Vom tun und lassen lassen

Im Urlaub kann man tun und lassen, was man will. Also natürlich nicht alles, aber immerhin doch etwas mehr als im Dasein alltäglicher Drangsal. So stieße es beispielsweise auch zu arbeitsfreien Zeiten verständlicherweise auf mitmenschliche Irritation, setzte ich mich nackt ins Straßencafé, Gedichte von Eugen Roth zitierend, wohingegen niemand Anstoß daran nähme, starrte ich von morgens bis abends die gegenüberliegende Wand an, schweigend.

Für mich ist vor allem die Möglichkeit des Lassens ein wesentlicher Faktor der Urlaubsfreude. So verzichte ich sowohl auf die Rasur als auch die gelunterstützte Frisurfindung morgens, auch muss ich nicht täglich ein frisches Oberhemd anziehen. Dennoch fühle ich mich nicht verwahrlost. Drei- bis Mehrtagesbärte sind ohnehin wieder im Kommen, auch kann man ein Hemd durchaus drei und mehr Tage nacheinander tragen, ohne dass es allzu streng riecht, eine ansonsten einigermaßen reinliche Lebensführung vorausgesetzt; bei Unterwäsche rate ich hingegen davon ab, es sei denn, Sie möchten wirklich mal ganz Ihre Ruhe haben fernab jeglicher zwischenmenschlicher Interaktion.

Ja, der Mensch sollte mehr Mut zum Lassen haben. Merke: Man kann das eine lassen, ohne das andere zu tun.

2 Gedanken zu “Vom tun und lassen lassen

  1. >setzte ich mich nackt ins Straßencafé, Gedichte von
    >Eugen Roth zitierend

    Stimmt, von diesem Experiment würde ich auch dringend abraten.
    Zum einen ist es durchaus fraglich, ob du in diesem Zustand überhaupt bis ins Café kämest bzw. nicht schon auf dem Weg dahin von der Polizei abgefischt würdest.
    Zum zweiten wirst du an solch einer Aktion eh keinen Spaß haben, es sei denn, du bist ein Hardcore-Exhibitionist oder bis an die Harwurzel mit irgendwelchen dubiosen Drogen zugedröhnt. Wird die Luft doch so langsam kühler. Und Beton/Asphalt unter den nackten Fußsohlen sind zu allen Jahreszeiten unangenehm.

    >wohingegen niemand Anstoß daran nähme, starrte ich
    >von morgens bis abends die gegenüberliegende Wand
    >an, schweigend

    Wobei ich allerdings mal stark vermuten würde, dass irgendwann dein Liebster bissl unruhig werden würde.
    In dieser Hinsicht ist man als Single durchaus im Vorteil.

    Gefällt mir

  2. Ich glaube, wenn ich ein Mann wäre, würde ich doch glatt diese Ratschläge befolgen. Nun als Frau möchte ich auf sinnliche englische Unterwäsche hinweisen. Gucke mal in www,woodburnmaria.blog.de ‚rein.

    LG

    Maria 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s