20 Nicht-Vorsätze für 2014

feuerwerk

Am Jahresende erstellen viele Mitmenschen eine Liste mit den Dingen, die sie im neuen Jahr besser, öfter, weniger, gar nicht mehr oder überhaupt endlich machen wollen. Würden sie diese Liste am darauf folgenden Jahresende erneut lesen, stellten sie fest, dass sie nichts, aber auch gar nichts von alledem in die Tat umgesetzt haben. Und weil das so ist, haben sie die Liste spätestens Ende Februar vergessen.

Ich dagegen habe wieder eine Liste aufgestellt mit den Dingen, die ich 2014 nicht angehen, umsetzen, erreichen oder ändern will. Das Erfolgserlebnis am Jahresende ist garantiert. Da ich nicht weiß, ob ich morgen, am Silvestertag, dazu komme und übermorgen dazu in der Lage sein werde, gebe ich Sie Ihnen bereits heute zur Kenntnis.

Also – ich werde 2014 nicht:

1) die Welt retten,
2) in die USA reisen, (*1
3) im Lotto gewinnen,
4) Facebook verstehen,
5) freiwillig Casper hören,
6) in den Skiurlaub fahren,
7) mich über die NSA empören, (*2
8) weniger auf mein iPhone starren
9) die Sockenschublade aufräumen,
10) endlich ein guter Patenonkel sein,
11) ‚Herr der Ringe‘ lesen oder anschauen,
12) mehr arbeiten für Konzern und Karriere, (*3
13) ‚Tatort‘ gut finden und sonntags darüber twittern,
14) ein Spiel der Fußballweltmeisterschaft anschauen,
15) mich für Internetkrams oder Netzpolitik interessieren,
16) beim ‚Rosenkrieg‘ über die Vorrunde hinauskommen, (*4
17) mich über alberne Managerfloskeln nicht mehr lustig machen,
18) meinen Bestseller schreiben oder wenigstens damit anfangen,
19) einen Sohn zeugen, einen Baum pflanzen und ein Haus bauen, (*5
20) jeden Donnerstags (oder anderen Wochentag) vegetarisch essen.

Ich bin sehr zuversichtlich, in einem Jahr die Liste komplett abhaken zu können. Ein frohes neues Jahr Ihnen allen!

– – – – – –

*1) Nicht, so lange sie dort ihre Waffen mehr mögen als ihre Kinder.
*2) Keineswegs heiße ich ihr Tun gut, aber es gelingt mir einfach nicht. Vielleicht fehlt mir (noch) der persönliche Schmerz dazu. Bislang erscheint es mir so ärgerlich wie ein kalter, verregneter Juni, über den sich aufzuregen nichts nützt, weil man nichts dagegen tun kann. Ja ich weiß, dass das dumm und naiv ist.
*3) Aber voraussichtlich auch nicht weniger.
*4) Beziehungsweise überhaupt noch einmal teilnehmen.
*5) Gut, vielleicht das mit dem Baum doch.

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