Unterwegs

Ein wesentliches Merkmal der menschlichen Spezies ist die Unruhe, nicht nur in akustischer Hinsicht, was sich besonders unangenehm in Form von Mobiltelefontönen, unentrinnbarem Geschwätz, Jan Delay oder Laubbläsern äußert, sondern insbesondere auch unter örtlichen Gesichtspunkten (also Gesichtspunkte im Sinne von Aspekten, und nicht etwa hässlichen, die Physiognomie verunstaltenden Pickeln); wer rastet, rostet, lautet das altbekannte Sprichwort, oder mit zeitgemäßen Worten: wir sind ständig unterwegs.

Unterwegs.

Früher war man unterwegs, wenn man sich zu Fuß, zu Pferd, mit dem Auto, dem Flugzeug, notfalls auch per Bahn von Ort A nach B begab, sei es geschäftlich oder auf dem Weg in den Urlaub und – unvermeidlich – auch wieder zurück. Das ist heute zwar auch noch so, gleichwohl nur die halbe Wahrheit. Hört man den Menschen zu, so bemerkt man, heute ist man auch ohne nennenswerten Ortswechsel unterwegs: Wir sind mit dem Projekt gut unterwegs, wir gehen mittags nicht in die Kantine, weil wir zurzeit „diättechnisch“ unterwegs sind, Studenten bereiten sich nicht mehr auf die Prüfung vor, sondern sind lernmäßig unterwegs, und der Wettermann verkündet, dass morgen nur ein paar harmlose Schönwetterwolken unterwegs sind. Ganz bequem auf dem Sofa liegend sind wir bei Facebook, Twitter und Co. unterwegs, dann am Wochenende partymäßig, und wenn es gut läuft, hinterher kopulationstechnisch, geben uns also einer Tätigkeit hin, die schon aus sich heraus keine größeren Ortswechsel zulässt, es sei denn, man tut es in einer Zug- oder Flugzeugtoilette.

Gestern im Aufzug wollte jemand wissen, in welcher Abteilung ich arbeite, stattdessen fragte er, wo ich denn unterwegs sei. Meine – zugegeben grammatikalisch nicht ganz korrekte – Antwort „Im Moment nach unten“ beendete das Gespräch sehr schnell, ich nehme an, er war gerade nicht humormäßig unterwegs.

Alle sind unterwegs, ohne sich von der Stelle zu bewegen, scheinbar ziellos, niemand kommt irgendwo an, der Weg ist das Ziel. Wo wollen sie nur alle hin? Ich für meinen Teil bleibe erst mal hier und werde dieses bedauernswerte, ständig missbrauchte Wort bis auf weiteres meiden. Zudem klingt „auf der Reise“ viel schöner.

Seid doch mal still!

Wir leben in einer Welt der Geräusche: allgegenwärtiger Straßenlärm, schlafraubendes Vogelgezwitscher am frühen Morgen, dröhnende Kirchenglocken am Sonntag, nervenzerfetzender Laubbläserterror nicht nur im Herbst, Mobilgeschwätz in der Bahn und auch sonst überall. Was wir nicht mehr kennen, ist Stille.

Es beginnt bereits am frühen Morgen. Was die Singvögel nicht geschafft haben, vollendet der Wecker; missmutig schleppen wir uns ins Bad, und was machen wir als erstes: das Radio einschalten, wobei völlig egal ist, was läuft, Hauptsache es läuft, erzeugt Geräusch, alles ist besser als Stille, die wir nicht mehr ertragen.

Nach dem Bad den Fernseher einschalten, Frühstücksfernsehen, Nachrichten, Werbung, irgendwas, Hauptsache Geräusch und bunte Bilder.

Danach iPod-Kopfhörer reinstecken und raus in die laute Welt, mit Geräusch gegen Geräusch, besser selbstgewählte Musik hören als das unerträgliche Gelaber fremder Menschen morgens in der Bahn.

Die Beschallung setzt sich im Büro fort, wo – neben dem niemals versiegenden E-Mail-Eingang – Kollegen und das Telefon acht Stunden lang unsere Aufmerksamkeit beanspruchen, und nach Feierabend macht der Partner seine berechtigten Kommunikationsbedürfnisse geltend.

Noch weniger als fehlende akustische Außenreize ertragen wir geistige Stille; kaum ereilt uns ein unfreiwilliger Augenblick der Muße, im Bus oder in der Supermarktschlange beispielsweise, kramen wir das Smartphone aus der Tasche und schauen nach, was es neues gibt, auf Facebook, Twitter und im E-Mail-Eingang, irgendwas ist immer, und die Anzeige „Kein Netz“ treibt uns fast in den Wahnsinn.

Wahnsinn – das Stichwort. Sind wir wahnsinnig, oder jedenfalls auf dem besten Weg dorthin? Warum fällt es uns so schwer, einfach mal untätig irgendwo zu sitzen, ohne akustische oder virtuelle Berieselung, einfach den Gedanken ihren Lauf zu lassen? Wir müssen Stille und Untätigkeit von Grund auf neu erlernen, in kleinen Schritten, und darum lade ich Sie, liebe Leser, nun zu einer kurzen, gemeinsamen Übung ein. Bitte nehmen Sie eine bequeme Sitz- oder Liegehaltung ein, schalten Sie alle geräuscherzeugenden Geräte aus und machen Sie – nichts.

Achtung, es geht los:

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Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Zusammen oder getrennt?

Stell dir vor, du verbringst mit einem Freund, den du länger nicht gesehen hast, zwei bis drei nette Stunden in einer Kneipe, dazu ein paar Bier und eine Schweinshaxe oder eine Portion Tortellini, ihr unterhaltet euch bestens, alte Zeiten und so, alles ist gut. – Bis zu dem Moment, wo ihr genug getrunken, gegessen und gesprochen habt und gehen möchtet. Du gibst der Bedienung ein entsprechendes Zeichen, woraufhin diese mit einem riesigen Portmonee am Tisch erscheint und die Mutter der blöden Fragen stellt:

„Geht das zusammen oder getrennt?“

Schweigen. Peinliche Betretenheit. Ja, es soll getrennt gehen, nur muss und will man das nicht aussprechen – aber einer muss es ihr sagen, doch wer von euch beiden, und vor allem wie? Sie steht schweigend am Tisch und wartet. Wenn du jetzt sagst „Getrennt bitte“, schwingt gleichsam ein „Du glaubst doch wohl nicht, dass ich für dich mitbezahle“ mit, egal wie freundlich du es flötest.


Noch peinlicher jedoch ist es, wenn dein Gegenüber ein gequältes „Zusammen…“ herauspresst; während er presst, erkennst du in seinem Gesichtsausdruck dieses „Eigentlich sehe ich es überhaupt nicht ein, für dich mitzubezahlen, aber du zwingst mich ja dazu. Hättest mir ja zuvorkommen können, aber nein, hast wohl darauf spekuliert, dass ich das übernehme, warte nur, beim nächsten Mal… beim nächsten Mal? Nein, das war das letzte Mal!“


Dann heißt es schnell reagieren: das Portmonee hervorholen und „Lass nur, ich übernehme das!“ kontern, woraufhin zwischen euch ein heftiger Streit darüber entbrennt, wer denn nun tun darf, was eigentlich keiner von euch will. Die bislang gute Stimmung ist dahin, eure Freundschaft unheilbar zerrüttet.

Dann folgt der zweite Akt der Peinlichkeit: Das Bezahlen an sich. Die Bedienung nennt dir, als Sieger des vorangegangenen Streits, den Betrag, sagen wir siebenundzwanzig Euro zehn. Du möchtest ihr dreißig geben, denn das Bier war kühl und das Essen gut, der Service bis zu diesem Moment in Ordnung, sie hat es sich verdient – aber warum um alles in der Welt sollst du das für jedermann hörbar aussprechen? Du versuchst es also auf die diskrete Art; da du keine dreißig Euro passend hast, reichst du ihr einen Fünfzigeuroschein hin in der Absicht, zwanzig Euro des Rückgelds einzustecken und den Rest, vielleicht mit einem „Dankeschön“ untermalt, liegen zu lassen. Doch daraus wird nichts: sie öffnet ihr riesiges schwarzes Portmonee, kramt Minuten lang im Münzgeld herum, bis sie dich schließlich fragt:

„Zehn Cent vielleicht?“

Du hast verloren, schlimmer noch: du bist als Geizhals entlarvt. Beschämt stammelst du mit belegter Stimme: „Dreißig“.

Eine typisch deutsche Erscheinung, derselben Kategorie zugehörig wie „Draußen gibt’s nur Kännchen“. In anderen Ländern läuft das anders: Nachdem du den Wunsch zum Bezahlen kundgetan hast, vielleicht in der Landessprache, weil das einer der wenigen Sätze ist, die du beherrschst, neben „Ein Bier bitte“ und „Ziemlich dunkel hier, nicht?“, wird dir ein Tellerchen mit der Rechnung gereicht, woraufhin sich die Bedienung zunächst wieder zurück zieht. Nun habt ihr ausreichend Zeit, den ausgewiesenen Betrag unter euch aufzuteilen, jeder legt seins auf das Tellerchen, plus dem zugedachten Trinkgeld, diskret, geräuschlos, harmonieschonend.

Es macht auch nichts, wenn du nur einen großen Geldschein hast, der den geschuldeten Betrag um ein vielfaches überschreitet: den legst du auf das Tellerchen, die Bedienung wird dieses mit einem „Gracias“, „Merci“ oder einem ähnlichen Ausdruck tief empfundenen Dankes abholen, es wenig später mit dem Rückgeld darauf zurück bringen, ihr lasst zurück, was euch angemessen erscheint, ihr geht, alle sind zufrieden, die Freundschaft unzerrüttet.

Das ist alles Vergangenheit, inzwischen gehe ich wieder völlig entspannt in Kneipen. Alleine. Freunde habe ich aufgrund vorgenannter Ereignisse keine mehr. Die letzte Freundschaft zerbrach an der Frage, wer der Klofrau die Münzen auf den Teller legen darf.

(Überarbeitete Version)

Ignoriert

„Herr Doktor, keiner beachtet mich.“ – „Der nächste bitte!“ – sicher haben auch Sie gelacht über dieses Kleinod menschlicher Lachfaltenkultur, oder? – Ich nicht. Dabei bin ich nicht von Natur aus humorlos, nur ist dieser Witz kein solcher für mich, sondern bitterer Ernst: Ich werde ignoriert, immer schon, von frühester Kindheit an, von allen; selbst meine Eltern sprachen mich früher mit dem Namen des Wellensittichs an, weil sie sich meinen eigenen offenbar nicht merken konnten oder wollten, gut, das war immer noch besser, als wenn sie „he du da“ oder einfach „Dings“ zu mir gesagt hätten, und mit der Zeit gewöhnte ich mich daran, auf Hansi zu reagieren.

Im Supermarkt an der Wursttheke: Während Mutti gekochten Schinken, Kalbsleberwurst und Thüringer Mett kauft, angelt die rosige Fleischereifachverkäuferin zwischen Abwiegen und „sonst noch etwas“ eine Mortadellascheibe mit Kichergesicht-Intarsie aus der Auslage und reicht sie mit langer Gabel dem strahlenden Kind hin, das in der Kinderablage des Einkaufswagens sitzt; es stopft sie genüsslich in sein drolliges Kindermündchen und bedankt sich brav, kauend, nachdem Mutti „was sagt man?“ gemahnt hat. – Ich habe mich nie bei der Wurstwiegerin bedankt, was nicht etwa Folge einer anerzogenen Unhöflichkeit war, nein, es gab einfach keinen Anlass. Statt mich, wie alle anderen Kundenkinder, mit grinsenden Mortadellascheiben zu versorgen, blickte sie durch mich hindurch, als ob statt meiner Muttis Einkaufstasche auf dem ausklappbaren Kindersitz gethront hätte; mein Blick, der jeden bettelnden Labrador farblos erscheinen ließ, prallte an ihrem undurchdringlichen Schutzschild ab.

Supermärkte blieben eine Problemzone, bis heute, da ich selbst und ohne Muttis Beistand einkaufe. „Möchten Sie mal den französischen Côte du Rhone probieren?“, fragt der junge Mann hinter seinem Probierstand in der Weinabteilung mit einnehmenden Lächeln. Gerne würde ich, nur galt die Frage nicht mir, sondern einem gehetzt blickenden Anzugträger, der sie überhört hat und mit Blick auf seine Datenpistole (vulgo: Blackberry) in die Tiefkühlabteilung eilt. Ich verlangsame meinen Schritt, als ich mich dem Probierstand nähere, blicke den jungen Mann fest an. Der widmet sich ganz seinen Probiergläsern, wienert an ihnen herum, hält sie prüfend gegen das Licht, und öffnet eine neue Flasche. Ich bleibe direkt vor dem Stand stehen, starre abwechselnd ihn und die Weinflaschen an. Er wienert weiter.

Ich räuspere mich laut vernehmlich, er putzt seine Theke. „Verzeihung“, setze ich an, „darf ich vielleicht mal von dem…“ Er holt sein Telefon aus der Tasche und ruft jemanden an, vielleicht seine Freundin, „…ganz schön viel los heute, aber im Moment ist etwas Luft“, höre ich ihn säuseln. Ich gebe auf. Kaum habe ich den Probierstand verlassen, höre ich ihn wieder fragen: „Möchten Sie mal…“

Ein echtes Kindheitstrauma war das Mannschaften wählen im Sportunterricht: Zwei Schüler durften abwechselnd die Spieler ihrer Basketballmannschaft wählen; am Ende blieben immer der dicke Klaus P. und ich übrig. Noch heute empfinde ich eine tiefe Abscheu gegenüber allen Sportarten, bei denen ein Ball in, durch oder über ein Netz zu bringen ist.

Es ist erwiesen: Essen in einem guten Restaurant setzt Glückshormone frei, erst recht in geselliger Runde mit Freunden – nur nicht bei mir. Während sich alle anderen den kulinarischen Genüssen hingeben, den Teller fast schon leer gegessen haben, sitze ich vor einer freien Fläche und warte. „Vorzüglich, möchtest du mal probieren?“ werde ich von links gefragt. „Nein danke, ich bekomme ja gleich“, antworte ich leicht gereizt. Gleich – erst die Nachfrage beim Kellner offenbart, man hat mich vergessen. Mit halbstündiger Verspätung verzehre ich schließlich missmutig meine Schweinemedaillons mit Rotweinsoße, alle anderen sind schon bei Dessert und Kaffee angelangt.

Ich werde ignoriert – die Liste der Beispiele ließe sich nahezu endlos fortsetzen: Am Bierstand auf dem Stadtfest darbe ich stundenlang durstig, während die Menschen links und rechts neben mir zügig bedient werden; in der Dankesrede des Chefs nach erfolgreichem Abschluss des Projekts kommt mein Name nicht vor, und bei Facebook habe ich keine Freunde. Gut, sonst auch nicht. Wäre ich Filmschauspieler geworden, würde im Abspann immer genau ein Name fehlen, während die Namen sämtlicher Statisten und derer, die nach den Dreharbeiten die Klos geputzt haben, akribisch aufgelistet sind.

Aber es hat auch Vorteile: Mit unangenehmen Sonderaufträgen beauftragt mein Chef stets nur meine Kollegen; ich kann ungehemmt mit sechzig durch die Tempo-Dreißig-Zone fahren, die Blitzanlage erwischt immer nur den Wagen hinter mir; Hunde betteln nur am Nachbartisch; niemand fragt mich, ob ich eine Obdachlosenzeitung kaufen möchte, und die Jungs auf dem Bahnsteig, denen noch zwei Euro für ihre Fahrkarte nach Leverkusen-Mitte fehlen, behelligen mich nicht. Selbst Grippeviren meiden mich: Während die halbe Abteilung schnieft oder krank im Bett liegt, sitze ich bester Gesundheit im Büro und rette die Welt.

Vermutlich wird eines hoffentlich fernen Tages der Sensenmann alles um mich herum niedergemäht haben, während ich, im Alter von Johannes Heesters‘ Vater und zahnlos, auf meiner Mortadellascheibe herum lutsche. Und sollte er mich doch versehentlich erwischen, so wird auf meinem Grabstein folgende Inschrift eingemeißelt sein: „Grabstelle frei, Informationen bei der Friedhofsverwaltung unter Telefon…“

(Überarbeitet 2.4.2012)

Keiner hört zu

Die wenigsten geben es zu, die meisten tun es: den Hunger auf etwas pervers-ungesundes stillen – nein, ich meine jetzt ausnahmsweise nicht den Besuch einer zweifelhaften Lokalität mit Zutritt erst ab achtzehn – wenigstens ab und zu, wenn es keiner sieht, vielleicht in einer fremden Stadt, wo uns keiner kennt, finden wir uns wieder in der Warteschlange einer namhaften Restaurantkette, sei es die mit dem güldenen M oder ihr ebenso bekannter Marktbegleiter, der sich für den König der Burger hält. So ähnlich wie in den Achtzigern und Neunzigern, als natürlich niemand die Lindenstraße schaute (heute tut das in der Tat niemand mehr), dennoch jeder bestens informiert war über Else Kling und ihre Nachbarn.

Ich gebe es zu, bisweilen zieht es auch mich in diese Stätten kulinarischer Belanglosigkeit. Möglicherweise triebe mich der Hunger, oder was auch immer mich treibt, öfter in die eiligen Hallen, gäbe es da nicht diese eine immer wiederkehrende Unbill:

Ich: „Ein kleines Royal-TS-Menü mit Cola zum hier essen.“

Bedienung: „Welches Getränk?“

Ich: „Fanta.“

Bedienung: „Welche Soße zu den McNuggets?“

Ich: „Hollandaise bitte.“

Bedienung: „Zum Mitnehmen?“

Ich: „Ja, bitte.“

Bedienung: „Sechsneunundvierzig bitte.“

Merken Sie was? Sie hört nicht zu. Niemand hört mehr zu.

Montagmorgen im Büro. Meine Motivation, mich engagiert den geschäftlichen Obliegenheiten zu widmen, wofür ich, wenn ich meinen Arbeitsvertrag richtig verstanden habe, bezahlt werde, befindet sich noch irgendwo im mentalen Stau, der trübe Geist läuft auf Sparflamme, was liegt da näher als Zuflucht im Internet zu suchen. Gerade als ich in einen extrem spannenden Artikel über Fremdkörper in Anus und Rektum vertieft bin, bemerke ich aus dem Augenwinkel meinen Chef das Büro betreten; gerade noch kann ich auf die völlig unsinnige Excel-Datei wechseln, die ich extra zu diesem Zweck angelegt habe und die stets geöffnet ist.

„Herr Kah“, beginnt der Chef, „ich benötige bis heute zwölf Uhr…“, dann folgt eine längere Ansprache mit unschöne Wörtern aus dem Managerlatein wie Umsatzzahlen, Absatzmengen, Vorstandssitzung, Business Case, Forecast-Planung, Produktivitätskennzahlen und ähnlichen verwirrenden Begriffen; seine Brille bebt, leichte Speichelspuren werden in den Mundwinkeln sichtbar, er scheint angespannt zu sein, also eigentlich wie immer. Die Ansprache endet mit „… machen Sie mir eine Präsentation. Haben Sie verstanden?“ Damit er endlich abhaut, nicke ich stumm.

Als er zur Tür raus ist, widme ich mich wieder den gastro-intestinalen Fremdkörpern und muss spontan an meinen Kollegen gegenüber denken, der unserem Chef auch am liebsten hinten rein kriechen würde. Ach ja, Chef, da war doch was, irgendwas mit Präsentation und Zahlen und so, bis zwölf Uhr. Da ich keine Ahnung habe, was er genau will, öffne ich mehrere vorhandene Präsentationen auf meinem Rechner, suche aus jeder ein bis zwei Seiten heraus und stelle sie zu einer neuen zusammen, ein paar Überschriften ändern, neues Datum, fertig. So oder so wird er was dran auszusetzen haben.

***

Private Angelegenheiten, die hier nichts zur Sache tun, erfordern meine Anwesenheit in Offenburg, und da ich ungern Auto fahre, begebe ich mich zum Erwerb eines Fahrscheines in die zum Reisezentrum mutierte Fahrkartenausgabe des örtlichen Hauptbahnhofs. Die Wartezeit nutze ich, um über den Sinn des Lebens nachzudenken, muss diese Überlegungen jedoch ergebnislos abbrechen (vermutlich hat es keinen), da ich nach nur fünfundzwanzig Minuten an der Reihe bin und dem Billeteur meinen Wunsch vortragen darf:

Ich: „Einmal Offenburg hin und zurück bitte.“

Billeteur: „Wann möchten Sie reisen?“

Ich: „Heute…“

Billeteur (nach kurzer Recherche in seinem Computer): „Sie können mit dem IC 2223 um vierzehn Uhr dreiundvierzig fahren, einmal umsteigen in Osnabrück.“

Ich: „Ich muss über Osnabrück fahren, um nach Offenburg zu kommen?“

Billeteur: „Wieso Offenburg? Sie wollten doch nach Oldenburg!“

Ich (mit erstickter Stimme): „Nein, Offenburg, Schwarzwald…“

Billeteur: „Warum sagen Sie das nicht gleich?“

Wieder tippt er an seinem Computer herum, derweil ich es nicht wage, mich umzudrehen und in die genervten Gesichter der hinter mir wartenden zu schauen, die zu recht erbost sind über diesen Hansel, der nicht weiß wohin er reisen will; hinter meinem Rücken glaube ich schon das Wort ‚Penner‘ vernommen zu haben.

Billeteur (ebenfalls inzwischen etwas angespannt): „Nehmen Sie den ICE 789 um fünfzehn Uhr drei, Umsteigen in Frankfurt, sechsundvierzig Euro zehn bitte.“

In tiefer Dankbarkeit gebe ich ihm fünfzig Euro, stimmt so, und schleiche mich an den mürrischen Gesichtern vorbei aus der Bahnhofshalle.

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich im Wartesaal des Bahnhofs Offenbach am Main, im Besitz einer Fahrkarte nach Oldentrup, Abfahrt achtzehn Uhr zwölf, umsteigen in Dortmund und Bielefeld. Sollten Sie in nächster Zeit nichts mehr von mir lesen, hat vermutlich jemand nicht zugehört.

Darkroom Diaries

Es ist mal wieder Zeit für einen Blogtausch mit Jannis. Der nachfolgende, schon ein paar Tage alte Text aus seinem Blog „Schmerzwach“ beschreibt sehr anschaulich-drastisch die Erlebnisse eines jungen Mannes in gewissen Etablissements zur Befriedigung spezieller männlich-menschlicher Bedürfnisse (das darf man glaube ich so schreiben, jedenfalls ist mir nicht bekannt, dass es ähnliche Lokale auch für Frauen gibt).

Ich habe diesen Text ausgewählt, weil er zum einen sehr, ja geil, geschrieben ist, zum anderen aber, weil dieses Thema so wunderbar polarisiert: die einen lehnen derartige Läden empört ab, die anderen lieben diese Art der Abwechslung. Zu welcher Gruppe ich mich selbst zähle, dürfte ich an einigen Stellen schon deutlich gemacht haben…

Vorsorglich weise ich darauf hin, dass der Text für Leser unter achtzehn Jahren nur bedingt geeignet ist; allen anderen wünsche ich viel Vergnügen!

Quelle: http://schmerzwach.blogspot.com/2011/01/darkroom-diaries-3.html

Darkroom Diaries -3-

Wenn es um die Darkroom Diaries geht, dann ist niemand berufener davon zu erzählen, als mein lieber Freund Jott A. Er machte einst eine Führung mit mir durch den Karlsruher Nymphengarten und bewies mir, dass es auch in dieser langweiligen Beamtenstadt Cruising Areas für Schwule gibt. Unangenehm vielleicht, dass ich beim Umschauen entdeckte, dass einer meiner Verehrer dort rumlungerte – der bekam, wie man sich denken kann, keine Chance mehr bei mir. Jott A., der so ganz anders mit seiner Sexualität umgeht als ich – ein Besucher nicht nur von Parks, sondern auch von Sex-Kinos und Klappen – erzählte und erzählt mir noch immer Geschichten, mit denen ich nicht dienen kann. Das geht dann so: Ich war einmal in einem Darkroom in Mannheim, im Connexxion, unten in den Katakomben, die haben ja jetzt zugemacht da. Da sind ja vor den eigentlichen Darkrooms noch so allerlei „Liebes“-Schaukeln, Zahnarztstühle, Slings etc… Dort habe ich mich in einen dieser Slings begeben, da ist einer vor dieser Toilette, wo die Jungs auf Golden Shower warten (angepisst zu werden!), nackt, wie ich war, die Typen konnten mich betrachten, an mir spielen, an meinem dicken Schwanz, an meinem Anus, lecker, yummie, das war sooo geil. Manch einer hat mir in die Nippel gezwickt, andere haben mich mit Zigaretten bearbeitet, und dann, und dann, dann hat sich da jemand hinter mich gestellt, der hat mich gefickt, voll der Riese war der, aber mit was für einem geilen Rohr, abartig, wasn Durchmesser, fast wie eine Pringles-Verpackung, so dick… Ich spürte ihn in mir, es war … Oh Mann! Und gleichzeitig spielte einer, so der Fußballer-Typ, jung, an meinem Schwanz, ein anderer leckte an meinen Fußzehen. Ich hielt es vor Geilheit kaum aus und spritzte dem einen Typen heftig ins Maul, so krass, und der andere fickte mich immer weiter...

Ein alter Hut

Modebewusstsein ist sicherlich kein Attribut, welches zur Kennzeichnung meiner Person besonders geeignet wäre. Dennoch gibt es ein Kleidungsstück, dessen Außermodekommen ich zutiefst bedaure: der Hut. Schaut man sich alte Filme oder Bilder an, so erkennt man, Mann ging nicht ohne Hut vor die Tür, niemals. Auch mein Großvater väterlicherseits war noch ein Hutträger alter Schule, der letzte mir bekannte.

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(Ja, auch ich durfte damals eine Kopfbedeckung tragen, wie sie sehen, doch was ist das für ein Käppchen im Vergleich zum Hut meines Opas?)

Vielleicht kehrt der Hut als alltäglicher und massentauglicher Ausstattungsgegenstand des Mannes ja irgendwann wieder zurück, aber bis dahin, fürchte ich, wird wohl noch viel Zeit vergehen, so viel, dass ich es nicht mehr erleben werde.

„Hey Carsten“, mögen Sie mir jetzt zurufen, „trag doch einen Hut*, machen doch inzwischen wieder viele!“ – Ja, stimmt, in den letzten Jahren scheint der Hut in der Tat eine gewisse Renaissance zu erfahren, hier und da taucht er immer öfter zwischen Baseballkappen und Barhäuptern auf. Aber mal ehrlich: wer trägt heutzutage Hüte? Jungs unter zwanzig, die cool sein wollen oder Männer, die in gewisser Weise, sagen wir mal, speziell sind, nicht jedoch der durchschnittliche Arbeitnehmer auf dem Weg ins oder aus dem Büro. (Unser Nachbar, deutlich über zwanzig, trägt ebenfalls gerne Hüte, was das vorgesagte eindrucksvoll unterstreicht.) Weder bin ich unter zwanzig, noch möchte ich cool sein, und speziell schon gar nicht. Trüge ich also tagtäglich diese schmerzlich vermisste Kopfbedeckung, könnte ich mir der mitleidigen Blicke meiner Kollegen und sonstiger Mitmenschen sicher sein.

Vor zwei Jahren im Frankreichurlaub habe ich es dennoch getan und mir auf dem Markt einen schönen Strohhut gekauft. Den trage ich ich seitdem. Wenn ich wieder in Frankreich im Urlaub bin.

CmHut

Aber meine Zeit wird kommen, bis dahin: hüten Sie sich!

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* bzw. „zieh doch einen Hut an“, falls Sie Rheinländer sind

Schuhe aus!

Passend zu meinem Eintrag „Problemzonen“ entdeckte ich heute im KulturSPIEGEL folgenden Artikel, der mir voll und ganz aus der Seele spricht:

Gäste aus ihren Schuhen zwingen

Von Sander, Daniel

Es gibt viele Möglichkeiten, seine eigene Party zu ruinieren. Schlechtes Essen, alkoholfreies Bier, „Bravo“-Hits statt echtem DJ, einzige Raucherzone vor der Haustür neun Stockwerke tiefer. Es reicht aber auch ein Satz: „Könntet ihr bitte die Schuhe ausziehen?“ Die meisten werden sagen: „Klar, kein Problem“. Und denken: „Wie komme ich so schnell wie möglich wieder hier weg?“ Kein Mensch tanzt in Socken – die womöglich sogar Löcher haben – und auch nicht in Pantoffeln, wenn Sie vermeintlich ausgefuchsterweise welche bereitgestellt haben sollten. Die Einzigen, die Verständnis haben könnten, sind die, die selbst unter keinen Umständen Schuhe in der Wohnung dulden. Diese Leute haben Sie aber gar nicht eingeladen, weil sie zu langweilig sind.

Ja, es gibt Gründe für eine No-Shoe-Policy: Jede Sohle an Ihrer Türschwelle könnte noch vor einer Minute in einen dampfenden Hundehaufen getreten sein. Schneematsch ist der meist siegreiche Feind von jeder Art Teppich. Stöckelschuhe auf Holzfußboden zerstören neben Letzterem auch das Verhältnis zum Nachbarn aus der Etage drunter. Den kann man aber einfach einladen. Gegen alles andere helfen Mopp und Staubsauger (aber um Himmels willen erst, wenn die Gäste weg sind!), auch Fußmatten können viel ausrichten. Letztlich gilt: lieber Dreck am Boden als die Stimmung. Das gilt auch für das Abendessen zu viert, wenn Sie nicht gerade die engsten Freunde da haben, mit denen man am Ende eh auf der Couch fernsieht. Sie möchten aber nicht ernsthaft Ihre Chefin bitten, sich ihrer neuen Louboutins zu entledigen, ohne die das ganze Outfit nichts wert wäre. Möchten Sie doch? Tun Sie sich einen Gefallen und versuchen es das nächste Mal mit einer Pyjama-Party.

Dem habe ich nichts hinzu zu fügen.
Quelle:
http://www.spiegel.de/spiegel/kulturspiegel/d-76014548.html

Ich bin halt anders…

Nein, ich schaue das Fußballspiel nicht, so wie ich bislang keines gesehen habe, Danke der Nachfrage, es interessiert mich einfach nicht. Es reicht doch völlig aus, die kollektiven Aufschreie der Stadt zu hören bei jedem Tor oder was auch immer da gerade passiert. Keiner versteht mich anscheinend, alle schauen Fußball, selbst Leute, die ansonsten mit Fußball nichts am Hut haben, schließlich spielen „wir“! „Wir“?? Also „ich“, was ja per definitionem Bestandteil von „wir“ ist, ganz bestimmt nicht, insofern distanziere ich mich ausdrücklich von diesem in diesen Tagen so häufig missbrauchten Wort.

Ich bin anders. Und wissen Sie was? Ich bin es gerne!

Liste der nervigsten Alltagserscheinungen

Es folgt eine – zugegebenermaßen sehr subjektive und keinesfalls abschließende – Liste der alltäglichen Dinge, die mich einfach nur nerven:

1. Laubbläser. Zum Glück vorwiegend nur im Herbst
2. Handy-Klingeltöne. In der NEON stand mal: Sie sind wie Fürze. Jeder glaubt, der eigene sei nicht so schlimm.
3. Rappelnde Trolleykoffer. Nicht ganz so schlimm wie Laubbläser, dafür ganzjährig.
4. Media-Markt-Werbung. Eine echte Penetration im negativsten Sinne.
5. Mario Barth. Zum Brüllen komisch.
6. Die Kombination aus beidem. Kaum zu steigern, nicht mal durch
7. KöPi-Reklame mit Till Schweiger. Zum Glück schweigt er mittlerweile hierzu.
8. Xavier Naidoo. Das Jammern hat einen Namen.
9. Jan Delay. Das Knarren hat einen Namen.
10. Leute, die im Aufzug witzig sein wollen.
11. Schräbbelnde Geräusche aus den Handys jugendlicher Inhaber. Sie halten es für Musik.
12. Glasscherben überall am Sonntagmorgen. Dem Dosenpfand sei Dank.
13. Silvesterkracher. Außer an Silvester.

(Wird fortgeschrieben. Hinweise und Vorschläge werden gerne entgegen genommen.)