Abi ’86

Älter werden bringt nicht nur die ersten grauen Haare, eine Lichtung am Hinterkopf, nachlassendes Hör- und Sehvermögen und den Ansatz eines Bäuchleins mit sich, sondern auch die Einladung zum fünfundzwanzigjährigen Abitur-Nachtreffen. Die Einladung kam bereits Ende März, gestern war es so weit. Also machte sich auf auch Carsten K. aus Bonn nach Bielefeld. Ich war gespannt: Wie viele würden kommen? Wie viele davon würde ich wieder erkennen? Wie oft würde ich die Frage „Und was machst du jetzt“ beantworten müssen? Mein Vorsatz war, selbst diese Frage nicht zu stellen, da ich mir die Antworten ohnehin nicht merken könnte.

Die ersten Erinnerungen an die Schulzeit kamen schon abends bei der Busfahrt von Bielefeld-Sieghorst nach Heepen auf, so wie früher jeden Morgen mit der „33“, auch wenn sich die Linienführung inzwischen leicht geändert hat, trotzdem war es noch seltsam vertraut. Kurz nach sieben kam ich dann an am „Runkelkrug“ in Brönninghausen an, der für die Feier reserviert war. Dort leichte Irritation: Dass ich nicht alle auf Anhieb wieder erkennen würde, hatte ich erwartet, aber so wenige? Das konnte ja ein anstrengender Abend werden… Doch die Irritation löste sich schnell auf, denn gleichzeitig feierte auch der Abi-Jahrgang 1991, und die kannte ich nicht, die waren ja noch so klein damals.

Nachdem ich dann endlich auf der richtigen Veranstaltung angekommen war, wurde es richtig schön. Ja, erstaunlich viele habe ich wieder erkannt, die einen sofort, andere etwas später, und die meisten Namen dazu fielen mir auch ein, und wenn nicht, konnte ich ja fragen. Über achtzig Leute kamen, eine sehr beachtliche Quote. Leider fehlten einige von denen, die ich besonders gerne wieder getroffen hätte; vielleicht konnten sie nicht, vielleicht wollten sie aber auch nicht.

Natürlich haben sich alle über die Jahre verändert, mehr Bauch, weniger Haare, ein paar Falten, die einen mehr, die anderen weniger, wobei ich mich, bei aller Bescheidenheit, eher der zweiten Kategorie zugehörig fühle, hat ja auch was tröstliches; fast alle haben Kinder. Mit den einen unterhielt ich mich mehr, mit anderen weniger, im Grunde auch so wie früher. Und die Was-machst-du-jetzt-Frage musste ich auch höchstens fünf mal beantworten…

Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Frank S., den Schreiber des lesenswerten Blogs QUERGEFÖNT. Zu späterer Stunde und nach einigen Gläsern Bier kam uns eine wunderbare Idee für ein gemeinsames Projekt. Ich werde Sie darüber auf dem Laufenden halten!

Zum Schluss: Vielen vielen Dank an die vier Organisatorinnen Andrea, Anke, Ina und Susanne!

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