann wieder voller Einsatz. Oder ab nächsten Montag. Spätestens Dienstag.

Weiterhin waren die letzten Fächer des Büro-Adventskalenders zu leeren. Statt den Schokoladeninhalt direkt zu verzehren, verstaute ich ihn vorerst in der Schreibtischschublade. Die Lust auf Süßes hält sich im Moment in Grenzen, neben drei Schoko-Nikolausen (oder -läusen?) liegen dort sogar noch zwei Nougat-Marzipan-Baumstämme. Danke, ansonsten geht es mir gut.

Vergangene Woche äußerte ich mich despektierlich gegenüber der menschlichen Bequemlichkeit, stets den Aufzug statt die Treppe zu nutzen. Als keineswegs konsequenter Mensch nehme ich ihn selbst täglich, um ins Büro zu kommen, das allerdings zurzeit im achtundzwanzigsten Stock liegt, sei zu meiner Ausflucht angeführt. Hierzu ist der Entschluss ergangen, ab sofort einmal täglich wenigstens für eine Teilstrecke aufwärts das Treppenhaus zu benutzen. Damit habe ich heute sogleich begonnen, sogar zweimal: nach dem Treffen der Kollegin vormittags über sieben, nach dem Mittagessen sogar zehn Stockwerke. Das ist schon mal ein guter Anfang.

Ebenfalls bezugnehmend auf den Eintrag vergangener Woche wurde ich darauf hingewiesen, dass die Mehrzahl von Teelicht „Teelichte“ heißt und nicht „Teelichter“. Das ist für einen Sprachpingel wie mich, der gerne Anstoß nimmt an anderer Leute liederlichem Sprachgebrauch, peinlich. Doch ein Blick in den Duden zeigt: Beides ist korrekt. (Glück gehabt.)

Dennoch danke für den Hinweis.

Dienstag: Wie morgens gemeldet wurde, gingen bei der Polizei Notrufe wegen vorzeitig gezündeter Silvesterraketen ein. Warum auch nicht, die Polizisten freuen sich bestimmt, wenn sie was zu tun haben.

Auch dieses heute endende Jahr war das wärmste seit Messbeginn, steht in der Zeitung. An diese Meldung müssen wir uns wohl gewöhnen, jedes Jahr wieder um Silvester, jeweils mit aktueller Jahreszahl.

Im Zusammenhang mit der Kennzeichnung Bonner Fahrradstraßen fällt das Wort „Planungsmeinungen“. Interessant.

Nachmittags schrieb ich den persönlichen Jahresrück- und -ausblick ins Tagebuch, wie jedes Jahr. Damit will ich Sie gar nicht weiter behelligen, vielleicht nur der letzte Satz: Trotz aller weltpolitischen und klimatischen Unwägbarkeiten blicke ich für mich und uns persönlich mit Zuversicht dem neuen Jahr entgegen. – Mag sein, dass das naiv ist. Aber das von vielen nicht nur in den Blogs zu recht beklagte 2024 war für uns persönlich auch nicht schlecht.

Den Silvesterabend verbrachten wir in einem Restaurant an der Adenauerallee, wo ein viergängiges Menü serviert wurde. Essen, Weinbegleitung und Service waren ausgezeichnet. Leider setzte bei mir beim dritten Gang die Sättigung ein, vielleicht komme ich wirklich langsam ins Seniorentelleralter. Dank Unterstützung meiner Lieben kam nichts um.

Das Essen war so zeitig beendet, dass wir gemütlich am Rhein entlang nach Hause spazieren konnten, wo wir vor Mitternacht ankamen. Während der Gehens sahen wir auf beiden Rheinseiten schon zahlreiche vorzeitige Raketen ihre bunten Lichter streuen, hoffentlich ohne Notrufauslösung. Je mehr wir uns der Innenstadt näherten, desto mehr Menschen, vor allem mit Raketen und Böllern hochgerüstete junge Männer versammelten sich am Ufer. Ich vermute eine Schnittmenge mit jenen Testosteronträgern, die im übrigen Jahr in sogenannten Sportwagen mit knallfurzenden Auspuffen durch die Innenstadt brausen. Nur eine Vermutung.

Ich bin übrigens froh, in Bonn zu wohnen und nicht in Hamburg oder Berlin. Der Liebste und ich waren vor Jahren mal zu Silvester in Hamburg. Schon auf dem Weg zur Party am frühen Abend wurden uns in der Menschenmenge alle paar Meter Knaller vor die Füße geworfen; nicht diese kleinen roten Pengmacher, sondern richtig fiese, dicke, laute Dinger. Da beschloss ich, Silvester nie wieder in einer so großen Stadt zu verbringen.

Diesen Jahreswechsel erlebten wir hingegen in altersgerechter Entspanntheit: Mit einem Glas Cremant in der Hand schauten wir vor dem Haus zu, wie andere wieder viel Geld in die Luft jagten.

Rückweg

Mittwoch: Frohes neues Jahr, mit lange schlafen, knappem Frühstück und einem Spaziergang mit dem Liebsten.

Was von 2024 übrig blieb

Donnerstag: Vergangene Nacht schlief ich schlecht, schätzungsweise bis vier Uhr wälzte ich mich wach, obwohl draußen Regentropfen auf die Fensterbank trommelten, was normalerweise schlaffördernd wirkt. Doch wurde das Trommeln untermalt, zeitweise übertönt durch Schnarchen in Stereo Dolby Surround von nebenan.

Erstmals in diesem Jahr ging ich, durch immer noch leichten Regen, zu Fuß ins Werk. Das übliche Foto mit Rhein, Promenade, Siebengebirge und Mutterhaus im Hintergrund denken Sie sich heute bitte, da ich durch den Regenschirm gehindert war, es zu schießen. Es war ohnehin noch dunkel.

„Frohes Neues“ aus allen Mündern. Der Arbeitstag fühlte sich montäglich an, Laune und Arbeitseifer entsprachen ungefähr der Trübnis vor dem Bürofenster. Vielleicht eine Folge des Schlafmangels. Dazu wenig passend eine längere Teams-Besprechung am Vormittag mit einem Lieferanten für ein geplantes Vorhaben, die mehr Aufmerksamkeit meinerseits erforderte als verfügbar. Irgendwie kamen wir dennoch ganz gut durch und vorzeitig zum Ende. Ansonsten weiterhin in den Büros nebenan wenig Betrieb, dafür war mittags die Kantine erstaunlich gut besucht. Meine Hoffnung auf ungestörtes Alleinessen mangels der üblichen Mitesser erfüllte sich nicht, als sich ein gesprächsbereiter Kollege zu mir setzte. Die Unterhaltung war dann aber recht angenehm, insbesondere die Erkenntnis: Mit dem möchte ich auch nicht tauschen. Anschließend ging ich dem neuen Vorsatz entsprechend elf Etagen durch das Treppenhaus hoch ins Büro, ab da weiter mit dem Aufzug. Nicht gleich zu Beginn übertreiben.

„Herzlichen Glühstrumpf“ sagte ein Kollege in anderem Zusammenhang, was meinen Sprachnerv leicht zucken ließ.

Entgegen meiner Abneigung sah ich mich abends genötigt, mit dem Auto zur Musikerprobe nach Bad Godesberg zu fahren. Wegen Regens erschien mir die übliche Radfahrt unangenehm, der Stadtbahnnutzung stand der derzeitige Schienenersatzverkehr entgegen. Ich habe nie behauptet, ein konsequenter Mensch zu sein, der gegen die Verlockungen der Bequemlichkeit immun ist.

Freitag: Morgens nach Ankunft im Büro zeigte sich vorübergehend ein Anflug von Morgenröte und Sonnenaufgang über dem Siebengebirge, ehe dichte Wolken den Himmel verdunkelten; bald darauf war der Turm von Schnee umtost. Zumindest diesbezüglich ist meine Arbeitsstelle aussichtsreich.

Ob es am perfekten Al Dente der Spaghetti lag, die es mittags in der Kantine gab, weiß ich nicht, jedenfalls löste sich beim Essen erneut die Zahnkrone oben rechts hinten, zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten. Das hielt mich nicht davon ab, auch heute nach der Mittagspause über elf Etagen die Treppe zu nehmen, notfalls ginge das ganz ohne Zähne. Glücklicherweise erreichte ich nach Rückkehr ins Büro noch die Zahnarztpraxis meines Vertrauens, was am Freitagmittag nicht selbstverständlich ist; bereits für Montagmorgen wurde mir ein Reparaturtermin eingeräumt. Vielleicht kommt der Zahn doch bald raus, schon lange empfiehlt mir das der Zahnarzt, weil er locker sitzt und Probleme bereiten könnte. Dieser Konjunktiv hielt mich bislang davon ab, da mir der Zahn bislang keinen Kummer machte. Bis auf den gelegentlichen Kronenabwurf halt. Mal hören, was der Dentist Montag sagt.

Kurz vor Feierabend hüllte die Spätnachmittagssonne den Rheinauenpark in gar wunderbares Licht. Die Ufos am oberen Bildrand sind nur Spiegelungen der Bürobeleuchtung.

Samstag: Der Wecker melde sich zu wochenendlicher Unzeit bereits um acht Uhr, da eine Vereinspflicht zu erfüllen war. Diese bestand aus der gemeinsamen Probe mit dem befreundeten Musikverein aus und in Morsbach-Holpe, einem idyllischen Ort im Bergischen Land, der unser Musikcorps demnächst bei der Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft unterstützen wird. Meine anfänglich trübe Stimmung infolge des verhinderten Ausschlafens hellte sich augenblicklich auf, als das erste Stück gemeinsam gespielt wurde. Welch ein Unterschied gegenüber dem Gewohnten, mit so vielen Leuten und unterschiedlichen Instrumenten zu musizieren! Die Begeisterung versetzte mich in länger anhaltendes Grinsen, was beim Trommeln glücklicherweise nicht hinderlich ist; das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt.

Im Bergischen Land liegt Schnee. Blick auf Waldbröl-Heide

Sonntag: Die amtlich angekündigte Eisglätte fand in Bonn zum Glück nicht statt, nur Regen ließ ein längeres Verweilen im Bett verlockend erscheinen. Doch auch dieser Tag begann früh, erneut aus karnevalistischen Gründen. In einer Godesberger Kirche wurde die jährliche Mundart-Messe gehalten, an der unsere Karnevalsgesellschaft beteiligt ist mit Musik und Lesungen in rheinischer Sproch. Wie für andere der Heiligabend, ist dies (nicht nur) für mich regelmäßig der einzige Grund im Jahr, mich länger in einer (kalten) Kirche aufzuhalten. Wie immer war es sehr kurzweilig, weil der diensthabende Pastor seine Sache sehr gut macht, gelegentlich wird auch gelacht und applaudiert, was in Gottesdiensten ja sonst eher selten vorkommt. Warum eigentlich? Wenn es den gütigen Gott gibt, hat er bestimmt nichts dagegen.

Vielleicht hat er auch nichts gegen Silvesterfeuerwerk: Fast so heftig wie das zurückliegende sind nun die allgegenwärtigen Forderungen nach einem Verbot, nachdem es – wie jedes Jahr – zu Verletzungen und Todesfällen durch unzulässiges Pyromaterial und mangelnde Vorsicht kam. (Das in diesem Zusammenhang häufig benutzte Wort „tragisch“ ist nur angebracht, soweit Unbeteiligte betroffen sind. Ansonsten ist es schlicht Dummheit.) Seit vielen Jahren geben meine Lieben und ich für derlei Zeug kein Geld mehr aus, auch könnte ich auf Licht- und Knallbegleitung des Jahreswechsels verzichten; das neue Jahr beginnt trotzdem, die bösen Geister bleiben. Gleichwohl stört es mich im angemessenen Rahmen nicht, solange andere nicht bewusst damit belästigt werden, siehe die Anmerkungen vom Dienstag. Auch liegt es mir fern, alle, die Spaß daran haben, pauschal als Vollidioten zu betrachten. Deshalb erscheint mir ein generelles Verbot nicht sinnvoll, zumal die Mehrheit der Pyrofreunde vermutlich besonnen und – soweit man das hier so nennen kann – vernünftig handelt. Vielmehr würden es bestimmte Parteien als weitere Bestätigung ihrer zweifelhaften Thesen missbrauchen.

Spaziergang am Nachmittag. Es gibt kein schlechtes Wetter.

***

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Jahr 2025 mit viel Gesund- und Zufriedenheit sowie wenigstens etwas Optimismus. Es nützt ja nichts, nur noch die bösen Geister zu sehen. Und eine gute Woche; wenn Sie jetzt wieder zu arbeiten beginnen, lassen Sie es möglichst ruhig angehen. Hektisch wird es wieder früh genug.

Woche 34/2023: Kulturelle Aneignung im Schienenersatzverkehr

Montag: Outlook auf dem Bürorechner hatte morgens zunächst Startschwierigkeiten, wie der davor sitzende Nutzer. Ansonsten unterschied sich der erste Arbeitstag nach dem Urlaub bezüglich Unwilligkeit kaum von einem gewöhnlichen Montag. Was sich bewährt hat: den Tag komplett zu blocken und die Abwesenheitsnachricht bis zum Mittag aktiviert zu halten.

Das angestaute Mailaufkommen blieb im Rahmen, darunter eine interne Mitteilung über die bevorstehende Umorganisation eines Bereichs, mit vertrauten Versen versehen: »Um diesen Herausforderungen zu begegnen und Anbieter erster Wahl zu bleiben, müssen wir unsere Organisation noch stärker auf die Marktbedingungen ausrichten, Strukturen und Prozesse vereinfachen und Synergien nachhaltig heben. Ein konsequenter Fokus auf eine ganzheitliche Kundenorientierung  ist dabei unverzichtbar. […] um diese Herausforderungen zu adressieren […] Mit der Komplettierung der Themen stellen wir eine 360 Grad – Sicht auf die Stimmen unserer Kunden sicher […] und  stärken unseren Kundenangang.« Kundenangang ist ein schönes Wort, was auch immer es bedeuten mag.

Mittags in der Kantine gab es Currywurst. Angesichts der Waagenanzeige morgens – die vergangene Urlaubswoche mit viel Essen, Trinken und wenig Bewegung wirkt nach – entschied ich mich indes für das vegetarische Gericht. Hat gar nicht weh getan. Nur auf das Dessert (Vanillepudding mit Schokoladensoße) zu verzichten, soweit wollte ich nicht gehen.

Dienstag: Bereits letzte Woche trafen der Liebste und ich den Beschluss, zum Zwecke der körperlichen Ertüchtigung künftig regelmäßig gemeinsam radzufahren, also nicht so ein gemütliches Dahinradeln mit Einkehr am Wegesrand, sondern mit Tempo und Schweiß und selbstverständlich ohne Elektrounterstützung. Diesen Beschluss setzten wir heute Abend erstmals in die Tat um, wobei das Tempo noch steigerungsfähig ist. Ich fürchte, die Götterspeise mit Erdbeerschaum, die es mittags in der Kantine gab und die ich unmöglich stehen lassen konnte, wurde dadurch noch nicht völlig kompensiert. Immerhin, der Wille zählt und ein Anfang ist gemacht.

Mittwoch: Heute vor hunderfünfzehn Jahren wurde Arthur Adamov geboren, Autor des Absurden Theaters. Dem verdanken wir das also alles. Ob der sich wohl vorstellen konnte, dass Menschen sich mal massenhaft die Beine tätowieren lassen und sowas wie Donald Trump zum Präsidenten wählen, oder wäre selbst ihm das zu absurd erschienen?

Wurde schon untersucht, welcher Mehraufwand Medien dadurch entsteht, dass sie jetzt jedes Mal, wenn eine vermeintlich bedeutende Person etwas in Elons Schwätzwerk absondert, schreiben müssen „auf der Online-Plattform X, vormals Twitter“?

Donnerstag: Falls Sie mich in der Kantine suchen – ich bin der, der allein isst und dabei nicht aufs Datengerät schaut.

Abends hatte ich einen Termin im Bürgeramt der Stadt, weil mein Personalausweis im November ausläuft. Zuvor suchte ich den Selbstbedienungsapparat auf, um ein Foto zu erstellen, außerdem Unterschrift und Fingerabdrücke zu hinterlegen. Dabei fielen meine Zeigefinger durch die Qualitätskontrolle, die Daumen wurden nach mehrfachem Auflegen schließlich akzeptiert. Was ist falsch an meinen Zeigefingern? Ich finde das empörend.

Als vorsichtiger Mensch fand ich mich lange vor dem Termin im Stadthaus ein, man weiß ja nie, wie lange sowas dauert mit der Selbstbedienung. Abgesehen vom Zeigefingeraffront ging es jedoch ganz einfach und schnell. Ich hätte mir dennoch Zeit lassen können, laut Anzeige kam es bei der Bedienung zu Verzögerungen von anfangs sechzig, später dreißig Minuten, da statt der planmäßig fünfzehn Stadtbediensteten krankheitsbedingt heute nur fünf anwesend waren, wie gegen achtzehn Uhr ein freundlicher Mitarbeiter den noch Wartenden erklärte. Kurz darauf wurde meine Wartenummer angezeigt, der Rest ging dann schnell. Für sechsundsechzig Prozent Personalausfall finde ich eine halbstündige Wartezeit akzeptabel.

Finde den Fenler

Freitag: Nachmittags schloss ich die Bürofenster, weil draußen zwei Grünschnittexperten mit einer lärmenden Motorheckenschere eine Hecke frisierten und sich dabei ständig anschrieen. Ansonsten verlief der letzte Arbeitstag der Woche in angenehmer Unaufgeregtheit.

Mal wieder erhalte ich seit Tagen per Mail eine Benachrichtigung darüber, dass mir jemand in irgendeiner Teams-Gruppe eine Aufgabe zugewiesen hat. Leider verzichtete er bei der Erstellung auf eine nähere Beschreibung seines Begehrs. Seit Tagen bereitet es mir großes Vergnügen, diese Mail zu löschen.

Samstag: Mit Freunden fuhren wir ins Ahrtal, zunächst mit der Bahn und Schienenersatzverkehr, auch so ein wunderschönes Wort, das die deutsche Sprache ermöglicht, bis Bad Neuenahr, von dort zu Fuß weiter über den Rotweinwanderweg, ein nicht minder schönes Wort, bis Walporzheim zum örtlichen Weinfest. Aufgrund unglücklicher Kommunikation führte dieser spontan von einer einzelnen Person getroffene Wanderbeschluss zu Unmutsäußerungen innerhalb der Gruppe, die jedoch unmittelbar nach Ankunft in Walporzheim abgelöscht wurden und verstummten.

Hier werden Wurzelbehandlungen noch auf dem Amboss vorgenommen

Die gute Stimmung hielt sich im Bus auf der Rückfahrt. Während im vorderen Busteil Erbrochenes aufgewischt wurde, tönte hinten Musik aus einer von jungen Leuten mitgeführten Lärmbox; bei „Kölle Alaaf“ sangen fast alle mit. Als später „Africa“ von Toto spielte, fragte ich mich: Wenn Zwanzigjährige diese ungefähr vierzig Jahre alte Lied aus meiner Jugend spielen, ist das dann nicht auch so etwas wie kulturelle Aneignung?

Sonntag: Ein Weinfest gab es auch in der Bonner Innenstadt. Dort war ich mittags verabredet, wodurch der Spaziergang sehr kurz beziehungsweise ganz ausfiel. Ich gelobe baldige Besserung.

Per Mail wurde ich an meine aktive Teilnahme an der Lesung der TapetenPoeten am 5. September in Bonn-Beuel erinnert, als ob ich das vergessen könnte. So langsam sollte ich mal entscheiden, was ich dort vorlesen werde. Falls Sie am übernächsten Dienstagabend in Bonn sind und nichts besseres zu tun haben, kommen Sie gerne. Näheres hier.

***

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche.

Woche 2: Karneval gibt es auch in Recklinghausen

Montag: Die Stadtbahn verspätet, Bahnen, Straßen und Büroflure voller Menschen. Sie sind wieder da. Unterdessen hebt die offizielle Bestätigung eines schon lange geraunten Gerüchtes, dessen Inhalt ich Ihnen erspare, die Laune der Belegschaft. Frohes neues Jahr.

Dienstag: Ich mag meine beiden Bürokolleginnen sehr. Doch es gibt Tage, an denen ich die Erfindung des Telefons verfluche. – Zitat des Abends: „Ich kann auch nett, bringt aber nichts.“

Mittwoch: Ein die Straßenbahngleise blockierender LKW beschert mir in Verbindung mit einem zwar angekündigten, gleichwohl unsichtbaren Schienenersatzverkehr einen Feierabend-Spaziergang durch die Bonner Südstadt. Immer positiv denken, auch bei Regen und eisigem Wind. – Abends erste Chorprobe des Jahres mit Sekundreibung, Quintenfallsequenz und Nonenvorhalt.

Donnerstag: Warten auf Egon – Ruhe vor dem Sturm.

Freitag: (Schne)egon spaltet die Menschen in Nordrhein-Westfalen. Während die einen auf schneeglatten Straßen verzweifeln, fragen die anderen bei WDR 2 an, wo denn der versprochene Schnee bliebe, auf den sich ihre Kinder so gefreut haben.

Samstag: Nach einem Gesangsauftritt auf der Prunksitzung der Fidelen Burggrafen in der Godesberger Stadthalle wurde ich nach einer Autogrammkarte gefragt. Die Dame wollte mich ein wenig veräppeln, nehme ich an.

kw2

Sonntag: Karneval gibt es auch in Recklinghausen. Wer hätte das gedacht. Gut, sie rufen „Helau“ dabei, aber wer bin ich, dass ich darüber richtete?