Chronik Woche 46: Nichtstun, Regen, Rückkehr

Montag: Vielleicht sollte man im Urlaub keine Zeitung lesen. Dann wäre mir die Nachricht erspart geblieben, dass in Amerika bereits jetzt, nicht mal eine Woche nach der Wahl des Wahnsinnigen, sich die ersten Hassattacken entfesseln gegen Schwarze, Latinos, Schwule und andere Minderheiten. Legitimiert fühlen sich die Hetzer durch die Wahlkampfaussagen ihres künftigen Präsidenten. Unterdessen wurden in Düren zehn Polizisten verprügelt und teilweise schwer verletzt, die zuvor ein Bediensteter des Ordnungsamtes zur Hilfe gerufen hatte, weil er beim Ausstellen eines „Knöllchens“ bedroht wurde. Was geht nur vor in den Menschen? – Dazu hat es heute auf Gran Canaria kurz geregnet.

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Dienstag: Wenn es, wie die Werbung verheißt, siebenunddreißig Arten von Kopfschmerzen gibt, dann gibt es mindestens genauso viele Arten des Nichtstuns. Eine davon praktiziere ich heute unter Palmen am Hotelpool liegend. Leider mit leichter Erkältung.

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Mittwoch: Im Wesentlichen wie gestern. Wobei: Ganz untätig war ich nicht, sondern schaute mir die Noten der Weihnachtslieder an. In Badehose unter Palmen etwas ungewohnt, aufgrund des nahen Konzerttermins jedoch unvermeidlich.

Donnerstag: Recht starker Wind lässt uns auch heute den Weg durch die Dünen zum Strand meiden und stattdessen den Tag lieber innerhalb der wirklich schönen Hotelanlage verbringen. Was mir nicht in den Kopf will: Warum erkennen manche junge Männer, denen die Natur ein an sich recht attraktives Äußeres schenkte, bei einem einfachen Blick in den Spiegel nicht, dass wallende Rauschebärte einfach hässlich machen? Vor allem in Verbindung mit dieser Einheits-Untenkurzobenlang-Scheitelfrisur?

Freitag: Letzter Urlaubstag, wegen Wind wiederum von weitgehender Untätigkeit im hoteleigenen Palmenhain geprägt. Auf Wikipedia einen sehr interessanten Artikel über Polyamorie gelesen. Es gibt sogar ein eigenes Symbol dafür. Vielleicht eine Anregung für unser Familienwappen.

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Samstag: Beim Rückflug während der Lektüre eines Buches über Faulheit eingenickt. Ein größeres Lob kann man dem Autor wohl nicht machen. – Am späten Abend warnt ein Verkehrshinweis auf WDR 2 die Autofahrer auf der A 1 zwischen Köln-Worringen und -Lövenich vor einer auf der Fahrbahn stehenden Kuh.

Sonntag: Mit dem morgendlichen Augenreiben und Fingernägelschneiden den letzten kanarischen  Sand vom Körper entfernt. Die Erinnerungen an eine angenehm faule Woche bleiben indes noch etwas. Dennoch ist es schön, wieder hier zu sein.

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