Spam ist lustig.

Heute bekam ich folgende E-Mail:

Am 22.12.2010 um 08:00 schrieb Jochen Schmidt:

Hi Kubicki,

ich bins, Jochen – kannst Du Dich noch an mich erinnern?
Ich war der dicke kleine Junge, den alle geaergert haben.
Jetzt habe ich vorher ein Foto von Dir gesehen, Kubicki
und ich war erschrocken – Du hast auch schon zugenommen?

Jetzt kenne ich Dein Problem und wollte Dir auch mein
Geheimnis verraten – da ich heute sicher bin, dass das
Produkt auch genau tut was es verspricht: Fett verbrennen!

Fuer 2011 habe ich mir vorgenommen, noch mehr abzunehmen!

Hier ist die Webseite mit mehr Informationen:

http://www.nie-wieder-zu-dick…

Aber nur wenn Du es echt ernst meinst, Kubicki 😉

Guten Rutsch schon mal!

Gruss,
Jochen

Da ich, wie allgemein bekannt, ein höflicher Mensch bin, antwortete ich umgehend:

Hi Schmidt,

klar kann ich mich erinnern, schließlich war ich doch einer von denen, die dich besonders gerne und oft geärgert haben. Der kleine dicke hässliche Schmidt, das ist ja echt eine Überraschung… wie lange ist das jetzt her? Schön, dass du mich nach all den Jahren auf einem Bild wiedererkannt hast, auch wenn du darüber erschrocken warst. Wo hast du mein Bild gefunden?

Wie ist es dir inzwischen gegangen? Lass mich raten: noch immer bist du klein und dick, noch immer ärgern dich alle, und das treibt dich so sehr in die Verzweiflung, dass du dumme Werbe-E-Mails an wildfremde Menschen schreibst, stimmt’s?

Übrigens: mein Problem, so wie du es nennst, bewegt sich noch in erträglichen Grenzen. Gewiss, ein leichtes Bäuchlein kann man erkennen, wenn man ganz genau hin schaut, was in meinem Alter wohl auch erlaubt ist, dennoch gehört bei 1,83 Meter Körpergröße und 66 bis 68 Kilo, je nach Laune der Waage, Fettleibigkeit zurzeit nicht zu meinen vordringlichen Problemen. Sollte sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern, komme ich auf dein „Geheimnis“ gerne zurück und mache es auch zu meinem, versprochen.

Bis dahin alles Gute beim Fett verbrennen!
Stancer

Er wird wohl nicht antworten.

Nachtrag 23.12.2010: Bitte beachten Sie den nachfolgenden Kommentar unten.

Zwischenbilanz, Folge 4 – A wie Anke

Anke B. war die Nachbarstochter und die Antwort auf die von irgendwelchen Onkeln, Tanten und sonstigen Verwandten und Bekannten so häufig in dümmlichem Ton vorgetragene Frage „Na, hast du denn schon eine kleine Freundin?“, welche ich dann stets in meiner frühkindlichen Naivität mit ja beantwortete. Rückblickend war Anke vermutlich überhaupt meine einzige Freundin. Na gut, vielleicht noch Mechthild, Nachbarstochter 2. Grades. Aber so ab dem sechsten Lebensjahr fing dann auch ich an, wie die meisten meiner Altersgenossen Mädchen grundsätzlich doof zu finden. Daran hat sich prinzipiell dann nicht mehr viel geändert.

Das folgende Bild zeigt Anke und mich in frühester Jugend auf dem Rasen unseres Reihenhausgartens sitzend. Ich bin übrigens das Mädchen mit dem Ball links.
kleincarsten002

Zwischenbilanz, Folge 3 – A wie Altoids

Sie kennen Altoids* nicht? Das sind wohlschmeckende Pfefferminzbonbons aus Groß Brittannien in einer äußerst eleganten Blechschachtel in rot-weißem Design. Der erste mir bekannte Mensch, der sie in größeren Mengen verzehrte, war der Fahnder Faber, den Klaus Wennemann in den > Achtziger Jahren in der gleichnamigen Vorabendserie verkörperte. Irgendwie fand ich es cool (eigentlich lehne ich dieses Wort ab, aber in diesem Falle passt es hundertprozentig), dass er bei jeder Gelegenheit, selbst wenn er gerade mit seinem giftgrünen Ford einen Schurken verfolgte, die Schachtel aus der Jackentasche zog, anstatt sich eine Zigarette anzuzünden, wie es wohl die meisten seiner Kollegen taten. In dieser Hinsicht war der Fahnder also ein echtes Vorbild für die Jugend. Da ich die Bonbons nur aus dieser Fernsehserie kannte, glaubte ich, die gäbe es gar nicht zu kaufen, vielmehr hätte man sie extra für den Fahnder kreiert. Bestärkt wurde ich in dieser Vermutung dadurch, dass es die Bonbons in der rot-weißen Blechschachtel nirgendwo zu kaufen gab. Da ich jedoch genau so cool (um das Wort noch ein letztes Mal zu gebrauchen, wie gesagt, hier passt es) sein wollte wie Faber, der Fahnder, griff ich auf die bekannten Fisherman´s Friends zurück, für die es ebenfalls eine Blechschachtel gab, die ich fortan bei jeder Gelegenheit c… nein, lässig aus meiner Jackentasche zog, um meinen Atem aufzufrischen.

Dann geschah das unfassbare: In einem Laden auf dem Frankfurter Flughafen entdeckte ich die bekannte rot-weiße Blechschachtel, die ich natürlich sofort erstand. Es gab sie also doch! Man musste nur etwas länger suchen, es gibt sie eben nicht in jeder Süßwarenabteilung. Inzwischen habe ich jedoch eine verlässliche Bezugsquelle gefunden und immer einen angemessenen Vorrat im Haus.

In den 1990er-Jahren machte der Hersteller einen wie ich finde großen Fehler: Das Design der Blechschachtel wurde geändert vom zugegeben etwas altbackenem rot-weiß in ein modernes Alu. Ich empfand die neue Verpackung als in höchstem Maße unästhetisch und machte mir fortan die Mühe, die Bonbons in die alte Schachtel umzupacken. Vor ein paar Jahren hat man den Fehler jedoch offenbar erkannt und weitgehend rückgängig gemacht, jetzt ist die Schachtel wieder rot-weiß. Alles wird gut.

Altoids

—-
* Selbstverständlich liegt es mir fern, in irgendeiner Weise Produktwerbung zu betreiben. Daher weise ich darauf hin, dass vergleichbare Produkte (zum Beispiel die erwähnten Fisherman´s Friends oder die bekannten Tic Tac) sicherlich genau so cool sind.

Twitter-Thriller

Ein nicht näher bezeichneter Twitter-Nutzer versteht es, seine Leser mit unvergleichlicher Spannung in Atem zu halten. Lesen Sie selbst:

Ich bin jetzt Abendbrot essen.
vor 38 Minuten via web

Ich ware vorhin weg. Jetzt bin ich wieder da.
vor 43 Minuten via web

Die Arbeit war super.
vor ungefähr 3 Stunden via web

Tach da bin ich wieder.
vor ungefähr 3 Stunden via web

Ich gehe jetzt ins Bett. Gute Nacht bis Morgen.
vor ungefähr 22 Stunden via web

Ich zocke jetzt XBox 360.
vor ungefähr 23 Stunden via web

Ich esse jetzt Abendbrot.
vor ungefähr 24 Stunden via web

Und es schneid schon wieder.
7:31 PM Dec 13th via web

So ich bin wieder da.
7:31 PM Dec 13th via web

Ich muss weg. Bis später.
5:28 PM Dec 13th via web

Die Arbeit hat Spaß gemacht.
5:25 PM Dec 13th via web

Nabend da bin ich wieder.
5:24 PM Dec 13th via web

Ich gehe jetzt ins Bett. Gute Nacht bis Morgen.
9:41 PM Dec 12th via web

Morgen muss ich wieder Arbeiten.
9:40 PM Dec 12th via web

Jörgen und ich zocken jetzt XBox 360. Das Game GTA 4.
9:00 PM Dec 12th via web

Ich höre gerade Musik.
8:47 PM Dec 12th via web

Ich bin jetzt Abendbrot essen.
8:12 PM Dec 12th via web

Ich gucke gerade TV.
7:52 PM Dec 12th via web

Ich Telefoniere gerade mit einem Kumpel.
7:24 PM Dec 12th via web

heute Mittag ware aufen Geburtstag.
7:16 PM Dec 12th via web

Immerhin hat er es damit schon auf über 200 Follower gebracht. Respekt!

Schmerzwach: Pimmel zeigen

Hier nun wieder ein Text aus dem Blog von Jannis. Ich weiß nicht, wie viel davon Dichtung und wie viel Wahrheit ist, auf jeden Fall äußerst witzig. Viel Vergnügen!

Pimmel zeigen

Meine Mutter glaubt, dass ich verrückt bin. Verrückt. Ich weiß gar nicht, wie sie darauf kommt! Doch! Ich weiß es! Sie findet nicht gerade normal, dass ich….

…mit sechs eine ihrer Freundinnen auf den Mund küsste, als diese gerade ihre Kaffeetasse auf den Tisch gesetzt hatte. Meine Erzeugerin war zunächst perplex, entschuldigte sich dann tausend Mal für mein Verhalten, die Geküsste lachte und nahm mich in ihre Arme, allerdings entriss mich meine Alte daraus und brachte mich in mein Zimmer, während ich meiner Angebeteten einen Heiratsantrag zuschrie. Seitdem durfte ich an keinem der Kaffeekränzchen meiner Mutter teilnehmen.
…mit sieben jedem erzählte, dass ich nur noch ein halbes Jahr zu leben hätte, weil ich an einer unheilbaren Krankheit litte. Und mit jedem meine ich wirklich jeden. Wenn wir durch die Stadt bummelten, redete ich wildfremde Leute an, denen ich mein angebliches Todesschicksal aufzwang; meine Mutter schämte sich so sehr für mich, dass sie diese Ausflüge mit mir strich.
…mit neun behauptete, von Außerirdischen entführt worden zu sein, die mir ihr geheimes Wissen anvertraut hätten, damit ich die Welt retten könnte; ich gab ständig solche Weisheiten von mir wie: „Spucke drei Mal auf den Boden, bevor du durch ein Maisfeld gehst“ oder „Wer blaue Strümpfe trägt, sollte sich nicht darüber wundern, dass er beim Duschen nicht vollständig sauber wird“.
…mit elf nackt in unserem Reihenhausgarten lag, um mich zu sonnen. Die Nachbarn auf beiden Seiten schauten mich schräg an, schließlich war ich kein Kleinkind mehr, schon alt genug, um Scham zu besitzen. Als meine Mutter das sah, kam sie mit einer Badehose in den Händen aus dem Haus gerannt, die ich allerdings trotz ihrer Proteste und der von dem alten Knacker, der auf der rechten Seite neben uns wohnte, nicht anzog, stattdessen schlenderte ich frivol an unseren Zaun, der sehr niedrig war, stellte mich demonstrativ so davor, dass mein Pimmel über dem Zaun baumelte, steif wurde und ich onanierte auf das Grundstück des alten Sacks, der kurz vor dem Herzinfarkt stand, hechelte, schnaubte, meine Alte schmierte mir eine, zog mich ins Haus hinein; auch Sonnenbaden im Garten wurde mir verboten.
…mit zwölf in unseren Dorfpfarrer verliebt war, mit Freuden nicht nur jeden Sonntag in die Kirche ging, sondern in der ersten Reihe saß, diesen jungen Geistlichen anschmachtete, mich nach einer Predigt meldete und fragte, wie man Pfarrer werden könne. Erfreut sagte er mir es und bot mir an, mir nach dem Gottesdienst etwas über das Studium zu erzählen. Als wir in seinem Zimmer saßen, eröffnete ich ihm meine Liebe zu ihm, fragte ihn, ob ich ihn in vier oder fünf Jahren heiraten könne, das sei mein größter Wunsch. Erschrocken fragte er mich, ob ich ihn zum Narren halten wolle und ich sagte: „Nein, ich meine das wirklich so.“ Und danach meinte ich lässig: „Du kannst mir deinen Pimmel in meinen Popo stecken und ich mache das dann bei dir auch.“ Völlig errötet zerrte er mich sofort aus dem Zimmer, brachte mich nach Hause und erzählte meinen Eltern alles; ich durfte nie wieder in die Kirche mit.
…mit vierzehn mich angeblich umbringen wollte, was allerdings gar nicht der Wahrheit entspricht, da ich lediglich auf unserem Balkon im ersten Stock stand, weil ich darauf balancieren wollte. Ich meine, wenn ich mich selbst um die Ecke hätte bringen wollen, dann wäre ich doch von einem Hochhaus hinuntergestürzt.
…mit sechzehn meine Haare abrasiert habe, nur noch braune Gewänder anzog und den ganzen Tag vor mich hin meditierte; ich wollte ein perfekter Buddhist werden und das Nirwana so bald als möglich finden.
…mit achtzehn Jahren von einer Studienfahrt in London heimgeschickt wurde, weil ich meine Englisch-Lehrerin angeblich auf mieseste Weise sexuell belästigt hätte. Da war ich gerade dabei, Tim einen zu blasen, wir beide dementsprechend nackt und erregt, es klopft jemand an die Tür, ich sage: „Sind gerade voll beschäftigt.“ Die Antwort lautet: „Beeilt euch mal, wir müssen los, das Musical fängt gleich an, auf, eins, zwei, drei, macht mal.“ Ich sage: „Wenn Sie reinkommen, geht’s schneller.“ Während sie die Tür öffnet, ins Zimmer tritt, holt mir Tim einen runter und ich sage: „Wenn Sie mitmachen ist es noch geiler und erregender und ich komme schneller.“ Sie rannte schnurstracks aus dem Zimmer, verbannte mich am gleichen Abend zurück nach Deutschland.
…mit zwanzig vom Zivildienst suspendiert wurde, weil ich mir aus Versehen eine E in mein Maul stopfte, anstatt einer Kopfschmerztablette und dann hohldrehte, ich schob einen Behinderten im Rollstuhl, es ging ein wenig bergab und ich begann schneller zu werden, immer schneller, plötzlich rannte ich wie ein Irrer, konnte nicht mehr stoppen, was ja nicht so schlimm gewesen wäre, wenn mir die Rollstuhlgriffe nicht aus den Händen geglitten wären und der gute Behinderte schmerzhafterweise einen Crash mit einer Laterne gehabt hätte.
…mit zweiundzwanzig aus einem Seminar geflogen bin, weil ich – zugekifft wie ich war – von Peace, Love and Happiness träumend meine Professorin angelächelt und ihr gesagt hatte, dass sie Humanbiologie auch interessanter gestalten könnte, wir zwei könnten uns ja ausziehen und Sexualkunde plastisch darstellen, ich sei sowieso schon längst spitz auf sie.
…mit dreiundzwanzig als Stripper durch das Land zog, um mir mein Studium zu verdienen, allerdings nicht lange, denn ich ging meinen Chefs zu weit, was das Ausziehen und Erotisieren des Publikums betraf, ich zog zum Beispiel einmal einen Schwulen ganz aus, tanzte um ihn herum, er bekam einen Steifen, genauso wie ich, was sich durch meinen Slip abzeichnete, er zog ihn mir erregt herunter und begann meinen Pimmel zu lutschen, was die Veranstalter noch gestatteten, mich aber nie wieder irgendwo auftreten ließen. Doch ein Pornofilm-Produzent entdeckte mich bei dieser Gelegenheit und ich drehte einige Streifen, bis mich das annervte.

Tja, meine Mutter fände da sicherlich noch sehr viel mehr Gründe, die gegen meine Zurechnungsfähigkeit sprechen, aber wen interessiert das?

Quelle: http://schmerzwach.blogspot.com/2010/03/pimmel-zeigen.html

Abschalten

Es gab mal Zeiten, da verließ ich das Büro und hatte Feierabend. Daran hat sich – theoretisch – bis heute nicht viel geändert, noch immer bleiben das Laptop und das geschäftliche Handy grundsätzlich in der Firma, wenn ich gehe, im Gegensatz zu vielen anderen Kolleginnen und Kollegen, die das Gebäude abends völlig selbstverständlich mit Laptoptasche verlassen und die auf dem Weg zur Bahn noch einige geschäftliche Dinge regeln oder schon morgens in der Bahn den aufgeklappten Rechner auf dem Schoß haben und geschäftig in die Tasten hauen und damit in mir eine diffuse Mischung aus (wenig) Bewunderung, Bedauern und schlechtem Gewissen erzeugen.

Das meine ich nicht. Ich meine das, was ich abends im Kopf mit nach Hause nehme: die Gedanken an unerledigte Aufgaben, Termine, ungelöste Probleme, kritische Worte des Chefs manchmal, ein Gefühl der Unzulänglichkeit, die Frage, wie ich das alles schaffen soll, und die Frage, ob ich mit meinem Job wirklich am richtigen Platz bin; ja, die stelle ich mir in den letzten Tagen immer öfter. Morgens wache ich auf, Stunden vor dem Wecker, und sofort springt der Gedankenapparat an, der mich am Weiterschlafen hindert. Dabei mag ich meinen Job: die Aufgaben sind interessant, die Kollegen sehr nett, die Arbeitsbedingungen passen, und auch der Chef ist einer, mit dem man klar kommen kann; auch die Bezahlung ist keineswegs schlecht.

Vielleicht brauche ich Urlaub. Früher war Urlaub so: Ich arbeite meine Sachen so weit auf, erkläre meinem Vertreter, was während des Urlaubs aufschlagen könnte, dann bin ich für zwei oder drei Wochen weg, schalte ab, erhole mich, und nach dem Urlaub lege ich frisch gestärkt und voller Tatendrang wieder los; ich kann mich dunkel daran erinnern, mich gegen Ende des Urlaubs sogar wieder auf die Arbeit gefreut zu haben. – Heute ist das anders: Die Woche vor dem Urlaub ist reiner Stress, weil ich so viele unerledigte Dinge noch auf die Reihe bringen muss, Stress, den ich ohne den Urlaub nicht hätte. Manches schaffe ich, anderes jedoch nicht, und dieses Andere nehme ich mit, im Kopf. So verlasse ich am letzten Arbeitstag das Büro, spät und als letzter, mit dem Gefühl, etwas wesentliches nicht bedacht zu haben, etwas, das während meiner Abwesenheit eine kleine Katastrophe auslöst. Und dieser Gedanke ist nun mein Begleiter für die nächsten zwei oder drei Wochen, nicht ständig, aber doch immer wieder zwischendurch.

Erholung? Ja, doch, trotz allem stellen sich die Erholung und der nötige Abstand zur Arbeit irgendwann ein. Das hält ziemlich genau einen Tag, manchmal auch zwei oder gar drei nach dem Urlaub; auch wenn die vorgenannte Katastrophe nicht eingetreten ist, schmilzt die Erholung unter dem Druck mehrerer hundert unbeantworteter E-Mails dahin wie ein Stück Bratfett in der heißen Pfanne.

Müdigkeit ist mein ständiger Begleiter spätestens ab 14 Uhr eines jeden Arbeitstages, hinzu kommen zunehmende Antriebslosigkeit und Unzufriedenheit; abends in der Woche bin ich meistens nur noch platt und unwillens, irgendetwas produktives zu machen. Nur am Wochenende lebe ich auf, der Samstag ist mein Tag, Sonntagnachmittag geht es dann meistens schon wieder los, die ersten Gedanken kreisen um Montag, die neue Woche.

Jammern auf hohem Niveau – vielleicht. Aber es muss doch möglich sein, Abstand zu finden von dem ganzen, nicht nur am Samstag oder nach einer Woche Urlaub. Nur wie?