Woche 40/2026: Zur Feier des Tages

Montag: Da ich Ihnen keine weitere Strophe des ewigen Klageliedes über den Montag, Müdigkeit und Arbeitslustmangel zumuten möchte, gibt es heute nichts zu berichten. Alles, was möglicherweise der Notiz wert gewesen wäre, blieb im Nebel des Desinteresses verborgen, der Muse Kuss blieb aus.

Vielleicht nur dieses, wo es gerade um Gesang geht: Zum dritten Mal besuchte ich die Chorprobe und ich sehe mich darin bestätigt, dass gemeinsames Singen die Stimmung erheblich aufzuhellen vermag, sogar an einem Montag. Daher werde ich wohl dabei bleiben, wenn sie mich haben wollen.

Dienstag: Laut WordPress-Rückblick war ich vor einem Jahr in Büsum an der Nordsee, wo ich bei bestem Wetter einige Tage Alleinzeit sehr genoss. Unglaublich, dass seitdem schon wieder ein Jahr vergangen ist. (Just in dem Moment, da ich diese Zeilen schreibe, schickt mein Bruder Bilder aus Büsum, wo er kürzlich mit Gattin weilte.)

In einer Woche habe ich wieder Urlaub, dann bin ich in Lichtenstein / Sachsen. Das kam so: Da mein Hörvermögen mit dem Alter etwas nachlässt, vor allem bei lauten Hintergrundgeräuschen wie Restaurantraunen, was Tischgespräche erschwert, lag mir der Liebste seit geraumer Zeit in den Ohren, etwas dagegen zu tun. Daher begab ich mich, wie berichtet, zu einem örtlichen Akustiker, wo mir nach einem Hörtest Hörgeräte zur Probe mitgegeben wurden, die ich über den Urlaub in der Bretagne testete. Mit dem Ergebnis war ich nicht sonderlich zufrieden, deshalb gab ich sie nach dem Urlaub zurück.

Nun ergab es sich, dass eine Freundin der Mutter des Geliebten Akustikermeisterin ist. Während eines Besuchs in Bonn vermaß sie meine Lauschfähigkeiten (verfluchte sei das Synonymgebot) erneut und händigte mir andere, bessere Geräte zur Probe aus. Die trage ich seitdem vor allem dann, wenn zwischenmenschliche Kommunikation zu erwarten ist, also nahezu täglich.

Nachdem auch ein HNO-Arzt ein Hörhilfenerfordernis bestätigt hat, erhalte ich in der kommenden Woche die Hörsysteme. Leider ist die Akustikerin in Lichtenstein ansässig, was die Reise erklärt. Um den vergnüglichen Aspekt nicht zu vernachlässigen, verbinde ich das mit ein paar Tagen Urlaub, es soll dort ganz schön sein.

Leider ist die Reise mit Reisen verbunden, wie (für mich) üblich mit der Bahn. Wie mir selbige schon vor Wochen mitgeteilt hat, ist die Zugbindung für die geplante Hinfahrt aufgehoben, weil sich Änderungen ergeben haben. Diese betreffen vor allem die Strecke ab Gera, wo Schienenersatzverkehr stattfindet. Es könnte abenteuerlich werden.

Ansonsten hat der liebe Nachbar unter uns heute Geburtstag. Vielmehr hätte, wenn er nicht vor zwei Jahren gestorben wäre. Einer der Kontakte in meinem Verzeichnis, die zu löschen ich nicht übers Herz bringe.

Abgesehen davon, dass er auf dem Fuß- statt Radweg fährt: Für mich die lächerlichste Art der Fortbewegung auf zwei Rädern

Mittwoch: Mittwoch (und Sonntag) ist Rasiertag. Während einer sechsköpfigen Teams-Besprechung mit annen Kameras stellte ich fest, der einzige Teilnehmer ohne Gesichtsbehaarung zu sein. Nicht weiter bedeutsam, es fiel mir nur auf.

Auch heute war es noch sommerlich warm. Morgen dann nicht mehr, es soll den ganzen Tag regnen, wir brauchen den Regen ja. Morgen habe ich frei.

Donnerstag: Der angekündigte Regen fiel zuverlässig und ausdauernd, somit fiel die inseltagsübliche Wanderung ins Wasser. Stattdessen frühstückte ich nach Ausschlafen auswärts im Kaufhof-Restaurant, wo ich mich zeitig einfand, ehe die Rentner alle Fensterplätze belegten, wobei von meinem Platz aus nicht mehr zu sehen war als eine umbaute Dachbegrünung. Im Übrigen verbrachte ich den Tag mit der Erledigung einiger Dinge von öffentlichem Desinteresse, weshalb sie hier nicht näher dargelegt sein sollen.

Restaurantfensterblick mit Grün und Plastikraben

Freitag: Der Tag begann mit Nebel. Kann es sein, dass es früher öfter nebelte als heute, so wie früher, also ganz viel früher, im Winter mehr Schnee lag? Wie dem auch sei, ich mag Nebel, wenn ich darin nicht gerade ein Kraftfahrzeug lenken muss. Das mag ich ohnehin nicht, auch ohne Nebel.

Der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub endete für einen Freitag recht spät, indes mit dem guten Gefühl, alle wesentlichen Gewerke erledigt zu haben. Also nicht erledigt im Sinne von vollendet, immerhin in einen Zustand versetzt, der meine einwöchige Abwesenheit guten Gewissens ermöglicht.

Bürofensterblick, morgens

Samstag: Heute ist Tag der Deutschen Einheit, vor sechsunddreißig Jahren endete die Existenz der DDR, ist es denn zu fassen, wie lange das schon wieder her ist. Nicht wenige Menschen beiderseits der damaligen Demarkationsgrenze (so hieß das damals im Diercke-Schulatlas, wenn ich mich recht erinnere) bedauern das. Ich selbst zähle ausdrücklich und aus voller Überzeugung nicht dazu, freue mich vielmehr über die Selbstverständlichkeit, mit der ich übermorgen nach Sachsen reisen kann. Von all den Bekanntschaften mit Menschen, die oben Genannte gerne despektierlich als Ossis bezeichnen, möchte ich keine einzige missen. Und dass uns in diesem und dem nächsten Jahr ein arbeitsfreier Tag entgeht, jedenfalls denjenigen, die das Privileg der Fünftagewoche begünstigt, weil der Feiertag auf das Wochenende fällt, dafür kann nun wirklich niemand etwas, weder in West noch Ost. Nicht einmal Friedrich Merz.

An jenem 3. Oktober 1990 war ich auf Wangerooge, wo ich mit einem Freund ein paar Tage verbrachte, unter anderem um die Inselbahn zu fotografieren. Deren Lokomotiven waren zur Feier des Tages mit Deutschlandfähnchen geschmückt, irgendwo müsste ich davon noch ein Bild haben, Moment … hier:

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Apropos Arbeit: Frau Kaltmamsell teilt meine tiefe Abneigung gegen Heimbüro:

Doch auch diesmal behagte mir das Arbeiten daheim überhaupt nicht. Dieses Einsickern von Arbeitsthemen, -sorgen, -mühen in mein heimisches Refugium und Rückzugsgebiet fühlt sich nach Vergiftung an.

Sonntag: Vergangene Nacht schlief ich schlecht. Für diese Erkenntnis benötige keine kluge Armbanduhr und keine App, die das für mich messen. Mehrfach wachte ich auf und lag längere Zeit wach. Als Ursache vermute ich eine akute Vorreisenervosität, die mit zunehmendem Alter immer heftiger wird. Eine gewisse Skepsis ist durchaus angebracht, die geplante Reise sieht fünfmaliges Umsteigen mit Schienenersatzverkehr vor, ich muss also innerhalb der teils kurzen Umsteigezeiten nicht nur das Gleis wechseln, sondern auch die Abfahrtstelle der Busse finden.

Andererseits muss ich das Ziel nicht zu einem bestimmten Termin erreichen, nur sollte ich bis 19 Uhr am Hotel sein, was auch bei großzügiger Verspätungskalkulation zu schaffen sein sollte, planmäßig soll ich gegen 15 Uhr ankommen. „Man weiß nie …“, raunt mein innerer Skeptiker. Anstatt mich also auf ein paar Tage Urlaub zu freuen, fühle ich mich, als stünde morgen eine wichtige Prüfung oder eine Operation an. Immerhin ist dadurch das Thema für den morgigen Blogeintrag bereits gesetzt.

Gesetzt ist auch jeden Sonntag der Spaziergang:

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Hätte ich Nachkommen und lebte ich dann noch, würde ich mich auch über so eine Bank freuen
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Es wird immer irrer
Balkonblick, anschließend

Im übrigen hoffe ich, Sie am 18. Oktober zu sehen, wenn ich was vorlesen darf. Weiteres hier.

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Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, kommen Sie gut durch die Woche.

17:00

Woche 39/2023: Alles ist für irgendwas gut

Montag: Der Arbeitstag lief trotz Montag und aufkommender Erkältung (nein, ich weiß nicht, ob Corona, es interessiert mich auch nicht sonderlich; wenn es schlimmer wird, gehe ich nicht arbeiten, ganz einfach) ganz zufriedenstellend. Für den Abend war zu einem kollegialen Grillen bei Wachtberg-Berkum eingeladen. Vielleicht noch euphorisiert von der erfreulichen Radtour mit dem Liebsten am Vortag hatte ich kurzfristig beschlossen, auch zum Grillen mit dem Fahrrad zu fahren. Vielleicht nicht die klügste Entscheidung bei einer aufkommenden Erkältung, zumal mir erst auf dem Weg zunehmend klar wurde, warum der Ort Wachtberg heißt und nicht etwa Wachttal oder wenigstens –ebene. Auch die Rückfahrt gestaltete sich mangels Wegekenntnis und Straßenbeleuchtung zunächst abenteuerlich trotz aktivierter Navigation im Datengerät, das in der Hosentasche vor sich hin brabbelte. Hier war es klar von Nachteil, nicht zur jungen Generation zu gehören, der es mühelos gelingt, mit Blick auf das Gerät in der Hand Fahrrad zu fahren; ich benötigte hingegen volle Aufmerksamkeit für die unbeleuchtete Strecke durch Wald und Feld, über Stock und Stein, immerhin auf dem Rückweg fast durchgängig bergab. – Morgen hat das Fahrrad Pause. Das Sitzfleisch auch.

In der Zeitung wird ein Student vorgestellt, der Dependency and Slavery Studies studiert, im dritten Mastersemester. Bin ich der einzige, der darin eine gewisse Komik sieht?

Dienstag: Am frühen Nachmittag, als sich der Frühherbst noch einmal mit Sonne und angenehmer Wärme von der besten Seite zeigte, beschloss ich, krank zu sein, meldete mich ab, fuhr mit der Bahn nach Hause und legte mich sofort ins Bett, das ich bis auf Weiteres für den einzig sinnvollen Aufenthaltsort für mich halte, derweil die Nase läuft und der Kopf in bleiernde Watte gehüllt ist.

Morgens ging es noch

Sogar Lesen wurde anstrengend, deshalb schloss ich die Augen und schlief bald ein. Nach dem Aufwachen, die Dämmerung setzte bereits ein, geriet ich in einen interessanten Zwischenzustand zwischen Schlafen und Wachen, Gedanken kamen und zogen vorbei, keine unangenehmen, wie Schiffe auf dem Rhein, manche lösten sich während des Denkens einfach auf, nach Treffer versenkt. Auch manche aufschreibenswerte Formulierung fiel mir ein, verdampfte mangels Notizwille aber wieder.

Apropos auflösen: Im SPIEGEL ein kritischer Artikel über ein Unternehmen, dass im Todesfalle die Kompostierung des Körpers anbietet, „Reerdigung“ nennen sie das. Ein Kritikpunkt ist, der Körper löst sich nach der vorgesehenen Zeit keineswegs vollständig auf, vor allem Knochen bleiben übrig, die anschließend geschreddert werden. Da sich das im Prospekt pietätlos liest, werden die Knochen laut Unternehmen „verfeinert“, welch wunderbare Formulierung. Andere sehen in dieser Methode eine Störung der Totenruhe, was auch immer das sein soll. Bei was soll der Tote gestört werden, wacht er womöglich gar auf?

Mittwoch: Meine größte Leistung lag heute darin, im Laden nebenan eine Flasche Milch zu kaufen für das Müsli zum Frühstück. Dazu schenkte mir die freundliche Verkäuferin eine winzige Stulle, anlässlich der Woche des Butterbrotes, wie sie sagte. Belegt war sie mit einer nicht näher zu definierenden, vermutlich veganen und durchaus wohlschmeckenden rötlichen Paste. Geschmackssinn und Appetit sind unbeeinträchtigt. Ansonsten verbrachte ich die meiste Zeit schlafend. Mehr ist für diesen Tag nicht zu vermerken. Im Übrigen bin ich ein großer Freund der These, alles ist für irgendwas gut.

Donnerstag: Da ich mich morgens weiterhin ungesund fühlte, entschloss ich mich für einen weiteren Tag im Bett. Die Nase hat sich im Laufe des Tages etwas beruhigt, Müdig- und Duseligkeit im Kopf haben sich gelegt. Morgen versuche ich es wieder mit Werktätigkeit.

Freitag: Der erste Arbeitstag nach dreitägigem Siechen verlief zufriedenstellend, ich habe während der Abwesenheit nichts wesentliches verpasst. Die Nase schnupft noch etwas nach, was will man erwarten; mit der Rückkehr zum gewohnten Stofftaschentuch warte ich noch ein paar Tage.

Im Anschluss hatte ich einen Beratungstermin bei Fielmann, auf Drängen des Liebsten. Nicht wegen Sehnot: Schon lange habe ich immer wieder Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen, wenn Hintergrundgeräusche wie Livemusik oder Restaurantraunen stören, was ich oft, wie mehrfach beschrieben, eher als Vor- denn als Nachteil empfinde, etwa in der Bahn oder der Kantine. Nicht so schön, wenn wir zu zweit oder dritt in der Gaststätte sitzen und jeder zweite Satz wiederholt werden muss, deshalb der Termin. Der freundliche junge Hörexperte schaute mir in die Ohren, erkannte rechts einen engen Gehörgang, ansonsten alles bestens. Danach durfte ich einen Kopfhörer aufsetzen (für Rheinländer: anziehen) und per Knopfdruck die Wahrnehmung verschieden hoher Töne bestätigen. Schließlich musste ich aus Zimmerlautsprechern gesprochene einsilbige Wörter wiederholen, für einen Ostwestfalen, gleichsam Experte der Einsilbigkeit, kein Problem. Nur einmal hörte ich falsch, „Reis“ statt „Preis“, was aber fast allen passiert, so der Hörmann. (Er hieß übrigens Brausen, was ich für seinen Beruf sehr passend finde.)

Ergebnis: Ein paar altersgerechte Schwächen bei hohen Frequenzen sind erkennbar, jedoch insgesamt weit entfernt von der Notwendigkeit einer Hörhilfe. Vielleicht sollten sich auch einfach meine Gesprächspartner etwas mehr Mühe beim Sprechen geben. Abends in der Gastronomie verstand ich meine Lieben trotz erheblichem Brauhausbrausen im Saal übrigens recht gut. Es geht doch.

Da für morgen ein Besuch der Mutter in Bielefeld ansteht, machte ich abends, als verantwortungsvoller Sohn ohne kurzfristige Erbabsichten, in Anbetracht der ausklingenden Erkältung doch noch einen Coronatest, ebenfalls mit zufriedenstellendem Ergebnis.

Samstag: Wegen des Mutterbesuchs verließ ich Bett und Haus zu samstäglicher Unzeit, das war nicht schlimm, ich hatte an den Tagen zuvor ausreichend geschlafen.

Die Reise nach Bielefeld erfolgte mit dem Bahn-Nahverkehr, wozu leistet man sich ein zum Deutschlandticket gewandeltes Jobticket und fährt dann doch meistens mit dem Rad oder geht zu Fuß ins Werk, nicht wahr. Ein Blick in die Bahn-App beim Morgenkaffee ließ eine interessante Reise erwarten: fast alle Verbindungen verspätet oder ausgefallen, auch die von mir vorgesehene. Eine andere, wenige Minuten früher, war noch grün, die sollte es sein, ebenfalls mit zweimal umsteigen.

Positiv: Die erste Bahn bis Wuppertal war pünktlich, die zweite bis Hamm verspätet, allerdings wartete die dritte bis Bielefeld in Hamm auf die zweite. Und bis Hamm hatte ich durchgehend einen Sitzplatz, sogar am Fenster. Andere, sehr viele andere nicht. So komme ich zu

Negativ: Es ist mir ein Rätsel, warum man als Betreiber (National Express und Eurobahn) oder Besteller, ich weiß nicht, wer schuld ist, zu Beginn der Herbstferien (das hatte ich bei Planung der Reise nicht bedacht, gebe ich zu) auf einer solchen Strecke nur einteilige Triebzüge einsetzt. Die Fahrgäste quetschten sich in den Gängen wie Pinguine im Schneesturm. Ab Hamm stand auch ich im Gang, immerhin nicht ganz so gequetscht, ab Rheda-Wiedenbrück setzte ich mich, wie andere auch, in die erste Klasse. Ich wäre bereit gewesen, den Mehrpreis zu entrichten, fand in der Bahn-App aber keine Möglichkeit dazu. Dann eben nicht.

Wieder positiv: Für die Rückfahrt entschied ich mich daher für die gute alte Deutsche Bahn und ihren ICE. Hier muss und möchte ich die Vielgescholtene ausdrücklich loben: Der Zug fuhr in Bielefeld pünktlich mit reichlich freien Sitzplätzen ab und erreichte (nach bemerkenswertem Fahrtverlauf: Hagen und Wuppertal wurden einfach durchfahren, dafür Halt in Solingen) pünktlich Köln, wo diese Zeilen getippt wurden voller Hoffnung, auch das letzte Stück ohne nennenswerte Verspätung zu schaffen. – Nachtrag: Im Sinne des Fahrplans kam der Zug nicht pünktlich in Bonn an, vielmehr eine Viertelstunde zu früh. Das erlebt man auch nicht oft.

Gelesen auf einem Werbeplakat in Köln: »Dyson macht unsichtbaren Staub sichtbar«. Meine Erwartung an einen Staubsauger, zumal einen hochpreisigen, wäre genau das Gegenteil.

Gehört auf der Hinfahrt in der überfüllten Eurobahn nach Hamm, eine ältere Dame zu ihrem Begleiter: „Wir sind eine Rucksackgesellschaft geworden.“ Womit sie zweifellos recht hat.

Sonntag: Nach Krankheit und Ostwestfalenbesuch endlich wieder ein Sonntag mit gewohntem Ablauf: Ausschlafen, Frühstück mit den Lieben, Sonntagszeitung, Spaziergang. Während der Dreimonatskalender im Büro auf dem unteren Blatt bereits November anzeigt, ist es weiterhin irritierend sommerlich. So fanden Frühstück und Zeitungslektüre, mit Wespenbesuch, auf dem Balkon statt, und der morgens gewählte Pullover erwies sich beim Spaziergang als zu warm. Außerdem hat der Lieblingsbiergarten am Rhein noch immer geöffnet, und wo ich da schon mal zufällig vorbeikam – Sie wissen schon. Alles ist für irgendwas gut.

Alle Bötchen sind schon da

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Kommen Sie gut durch die Woche.