Gedanken zu Weihnachten 2008

Wieder einmal hat sich Jo Ratzinger, dieser Mensch, der sich „Benedict XVI“ nennen lässt und der sich allen Ernstes als Gottes Stellvertreter auf Erden betrachtet, zur Homosexualität geäußert. Wieder einmal belehrt er die Menschheit über dieses widernatürliches Dasein, das die „Zerstörung von Gottes Werk“ nach sich zieht. Milliarden von Menschen glauben diesen seinen Worten.

Ich bin wütend. Und ich habe Angst. Wenn Schwule und Lesben verfolgt, verhaftet und ermordet werden, so ist das nicht in erster Linie das Werk Rechtsradikaler, sondern insbesondere auch das der Katholischen Kirche. Ich halte diese – ebenso wie alle anderen radikalen Glaubensgemeinschaften – für sehr gefährlich, mindestens so gefährlich wie Neonazis, wobei mir durchaus bewusst ist, dass man mit solchen Vergleichen sehr vorsichtig sein muss.

Ich glaube an Gott, aus voller Überzeugung. Aber ich glaube nicht an den Unfug, den uns Ratzi & Co als Gottes Wille verkaufen wollen. Gott hat uns Menschen geschaffen, er wird seine Gründe gehabt haben, dass fünf bis zehn Prozent davon das eigene Geschlecht mehr lieben als das andere. Soviel ist sicher: Aussterben wird die Menschheit dadurch nicht.

Die Liebe eines Mannes zu einem Mann und einer Frau zu einer Frau ist genau so viel wert wie die zwischen Mann und Frau, und ich bin mir sicher, dass Gott der Herr das genau so sieht. Hoffen wir, dass die Vernunft siegt.

Ich wünsche allen hetero-, bi- und homosexuellen Menschen und allen dazwischen frohe Weihnachten!

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