Woche 51/2022: Wer jetzt nicht viel zu tun hat, fängt auch nichts Neues mehr an

Montag: Wie angekündigt kam zur Nacht der Regen, mit ihm zunächst Eisglätte auf Straßen und Wegen, aber auch ein Nachlassen der Kälte der letzten Tage. Als ich morgens aufbrach, war es auf den Gehwegen noch immer glatt, doch nicht so sehr wie befürchtet. Daher kam ich ungestürzt mit nur geringer Verspätung im Werk an, letztere verursacht durch die inzwischen verlässliche Unzuverlässigkeit der Stadtbahn, deren Nutzung mir heute dennoch sicherer schien als Fahrrad oder Fuß. Da mich in der letzten Arbeitswoche des Jahres nichts mehr drängt und das Gleitzeitkonto gut gefüllt ist, beklage ich das nicht. Zur Verkürzung der Wartezeit an der Haltestelle erfreuten die Stadtwerke ihre Kunden mit einem Rätsel: Am unteren Rand der elektronischen Fahrplananzeige über dem Bahnsteig lief ein Schriftzug: »… Es wird noch einige Zeit zu Verzögerungen kommen. dem Betriebshof zu ihren Einsatzpunkten. Es wird noch einige Zeit …« und so weiter. Erst später fiel mir darüber der feste Text »Die Busse fahren nun aus« auf, und es dauerte noch eine weitere Weile, bis ich verstand.

Bei Ankunft im Büro zeigte das Schreibtischthermometer fünfzehn Grad an, was mich zu einer Störungsmeldung an den Hausservice veranlasste. Mal sehen, ob es was bewirkt außer einem stimmlos geflüsterten „Heul doch“ des Servicemitarbeiters bei Empfang meiner Nachricht.

Später zählte ich während einer halbstündigen Besprechung, wie oft „tatsächlich“ gesagt wurde und kam am Ende tatsächlich auf sechzehn.

Dienstag: Vom Eise befreit sind Straßen und Wege. Während des Fußweges ins Werk umspielte den Gehenden nahezu milde Luft, morgens sang im Werkshof eine Amsel. Das Thermometer auf dem Schreibtisch zeigte erst sechzehn, später achtzehn Grad an, höher kam es heute nicht. Bis Feierabend keine Reaktion vom Hausservice. Vielleicht kommt der Frühling ja früher.

Erster Termin des Tages war eine Teams-Besprechung der IT, die kurz nach Beginn ein wenig ins Emotionale abglitt. Es fielen Begriffe wie „komische Notion“, „tendenziöse Scheiße“, auch der beliebte Satz „Es geht hier doch gar nicht um Fingerpointing“ (Doch, genau darum ging es); gegen Ende dann folgende wunderschöne Aussage einer Führungskraft: „Das ist nicht mit der Weisheit letztem Löffelchen aufgefressen.“ Als weitgehend Unbeteiligter empfand ich es als äußerst unterhaltsam, lachte mehrfach (bei stummem Mikrofon und blinder Kamera) und bedanke mich ausdrücklich für die Einladung. Für Januar ist ein Follow Up vorgesehen, darauf freue ich mich sehr.

Der Geliebte ist erkältet. Wirklich nur ganz kurzzeitig erwachte in mir der böse Gedanke, was wäre, wenn es schlimmer wird, wir uns anstecken, gegen Ende der Woche womöglich gar der Corona-Selbsttest ausschlägt und wir deswegen über Weihnachten leider nicht nach Ostwestfalen … nur so ein böser Gedanke.

Mittwoch: In einer Kolumne zum Thema Weihnachtsfrieden im Kreise der Lieben ist die Empfehlung einer Familienberaterin zu lesen, es könnte helfen, andere Personen wie eine andere Tierart zu betrachten, hierdurch gerate man „in eine neugierige Beobachterhaltung“, die im besten Falle dazu führe, der anderen Verhaltensweisen nachvollziehen zu können. Ich finde das eine wunderbare Sichtweise, nicht nur zur Weihnachtszeit. Fußgänger auf dem Radweg? Mobiltelefonierer in der Bahn? Gehkaffeetrinker? Ist halt artspezifisch. Wer wollte es einer Möwe persönlich verübeln, wenn sie ihm auf den Kopf kotet? Sie kann halt nicht anders.

Sie können auch nicht anders. (General-Anzeiger Bonn)

Reinhard Mey wird heute achtzig, wozu ich ihm herzlich gratuliere, auch wenn er es hier vermutlich nicht liest; sollten Sie ihn zufällig oder auch absichtlich treffen, richten Sie ihm bitte meine Glückwünsche aus. Kein Medienartikel darüber kommt ohne das Wort „Liedermacher“ als Berufsbezeichnung für ihn aus, was ein wenig an ein Kind erinnert, das im Sandkasten sitzt und mit seinen Förmchen Kuchen backt. (Tun Kinder das noch, oder ist das inzwischen aus Gründen der Hygiene, Diskriminierung oder kultureller Aneignung verpönt?) Während zumeist „Über den Wolken“ und „Gute Nacht, Freunde“ als seine bekanntesten Lieder genannt werden, verweise ich auf „Es gibt keine Maikäfer mehr“. Das mochte ich besonders.

»Was sind deine fünf Lieblingsartikel im Lebensmittelgeschäft?« lautet heute die Frage des Tages bei WordPress. Das ist schnell beantwortet: Nougat-Marzipan-Baumstämme. Nur noch wenige Tage erhältlich, danach bis Ostern aus nicht nachvollziehbaren Gründen leider nicht mehr. Deshalb gerne auch mehr als fünf.

Donnerstag: Der Arbeitstag war angenehm kurz. Wer jetzt nicht viel zu tun hat, fängt auch nichts Neues mehr an.

Den gestern beschriebenen Rat mit der anderen Tierart wendete ich gleich heute an, als ich auf dem Rückweg vom Werk auf dem Weihnachtsmarkt an einem Warmgetränk labte. Eindeutig einer anderen Spezies zugehörig war jener Jugendliche in Hörweite, der seinen Artgenossen in arttypischem, mit zahlreichen Sch-Lauten durchsetztem Rapper-Idioten-Slang mitteilte, seine Mutter habe ihm aufgetragen, um achtzehn Uhr zu Hause zu sein. Das war fast so drollig wie balgende Babyschildkröten. Gedanke: Was, wenn ich derjenige bin, der einer anderen Art angehört, der einzige, letzte? Da ich keine Vermehrungsabsichten in mir trage, wäre das auch in Ordnung.

So sehr sie auch alle „Last Christmas“ schmähen – viel schlimmer finde ich „Feliz Navidad“.

„Jetzt werden die Tage wieder länger“ ist vielfach zu hören und lesen. Bezichtigen Sie mich gerne der Klugschei Besserwisserei, jedenfalls werden die Tage keineswegs länger. Dem Himmel sei Dank, möchte ich hinzufügen.

Abends begleitete ich den Geliebten in ein Brillengeschäft. Während die freundliche junge Dame die Auftragsdaten aufnahm, hier maß, dort peilte, sah ich auf das Namensschild an ihrem Pullover, das sie als „Augenoptikerin“ auswies und mich zu der unausgesprochenen Frage veranlasste, welche Arten von Optikern es sonst noch gibt.

Geht doch.

Freitag: Da ab Mittag Regen angekündigt war, fuhr ich nicht mit dem Fahrrad ins Werk, sondern ging bei leichtem Niesel zu Fuß. Nur wenige Menschen sah ich auf dem Weg, anscheinend sind schon viele im Weihnachtsurlaub. Kurz vor Ankunft fragte ich mich, warum ich nicht ebenfalls bereits heute frei genommen hatte. Wichtige Aufgaben standen nicht mehr an, das Gleitzeitkonto war ausreichend gefüllt. Zu spät.

Auch im Mutterhaus augenscheinlich nur wenig Tätigkeit

Da zum Zeitpunkt des erfreulich frühen Feierabends (oder eher: Feiermittags) verlässlich der angekündigte Regen fiel, fuhr ich mit der Bahn nach Hause. Darin erlebte ich eine weitere interessante Spezies: Eine ältere Frau saß alleine in einer Vierersitzgruppe zum Gang hin, den Fensterplatz neben sich belegt mit Rucksack und Regenschirm, am Haken über dem freien Fensterplatz gegenüber hing ein Mantel. Die Dame selbst hatte raumeinnehmend die Beine übereinander geschlagen, somit schaffte sie es, vier Sitzplätze in Beschlag zu nehmen. Damit war sie bei mir richtig. Gegen den Fuß des überschlagenen Beines stoßend setzte ich mich ohne Entschuldigungsgesuch auf den Fensterplatz unter dem Mantel, was mit einen missbilligen Blick der Besitzerin quittiert wurde, zumal die Berührung des Mantels mit meinem Kopfe nicht zu vermeiden und dies zu vermeiden auch nicht von mir beabsichtigt war. Kurz vor Erreichen der Haltestelle Hauptbahnhof, wo ich auszusteigen beabsichtigte, fragte sie, ob sie an ihren Mantel dürfe, sie wollte hier also auch raus. Erst nachdem ich mich vom Platz erhoben hatte, die Dame hinter mir, bemerkte ich, dass die nächste Wagentür sich wegen einer Störung nicht öffnete, so ging ich weiter bis zur nächsten. Da diese bereits geöffnet war und durch sie Leute den Wagen betraten, kam ich nur langsam voran. Das wiederum veranlasste die Dame hinter mir, gegen meinen Rücken zu drücken. Auf meinen mit der Situation angemessener Freundlichkeit vorgetragenen Hinweis, es ginge nicht schneller, wenn sie mich anzuschieben versuche, antwortete sie: Doch, doch. Auf eine weitere Erörterung verzichtete ich.

Samstag: Wie in der Zeitung zu lesen war, wird das Weihnachtsfest im häuslich-privaten Familienkreis mit Geschenken erst seit Anfang des neunzehnten Jahrhunderts in dieser Form begangen, nachdem ein gewisser Friedrich Schleiermacher es so in einem Buch beschrieben hatte. Zuvor ging man nur zum Mitternachts-Gottesdienst uns saß anschließend betrunken im Wirtshaus. – Noch drei Tage. (Bitte denken Sie sich hier ein tiefes Seufzen.)

Ins Wirtshaus ging ich mittags auch, zu einem vorweihnachtlichen Umtrunk mit lieben Nachbarn. Die Idee, dort bei Eifeler Landbier sitzen zu bleiben bis Weihnachten vorbei ist, war verlockend, indes nicht zu verwirklichen a) wegen familiärer Verpflichtungen und b) weil um vierzehn Uhr geschlossen wurde. Immer wieder faszinierend: Der Weihnachtsmarkt, bis gestern Abend noch gut besucht, war bis auf ein paar Tannenzweige vollständig verschwunden, als wäre nichts gewesen.

»Der Mensch bleibt in sich gefangen. Gerade zu Weihnachten« schreibt Kurt Kister in seiner Wochenkolumne.

Sonntag: Aufgrund vorgenannter Pflichten finde ich hier heute nur wenig Gelegenheit zur Niederschrift. Gegebenenfalls Berichtenswertes wird kommende Woche nachgereicht, ich bitte um Verständnis. Jedenfalls: Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich schöne Weihnachten, wie auch immer Sie dazu stehen!

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Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche, einen frohen Weihnachtsrest und einen guten Start in ein hoffentlich erfreulicheres Jahr.

Woche 48/2021: Wer es sich leisten kann

Montag: Die sogenannte Ampelkoalition plant ein Werbeverbot für Süßigkeiten, insbesondere sollen Kinder und Jugendliche nicht in süße Versuchung geführt werden. Dazu eine bekannte Bonner Naschwerkmanufaktur gegenüber dem General-Anzeiger: »So richten wir Werbung nicht an Kinder beziehungsweise Jugendliche unter 14 Jahren. […] Wir richten unsere Werbebotschaften immer an Erwachsene, die für den Lebensmitteleinkauf in einem Haushalt verantwortlich sind. Das gilt sowohl für die inhaltliche Gestaltung als auch für die Auswahl der Marketing- und Werbekanäle.« Dann ist es ja gut.

Dienstag: Eine Radiomeldung ließ mich bereits am frühen Morgen grinsen, was nur selten vorkommt. In Nordengland waren Pub-Besucher wegen eines Schneesturms drei Tage lang in der Gaststätte eingeschlossen. Sie überbrückten die Zeit mit Karaoke und Brettspielen. Ob sie dabei auch grinsten, wurde nicht gemeldet, es ist nicht ganz auszuschließen.

Laut Entscheidung des Bundesgerichtshofs hat die Witwe von Helmut Kohl keinen Anspruch auf die Millionen-Entschädigung, die ihr verblichener Gatte wegen unautorisierter Veröffentlichung seiner Memoiren erstritten hatte. Dazu der Anwalt der Dame: „Wir werden unserer Mandantin raten, dem Bundesverfassungsgericht die Gelegenheit zu geben, über diese Rechtsprechung seinerseits nochmals nachzudenken.“ Das wird die Richter sicher freuen.

Der Jahresrückblick des SPIEGEL lag im Briefkasten. Ist das nicht ein bisschen früh? Gerade in diesem Jahr kommt das Interessanteste vielleicht erst noch.

Mittwoch: Im Angebot der Kantine heute was vom Bruderkalb (also vom Neffen / der Nichte?) und was mit Gurkenwasserschaum. Habe mich für die Bratwurst mit Senf-Spitzkohl entschieden. Demnächst vielleicht was mit Rollmopswassersorbet. Oder Mäusegulasch.

Donnerstag: Morgens auf dem Weg ins Werk hörte ich auf dem Friedensplatz, wo die Weihnachtsmarktbuden noch verschlossen waren und die Maskenpflicht erst zweieinhalb Stunden später erwachte, eine Amsel singen, wie im Frühling. Vielleicht kommen auch die Singvögel so langsam durcheinander.

Der Kollege fragte per Mail einen größeren Verteiler, ob jemand Themen für die regelmäßige Rundmail an die Niederlassungen hätte, die jeden Freitag versandt wird; „Leermeldung nicht erforderlich“, so endete die Nachricht. Das Wort „Leermeldung“ mag ich, wobei ich nicht genau weiß, ob es in diesem Zusammenhang allgemein gebräuchlich oder Teil unseres eigenen Unternehmensjargons ist; egal, gemeint war: Wer nicht zu melden hat, möge schweigen (DAS sollte allgemein gelten, die Welt wäre zweifellos besser). Immerhin zwei Kollegen gaben dennoch eine nicht erforderliche Leermeldung ab, selbstverständlich an alle, auf dass ein jeder was zu löschen hatte.

Am liebsten lösche ich ja Durst. Weniger zu diesem Zweck, mehr wegen des Genussempfindens gönnte ich mir auf dem Rückweg vom Werk im nahezu menschenleeren Ausschank am Rhein zum zweiten Mal (siehe vorletzte Woche) einen Glühwein mit genussverstärkendem Amarettozusatz. Ab nächsten Donnerstag kann man das dann wohl Tradition nennen.

Freitag:In a nutshell geht es darum …“ schrieb einer in der Mail. Ein anderer sagte in der Besprechung, er habe nur mal laut ausgespeichert. Als dann auch noch eine „Das ist wie beim Fußball“ sagte, war es mit meiner Zuhörbereitschaft endgültig vorbei. Endlich Wochenende.

Auch meine Lesebereitschaft ist nicht grenzenlos. Das Buch »Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand« stand lange auf diversen Bestseller-Listen (einer der wenigen Anglizismen, die ich mangels Alternative vorbehaltlos akzeptiere). Deshalb nahm ich es mit, als ich es neulich im öffentlichen Bücherschrank vorfand. Nach 115 Seiten stelle ich fest: Die Geschichte spricht mich nicht an, außerdem zu viele Figuren, Orte und Zeitsprünge; es schmälert mir den Lesegenuss, wenn ich immer wieder zurückblättern muss, um nachzuvollziehen, wer das jetzt nochmal war, und das über mehr als vierhundert Seiten. Es geht wieder zurück in den Schrank. Es sei denn, Sie möchten es gerne haben, dann schreiben Sie mir eine kurze Nachricht.

Samstag: Auch in diesem Jahr wird es zu Silvester keine Knallerei und Feuerwerk geben, wurde beschlossen. Das ist wirklich schlimm für die Hersteller dieses Zeugs und für die Arbeitsplätze, die daran hängen. Aber eben auch nur für die.

Gegen Mittag suchte ich die Fußgängerzone auf, unter anderem um völlig überteuerte Minen (oder Mienen? Nein, Minen ist richtig, habe es nachgeschlagen) für meinen Kugelschreiber einer Schweizer Edelmarke zu kaufen, den ich mir vor zehn Jahren in einem unerfindlichen Anflug von Luxussucht gönnte, und den ich fast ausschließlich im Werk gebrauche. Da es dort im digitalen Zeitalter nur noch wenig mit der Hand zu schreiben gibt, hält so eine Mine sehr lange, was den hohen Preis über die Jahre etwas relativiert. Somit kein Grund zu getrübter Miene, jedenfalls nicht deswegen.

Während der Besorgung sah ich insgesamt drei junge Männer, die in kurzen Hosen durch die Stadt liefen. Warum auch nicht, wer es sich leisten kann … Ein Zusammenhang zum am Donnerstag gehörten Amselgesang erscheint eher unwahrscheinlich, aber wer weiß.

Sonntag: Eine Ankündigung am späteren Vorabend hüllte den heutigen Tag in eine diffuse Traurigkeit, die, je nach Entwicklung der Dinge, länger andauern könnte. Mehr darüber werden Sie hier nicht zu lesen bekommen, weder heute noch in Zukunft, versprochen.

Mit dem Virus hat die Sache übrigens nichts zu tun, jedenfalls nicht unmittelbar. Mittelbar hat ja inzwischen so ziemlich alles irgendwie damit zu tun, und mein Optimismus, das könnte sich irgendwann wieder ändern, schrumpft täglich.

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Ihnen eine angenehme neue Woche!

Woche 50:Explodierende Kraftwagen sind unerwünscht

Montag: 7 Uhr, die Woche zieht sich. – Beim Verlassen des Hauses singt eine Amsel, als habe sie sich im Kalender vertan. – Für den Rest des Tages singt mein Ohrwurm Happy Xmas (War is over); das ist nicht zu beklagen und allemal besser als Last Christmas oder Die Weihnachtsbäckerei.

Dienstag: Ein Besuch im Modellbahnfachgeschäft meines Vertrauens freut das Herz und erleichtert das Bankkonto.

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Mittwoch: In einer Besprechung hörte ich eine mir neue Businesskasperfloskel: „Wir können das nicht mitgehen.“ Das? Was? Egal, kommt demnächst auf die Liste.

Donnerstag: Ein zwischendurch eingeschobener Resturlaubsabbautag ohne besondere Verpflichtungen schenkt mir Zeit, den Beststeller voranzubringen.

Freitag: Wir haben Mitte Dezember, und noch immer hörte ich nicht Last Christmas im Radio.

Samstag: Ausflug nach Metz. Auf der Hinfahrt überholten wir einen PKW mit Anhänger, an dem ein Schild angebracht war mit der Aufschrift „Artgerechter Lebendviehtransport“. Da der Anhänger weder über Fenster noch erkennbare Lüftungsöffnungen verfügte, frage ich mich, welche Art von Vieh dort artgerecht transportiert wurde: Maulwürfe? Grottenolme? – Ansonsten sind in Metz explodierende Kraftwagen unerwünscht:

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Sonntag: Manchmal mag ich diese trüben Wintertage sehr.

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