Woche 42/2022: Bewegungszertifikate, Erikative und gebratene Penisse

Montag: Die Eisbahnbetreiber wünschen sich einen möglichst kalten Winter, um Energie zu sparen, steht in der Zeitung. Außerdem wird in völlig anderem Zusammenhang von einer „etwa 12 Jahre alten Teenagerin“ berichtet. Man muss sich wundern, was hiermit getan sei.

Morgens sah ich eine junge Frau in der für junge Frauen (und Männer) üblichen Weise telefonieren, mit flach vor das Gesicht gehaltenem Telefon; in der anderen Hand hielt sie ein Butterbrot, in das sie zwischen den Sätzen hineinbiss. Gerne hätte ich sie noch etwas länger beobachtet, vielleicht hätte sie irgendwann das Brot besprochen und ins Gerät gebissen.

Mittags bot die Kantine „Metzger Bratwurst“ an; meine Recherche, wo dieses Metzg liegt, blieb erfolglos.

Im August berichtete ich von einem Sturz, bei dem ich mir den rechten Ellenbogen lädiert hatte und in dessen Folge sich dort ein externes Hautläppchen bildete, der nach ärztlicher Befundung operativ zu entfernen wäre, ich möchte da nicht weiter ins Detail gehen. Aus urlaubsterminlichen Gründen war die Operation erst für heute am frühen Abend angesetzt. Indes: Seit die Wunde nicht mehr feuchtete, hatte ich die tägliche Pflasterung abgesetzt, seitdem trocknete das zu entfernende Häutchen vor sich hin. Heute Nachmittag nun, als ich nach Rückkehr aus dem Werk das Hemd ablegte, etwa eine halbe Stunde vor dem Termin, war es verschwunden. „Das kommt vor“, sagte die Ärztin. Wieder einmal sehe ich mich bestätigt: Abwarten ist oft nicht die schlechteste Option.

Dienstag: Das erste, was ich morgens hörte, kam aus dem Radio: Howard Jones sei „ein wichtiger Musiker der Achtziger“. Gewiss, er hatte ein paar Hits, unter anderem „What Is Love?“, das auch Bestandteil meiner Tonträgersammlung ist. Aber wichtig? Wodurch und für wen oder was wird ein Musiker wichtig, außer vielleicht als Ernährer oder Liebespartner? Waren die Beatles, Beethoven wichtig? Ich weiß es nicht.

Wolkenbänder umspielten am Morgen das Siebengebirge

Ein Wort, das in den letzten Tagen eine gewisse Inflation erlebt, ist „Machtwort“. Nachdem der Bundeskanzler von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch gemacht hat, weil seine zänkischen Koalitionspartner sich nicht über den vorübergehenden Weiterbetrieb deutscher Atomkraftwerke einigen konnten, gibt es hierzu keinen Medienbericht ohne den Satz „Olaf Scholz hat ein Machtwort gesprochen“. Dabei hat er nicht mal gesprochen, sondern seine Entscheidung schriftlich verkündet. Was soll das überhaupt sein, ein Machtwort? „Wumms“ ist wohl keines, allenfalls ein Erikativ. (Dieses wundervolle Wort las ich mal irgendwo als Synonym zur Wortart Interjektion. Es geht zurück auf Erika Fuchs, die langjährig tätige Übersetzerin der Donald-Duck-Comicks; Beispiele ihres Schaffens waren „Schluck!“, „Würg!“, „Seufz“, „Grummel“ und „Ächz!“.)

Mittwoch: Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation bewegen sich die Deutschen zu wenig, also körperlich. (Sonst vielleicht auch, nur ist dieses zu ermitteln nicht die WHO zuständig.) Empfohlen sind zweieinhalb Stunden Bewegung in der Woche. Grob überschlagen komme ich durch Arbeitswege zu Fuß und Rad sowie Sonntagsspaziergang locker auf acht Stunden. Wenn Sie am Erwerb von Bewegungszertifikaten interessiert sind, melden Sie sich.

„Hi, was kann ich für dich tun?“ – „Mich am A… lecken.“ – „Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.“ – Wenn Siri und der Geliebte ins Gespräch kommen. Kicher.

Donnerstag: Morgens rötete wieder der Himmel in gar wundervoller Weise.

Blick ans andere Ufer auf Bonn-Beuel
Vergleiche Dienstag

Die Flora zeigt sich nunmehr in herbstlicher Verfärbung:

Kurz vor Ankunft im Werk

Andernorts indessen dunkle Wolken über Hochspannung:

(Aus dem General-Anzeiger Bonn. Ich kann mir selbst nicht recht erklären, warum ich das komisch finde.)

Weiterhin aus der Tageszeitung:

»Zum zweiten Mal innerhalb von knapp drei Monaten ist ein Mann nach einem Polizeieinsatz in Dortmund ums Leben gekommen.« – Wie viele Leben hat(te) der?

»Ausbrüche in 14 Bonner Altenheimen« – Muss das nicht „aus“ heißen?

Gaspreisbremse ist auch eins von diesen zurzeit allgegenwärtigen Wörtern, die es vor wenigen Monaten noch gar nicht gab.

Freitag: Heute war ein Tag, an dem viel geschah und getan wurde, jedoch nichts, was hier zu notieren wäre. Alles andere finden Sie in der Zeitung oder den Medien Ihres Vertrauens. Immerhin ist Freitag und es gibt Alkohol.

Samstag: Der von mir mittlerweile bevorzugte Radiosender WDR 4 (ich kann es noch immer nicht recht glauben, wie sich dieser ehemalige Störsender der Achtziger gewandelt hat) spielt an diesem Wochenende die „Top 444“, welche die Hörer in den Wochen zuvor wählen konnten. Unter anderem wählten sie Nicole, die 1982 den Grand Prix Eurovision de la Chanson gewann, als der noch nicht Eurovision Song Contest hieß und die deutschen Beiträge nicht regelmäßig verloren, mit „Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne … ein bisschen Wärme, das wünsch‘ ich mir“. Immerhin das mit der Sonne und Wärme ist in Erfüllung gegangen.

Kein Schreibfehler ist das schöne Wort „Unterschank“, das heute in der Zeitung zu lesen ist im Zusammenhang mit unzureichend gefüllten Bierkrügen auf dem Münchener Oktoberfest.

Bei Frau Kaltmamsell las ich was über gebratene Penisse, aus denen beim nochmaligen Lesen Panisse wurde. Ich weiß nicht, was Panisse ist, fand es dennoch irgendwie beruhigend.

Sonntag: Noch etwas Herbst in Bildern, aufgenommen beim Spaziergang, der wegen angenehmer Milde etwas länger ausfiel als ursprünglich geplant.

Am Rheinufer
In der Nordstadt

»Bin ja wohl vertraglich nicht verpflichtet, mir hier immer jede Woche ‚was Neues ausdenken zu müssen«, lese ich im wöchentlichen Newsletter* „Wittkamps Woche“, den zu lesen ich erst heute Gelegenheit fand, nicht, weil ich so beschäftigt wäre mit wichtigen Dingen, vielmehr hat es sich einfach nicht eher ergeben. Das passiert schonmal bei privaten Mails, wenn ich sie nicht sofort nach Eingang lese, vielleicht kennen Sie das. Das Abonnement von „Wittkamps Woche“ empfehle ich; bei Interesse bitte hier entlang.

*Newsletter ist auch einer jener eher unschönen Anglizismen, für die mir keine Entsprechung im Deutschen einfällt. „Nachrichtenbrief“ klingt albern, „Mitteilung“ unpassend. Daher also Newsletter.

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Kommen Sie gut durch die Woche. Wink.

Woche 14/2022: Danke, FDP

Montag: Weiterhin abwarten und Tee trinken, teilt das Testzentrum mit. Man muss ja nicht ständig auf der Überholspur leben, nicht wahr.

Auf dem Weg vom Testzentrum kam ich an einem Hutgeschäft vorbei, das mir bislang nicht aufgefallen war. Hierdurch erwachte ein bereits länger gefasster, indes immer wieder geschobener Entschluss: Sobald ich wieder einen Laden betreten darf, werde ich mich dort beraten lassen und mir einen Hut kaufen. Das dazu passende Alter habe ich inzwischen erreicht.

Letztlich ist so ein Hut auch nur äußerlicher Zierrat, nicht viel zweckvoller als eine Tätowierung oder Tunnel-Ohrringe, nur im Gegensatz zu diesen bei Überdrüssigkeit einfacher wieder zu entfernen. Über Äußerlichkeiten schrieb Frau Anje: »Jeder Mensch folgt den Vorgaben seines Selbstbildes, ich bin für mich aber sehr froh, dass ich nur noch „unauffällig“ realisieren muss, hätte schlimmer kommen können.«

Dienstag: Wie in der Zeitung zu lesen ist, fordert eine Petition die Umbenennung der Waldstraße in Bonn-Bad Godesberg in „Ukraine-Straße“, weil dort das Konsulat Russlands liegt und man Putin damit vielleicht ärgern, gar zum Einlenken bringen könnte. In der Begründung heißt es: »Das wäre ein einfacher, aber unglaublich bedeutsamer Akt der symbolischen Unterstützung für das mutige ukrainische Volk«. Ein Duisburger Bürger schlägt dagegen „Wolodymyr-Selenskyj-“ oder „Vitali-Klitschko-Straße“ vor. (Warum interessiert sich ein Duisburger für Godesberger Straßennamen?) Einem Mitglied der Linke geht das nicht weit genug: Wenn schon, müsste die Straße „Straße der ukrainischen Freiheit“ oder „Straße der ukrainischen Souveränität“ heißen. Das ist natürlich einfacher als die Heizung ein paar Grad runterzudrehen oder auf der Autobahn nur noch hundert zu fahren. Es sei denn, man gehört zu den rund vierhundert Bewohnern der Waldstraße, die dann allen Korrespondenzpartnern ihre neue Anschrift mitteilen und künftig etwas mehr Zeit einplanen müssten, um anderen den Namen ihrer Straße zu buchstabieren.

In der Kister-Kolumne dieser Woche, die zu empfehlen ich nicht müde werde, las ich das Wort „eskapistisch“, das mir zwar nicht gänzlich neu war, dessen Bedeutung ich indessen ohne Dudenblick nicht spontan hätte wiedergeben können. Dort, also im Duden, steht: »vor der Realität und ihren Anforderungen in Illusionen oder in Zerstreuungen und Vergnügungen ausweichend«. Ich weiß nicht, warum mir dabei als erstes die FDP einfällt.

Mittwoch: Wie morgens im Radio gemeldet wurde, soll die umstrittene Freiwilligkeit, sich nach Feststellung einer Corona-Infektion in Isolation/Quarantäne zu gegeben, nun doch nicht zum 1. Mai eingeführt werden, vielmehr bleibt es bei der Pflicht, dann zu Hause zu bleiben und abzuwarten. Dies hat Bundesgesundheitsminister Lauterbach in der Nacht über Twitter bekannt gegeben. (Nach wie vor fällt es mir sehr schwer, dieses Zwitscherdings als ernstzunehmendes Nachrichtenmedium wahrzunehmen, was aber wohl ausschließlich an mir als künftigem Hutträger liegt, nicht an Twitter.) Wie mag es sich anfühlen, als Minister möglichst überzeugt wirkend erst etwas zu verkünden, das man persönlich für grundfalsch hält, es dann später als als Korrektur einer eigenen Fehlentscheidung darstellend zurücknehmen zu müssen?

Abwarten auch hier: Die Schnelltests weiterhin positiv, gefühlt nicht mehr krank, aber auch noch nicht richtig gesund, die Krankschreibung verlängert bis Ende dieser Woche. Immerhin sind Appetit und Geschmackssinn nicht abhanden gekommen, wobei sich zeitweise ein seltsam metallischer Geschmack einstellt und die Waage morgens einen erheblichen Gewichtsverlust anzeigt. So vergehen die Tage – lange schlafen, die Zeitung und Blogs lesen, hier ein paar Zeilen niederschreiben, zur Besänftigung des Pflichtgefühls nachmittags Werksmails kucken, einige löschen, wenige bearbeiten, Besprechungsanfragen der laufenden Woche konsequent ablehnen, andere unter Vorbehalt zusagen. Fast ein Zustand, an den ich mich dauerhaft gewöhnen könnte.

Auf dem Rückweg vom Testen ein kleiner Umweg durch die Breite Straße. Bemerkenswert die Abwesenheit von Blütentouristen, was vielleicht an der Tageszeit oder am Wetter lag.

Donnerstag: WDR 4 hat Bürger nach ihrer Meinung zur Impfpflicht ab sechzig befragt. Dazu einer: „Ich bin neunundfünfzig, werde nächste Woche sechzig. Was soll ich denn jetzt machen?“ Ein echtes Problem, das der Bundestag heute gelöst hat, indem er sich gegen eine Impfpflicht entschieden hat. Danke, FDP.

Gelesen bei Herrn Fischer, der sich angesichts des neuen IPCC-Berichts Gedanken macht über die zu erwartenden Auswirkungen der Klimaveränderungen in den kommenden Jahren: »Ich muss übrigens gestehen: Unter dem Aspekt bin ich wirklich froh, keine Kinder zu haben. – Schulligung, das alles war jetzt ein echter Downer.« – Nein, lieber Herr Fischer, das downt mich nicht, vielmehr sehe ich es genau so: Das beste, was man jetzt haben kann, nicht nur unter dem Aspekt, ist keine Kinder. Es liegt mir fern, dafür irgendwen um Entschuldigung zu bitten. Auch nicht für meinen wachsenden Fatalismus, es als gegeben hinzunehmen. Wir könnten daran noch etwas ändern. Theoretisch. Tun wir aber nicht, weil wir heute auf nichts verzichten wollen, was denen nach uns zugute kommt, siehe Tempolimit (das laut FDP-Verkehrsminister schon deshalb nicht möglich ist, weil es nicht genug Schilder gibt. Hat der das wirklich gesagt, oder war das eine Meldung der Postillon? – Doch, er hat.). Ich bin jetzt fünfundfünfzig, hoffe auf noch etwa zwanzig gute Jahre, vielleicht ein paar mehr, kommt nicht so drauf an; solange werde ich weiterhin meinen Müll trennen, Flugreisen meiden, Autos verabscheuen und weniger Fleisch essen. Was danach kommt, liegt nicht in meiner Hand.

Freitag: Die geänderte Verkehrsführung in Bonn mit gewissen Beeinträchtigungen für Autofahrer zugunsten des Fuß- und Fahrradverkehrs erzeugt weiterhin Unmut; in seinem Leserbrief an den General-Anzeiger schreibt Georg D.: »Die Verkehrspolitik, die sich hier im Moment aufbaut, ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Politik, die uns bundesweit, beispielsweise auf Autobahnen und Bundesstraßen erwarten könnte, sollten wir diese Politik über die Kommunen hinaus weiter verfolgen.« Hoffen wir es.

Ansonsten hob ein negatives Testergebnis die Laune erheblich. Ab Montag wieder ins Werk, ich freue mich, das meine ich ohne jede Ironie. Wie über dieses Kärtchen:

Vielen Dank dafür, liebe N.!
Am frühen Abend zeigte sich auch die Heerstraße erstaunlich unbevölkert.

Samstag: Als großer Freund der Meinungsfreiheit lege ich Wert darauf, auch komplett von meiner eigenen Sichtweise abweichende Meinungsäußerungen zu akzeptieren, wie folgenden Leserbrief des Leistungsträgers Peter K. an den General-Anzeiger, der Müßiggängern ohne Unternehmergeist und Personalverantwortung wie mir mal so richtig die Uhr stellt:

»[…] Das man schnell reisen muss um seine Dinge zu erledigen, ist jetzt auch Frau Baerbock aufgefallen. Sie muss fliegen. Wie eben auch viele Geschäftsleute fliegen und reisen müssen. […] Zügig auf der Autobahn unterwegs zu sein, hat auch was mit Leistungsfähigkeit zu tun. Ich schaffe an einem Tag mehr Termine, die ich für das Wohl meiner Firma und meiner 165 Mitarbeiter und deren Familien einsetzen kann. Wenn jetzt einer der Müßiggänger sagt, das würde man auch mit Tempo 100 schaffen und an der nächsten Ampel wäre der Vorsprung dahin: Klares „Nein“, weil ich gegebenenfalls mehrfach fahren muss und dort, wo Ampeln stehen, eh schon ein Tempolimit herrscht. Seltsame Logik der Müßiggänger. [Anmerkung des Müßiggängers: Die Logik des Leistungsträgers ist mir hier auch nicht unmittelbar nachvollziehbar. Weiter:] Leistung ist nun mal Arbeit pro Zeit. Schaffe ich an einem Tag mehr, leiste ich mehr, auch für diese Gesellschaft und die daraus entstehende Wertschöpfung und Steuern. Und ich bin früher zu Hause bei meiner Familie. Es geht nicht nur um Tempo 100. Es geht darum, dass ausgerechnet die, die als Einzelunternehmer ohne Personalverantwortung durchs Leben schlendern, bestimmen wollen, wie sich Leistungsträger zu verhalten haben. Und noch einmal ganz krass: Zügig fahren auf den wenigen freien Autobahnabschnitten macht Spaß und schafft für mich Motivation, sich dem aktuellen Irrsinn der Wissenden auszusetzen, die bei allen Analysen und Talkshows von einem einzigen Verrückten auf der Welt ins analytische Aus befördert wurden. [Anm. d. M.: Auch nach mehrfachem Lesen verstehe ich den zweiten Teilsatz nicht. Sie? Weiter:] Und wenn ich noch zynischer werde, sollte man einmal die Energie der ganzen Talkshows aufsummieren und einsparen und die Leute arbeiten lassen. Die Leistungsträger machen das von selbst zum Wohle der Gesellschaft und der ganzen Sozialleistungen.«

General-Anzeiger Bonn vom 9. April 2022

Wobei, dem vorletzten Satz, dem mit den Talkshows, kann ich gewisse Sympathie abgewinnen.

Gelesen in einem Rundbrief: »Somit wird der Krieg auch von den Verbrechern in Deutschland mitfinanziert.« Nach nochmaligem Lesen wurden die Verbrecher zu Verbrauchern. So ganz weit liegen beide vielleicht manchmal gar nicht auseinander.

Sehr ähnlich, wenn auch inhaltlich weiter auseinander, sind „Salutschüsse“ und „Salatschüssel“, das nur am Rande und ohne jeden Bezug, fiel mir so ein.

Sonntag: Gestern Abend waren wir nach zweiwöchiger Entbehrung wieder in einem Restaurant, wo auch abseits der Tische keine Masken mehr getragen werden mussten, noch sehr ungewohnt. Zum Nachtisch gabs Panna Cotta, die sich rückblickend etwas schlafhemmend auswirkte. Heute ein langer Spaziergang alleine. Wenngleich eine vermutlich nur vorübergehende und nicht sehr stabile Sicherheit, fühlt es sich nach vorläufig überstandener Seuche besonders gut an wie seit zwei Jahren nicht mehr, gleichsam unverwundbar.

Auch am anderen Ufer in Beuel blüht es wieder.
Die Siegauen erwachen.
Das Wort zum Sonntag.

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Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche, lassen Sie es ruhig angehen; ich habe es jedenfalls vor.