Werbung: Lesung „BonnTastik V“ am 15. September

Falls Sie am kommenden Sonntag in Bonn sind und noch nicht wissen, wie und wo Sie den Nachmittag verbringen sollen, kommen Sie doch zur Lesung „BonnTastik V“ im Kult41.

Aus der Mitteilung des BVjA:

BonnTastik, die Fünfte! Texte treffen Bilder – Bilder treffen Texte: Unter diesem Motto steht das gemeinsame Projekt des Künstlers Martin Welzel und der Regionalgruppe Bonn des Bundesverbandes junger Autoren und Autorinnen e.V. (BVjA). Die Autorinnen und Autoren aus Bonn und Umgebung ließen sich zum fünften Mal von Martin Welzels phantastischer Malerei inspirieren und umgekehrt. Die Ergebnisse der Fortsetzung dieses einzigartigen Projekts aus den Jahren 2018, 2019, 2022 und 2023 stellen der Künstler und die Autorinnen am Sonntag, den 15. September ab 16 Uhr bei der „BonnTastik“, einer Ausstellung mit Lesung vor. Gleichzeitig präsentieren Welzel und die Autorinnen die BonnTastik-Anthologie mit allen Bildern und Texten. Die BonnTastik entführt in fremde Welten. Karten für acht Euro bzw. vier Euro ermäßigt gibt es im Vorverkauf beim Kult41 sowie an der Abendkasse. 

Wann: Sonntag, 15. September 2024, 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr)

Wo: Kult41, Hochstadenring 41, 53119 Bonn

Wieviel: 8 bzw. 4 Euro (ermäßigt) 

Vielleicht sehen wir uns, es würde mich freuen.

Woche 36/2024: Tagung mit Seeblick

Montag: Laut Zeitungsbericht beklagt die Bonner CDU-Fraktion, dass die neuen Sitzbänke an der Poppelsdorfer Allee nicht zu den bisherigen passen. Ist es nicht herrlich, in einem Land zu leben, wo es derartige Probleme in die Tageszeitung schaffen?

Eher ein Contrablem: Die letzte Etappe der Tagungstournee führte nach Buch am Ammersee, wo der Arbeitgeber direkt am Seeufer eine Tagungsstätte mit eigenem Badesteg betreibt. Vormittags wurde ich zu Hause abgeholt, nachmittags kamen wir an. Nach Ankunft ging es auf den Steg, wo erste kühle Getränke gereicht wurden. Zwei, die im Gegensatz zu mir an Badebekleidung gedacht hatten, schwammen eine Runde, derweil ich mich damit begnügte, die Füße ins angenehm temperierte Wasser zu legen. Es gibt wahrlich Unangenehmeres.

Die Tagungsstätte, Seeseite
Innere und äußere Kühlung. Den eher störenden Ohrwurm, den der Name der Biermarke auslöste, nahm ich gerne in Kauf.
Abendblick beim Abendglas

Dienstag: Vormittags trafen nach und nach die Teilnehmer ein. Mit dem Programm waren wir am Nachmittag eine Stunde vor Plan durch, vielleicht weil es die Leute nach draußen zog anstatt durch das Äußern von Fragen und deren Beantwortung unnötig lange im Tagungsraum zu verbleiben. Wer wollte es ihnen verdenken.

Seeblick beim Frühstück, im Hintergrund Schondorf
Seeblick vom Steg

Anschließend unternahm ich einen Spaziergang am Seeufer entlang bis Breitbrunn, zurück durch die Fluren. Bei Rückkehr saßen die ersten Kollegen schon wieder mit Getränken auf dem Steg. Aus Höflichkeitsgründen trank ich eins mit, zog mich danach aus Sicherheitsgründen bis zum Abendessen in mein Zimmer zurück, wo diese Notiz entstand.

Seeuferweg, links der Ammersee (das müssen Sie mir jetzt glauben)
Bautätigkeit in Breitbrunn. Zu den schönsten Wörtern, die die deutsche Sprache hervorgebracht hat, zählt für mich „Doppelhaushälfte“. Aufgabe: Wie viele Häuser ergeben vier Doppelhaushäften?
Rückweg durch die Fluren

Der Tag endete gesellig.

Mittwoch: Auch heute endete das Programm gut eine Stunde vor Plan, deshalb machten wir uns direkt nach dem Mittagessen auf den Rückweg. Fast fiel der Abschied schwer, weil es ein wirklich schöner Ort ist, an dem eine Woche Urlaub zu verbringen kein völlig abwegiger Gedanke ist.

Während der Fahrt holte ich Leserückstände auf, unterbrochen von einem Schreckmoment, als kurz vor uns ein polnischer LKW ohne Rücksicht und offensichtlich ohne Hirn auf die linke Fahrspur wechselte, um seinerseits einen LKW zu überholen und dadurch unseren Fahrer zu einer dramatischen Bremsung zwang. Das war knapp und wir waren anschließend sehr wach.

Donnerstag: Heute ist der fünfte, deshalb ist alles Wesentliche zum Tage hier nachzulesen.

Freitag: Kurz nachdem ich morgens das Haus verlassen hatte, fand ich auf einer Rasenfläche am Ende der Straße etwa ein Dutzend verstreuter Briefe vor. Als bekennender Brieffreund schaute ich sie mir genauer an: Sie mussten schon länger dort gelegen haben, waren durchfeuchtet und kleine Nacktschnecken hatten sich ihrer bereits angenommen. Da sie alle an denselben Empfänger gerichtet waren, der in unmittelbarer Nähe wohnt, sammelte ich sie auf und warf sie in seinen äußerlich unbeschädigten Briefkasten ein. Wieder etwas, bei dem man sich fragt, wie es sich zugetragen haben mag.

Während des Aufsammelns der Briefe trat ich in einen Hundehaufen, was mich zu einem leisen Fluch veranlasste. Auf dem weiteren Fußweg ins Werk versuchte ich, die Schuhsohle mithilfe von Pfützen und Grasflächen am Rheinufer zu reinigen. Offenbar erfolgreich, nach Ankunft im Büro war nichts mehr zu riechen. Jedenfalls ließ sich die Kollegin am Schreibtisch gegenüber nichts anmerken.

Weg ins Werk. Es sieht deutlich kühler aus als es war.

Samstag: Vielleicht kennen Sie die Diskussion zwischen Loriots Knollennasen-Eheleuten über den Frühstücksei-Härtegrad. Ähnliches begab sich morgens auf unserem Balkon: „Willst du noch ein Brötchen?“ – „Ja.“ – „Mit Mohn oder ohne?“ – „Mit Sesam.“ – „Haben wir nicht.“ – „Warum fragst du dann?“

Aus der Tageszeitung: „Donald Trumps Verteidiger versuchten, den neuen Fahrplan für den historischen Strafprozess gegen den Ex-Präsidenten zu entgleisen, bevor die Bundesrichterin ihn verkündete.“

Gelesen im Kieselblog: »Wenn ich mal Chef bin, dann erstelle ich eine „Tu-Du!“-Liste.«

Abends besuchten der Liebste und ich nach ich weiß nicht wie vielen Jahren Pützchens Markt, die große Kirmes auf der anderen Rheinseite. Bei Ankunft war es noch nicht allzu voll, daher erträglich. Auf Anregung des Liebsten fuhren wir mit dem Riesenrad. Das war bemerkenswert, da er Höhe gegenüber üblicherweise eine gewisse Skepsis hegt. Mir hat es Spaß gemacht und er hat tapfer durchgehalten. Andere Fahrgeschäfte, in denen man mit hoher Geschwindigkeit umhergeschleudert wird oder im freien Fall zu Boden rast, betrachteten wir mit gewissem Schauder. So viel Geld könnte man mir nicht zahlen, dass ich da ohne Vollnarkose einsteigen würde. Später hatte es sich deutlich gefüllt, in Verbindung mit der kirmesüblichen Beschallung von allen Seiten wurde es etwas anstrengend. Somit ist mein Rummelbedarf erstmal wieder für einige Jahre gedeckt.

Vorher (Foto: der Liebste)
Währenddessen

Sonntag: Der Sonntagsspaziergang hatte heute ein konkretes Ziel, nämlich die Atelierbühne in Bonn-Beuel, wo ich als TapetenPoet wieder was vorlesen durfte. Es gab noch freie Plätze, doch waren mehr Zuhörer gekommen als ich wegen Pützchens Markt erwartet hätte. Dafür vielen Dank an das Publikum, die Mitlesenden und vor allem den Organisator. Ich komme gerne wieder.

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Kommen Sie gut durch die Woche.

#WMDEDGT im September: Nicht nachvollziehbar lustig

Heute ist der fünfte September, am Fünften eines jeden Monats ruft die geschätzte Mitbloggerin Frau Brüllen zur Pflege der Tagebuchblogkultur auf. Dann schreibt der geneigte Teilnehmer etwas zur Frage „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“, kurz #WMDEDGT, und verlinkt es hier.

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Geschlafen: Gut, einmal unterbrochen durch Schnarchaktivitäten von der Seite, jedoch nicht durch den Wecker, da ich am Vorabend nach zweitägiger Abwesenheit vergaß, ihn scharf zu stellen. Dennoch, vom Liebsten geweckt, zur gewohnten Zeit aufgestanden.

Geträumt: Die üblichen bunten Träumen, deren Inhalte nicht nachvollziehbar wiedergegeben werden können und auf die ich keineswegs verzichten möchte. Neulich sagte mir jemand, er würde nie träumen. Da entgeht ihm was.

Gedacht: Schon wieder Donnerstag, wie schön. Nächsten Donnerstag habe ich frei.

Gewundert: Unser Büroflur war heute für den Wochentag ungewöhnlich menschenleer, was mich keineswegs störte.

Gegessen: Mittags vegetarische Maultaschen, was laut Expertenmeinung Unsinn ist, weil dieses Gericht ursprünglich erfunden worden sein soll, um Fleischverzehr an dafür nicht zugelassen Tagen vor dem Auge Gottes zu verbergen. „Das ist so, als ob man sich vor dem Kontrolleur versteckt, obwohl man eine gültige Fahrkarte hat“, bemerkte einer.

Gelesen: Die Zeitung, Mails, ein Fachkonzept, den Pressespiegel, Blogs. Darin nichts, was hier zu zitieren wäre.

Geschrieben: Die üblichen Mails, diesen Blogeintrag, später was ins (Papier-)Tagebuch.

Gehört: „Das besprechen wir bilateral“ in einer Besprechung. Nicht neu, doch immer noch das Sprachgefühl verletzend.

Gelernt: Laut Wikipedia hat heute vor 125 Jahren eine gewisse Christine Hardt den Büstenhalter erfunden. Falls danach mal einer fragt.

Gefreut: Die bis 17:30 Uhr angesetzte Besprechung endete zehn Minuten früher, immerhin.

Geärgert: Nicht direkt geärgert, eher etwas peinlich berührt, nachdem ich bemerkt habe, dass einer der Tagungsteilnehmer, den ich mehrfach mit „Thorsten“ angesprochen hatte, Lutz heißt. Er hätte aber auch was sagen können.

Gelacht: Mehrfach, jeweils situativ und für Sie vermutlich nicht nachvollziehbar lustig.

Und sonst: Ich habe eine Einladung erhalten zur Teilnahme am „Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA)“. Wenn Sie auch interessiert sind, bitte hier entlang.

Woche 35/2024: Facebook-Geschwätz und komische Prosa

Montag: Meine vorläufig letzte Woche als Vollzeit-Arbeitskraft ist angebrochen. Das ist kein Grund, an fünf Tagen werktätig zu sein, am Donnerstag habe ich schon wieder frei.

Trotz schlecht durchschlafener Nacht war der Tag recht erträglich, im Büro kam ich mit der Aufarbeitung von in der vergangenen Woche aufgelaufenen Bearbeitungsrückständen gut voran, abends zierten mehrere Häkchen die Aufgabenliste.

Am Mittagstisch tauschten sich die Kollegen über ihre Brut aus. „Kinder geben ja so viel zurück“, wobei die Ironie in der Stimme des diesen Satz sprechenden Vaters nicht zu überhören war. Erneut dankte ich stumm kauend dem Universum, bei dem Thema weder mitreden zu können noch zu müssen.

..

Erst am Freitag werde ich wieder im Büro sein, dazwischen liegen zwei Tage Tagung in Bad Breisig und, siehe oben, ein Urlaubstag, über dessen Gründe ich Sie zu gegebener Zeit in Kenntnis setzen werde.

Dienstag: Noch vor dem Aufstehen ließ eine Radiomeldung die Mundwinkel erheblich nach oben ausschlagen, wonach gerüchteweise die für mich größte Band aller Zeiten, Oasis, wieder gemeinsam auftreten will. Im Laufe des Morgens dann die offizielle Bestätigung, die zänkischen Gallagher-Brüder haben sich offenbar vertragen (oder brauchen Geld) und geben demnächst mehrere Konzerte. Seit sie sich vor fünfzehn Jahren trennten, habe ich die Hoffnung nie aufgegeben, diesen Tag noch zu erleben, ich freue mich sehr.

Weniger erfreulich nach Ankunft in Bad Breisig die Erkenntnis, dass ich zwar das Ladekabel für das iPad, nicht jedoch das für das iPhone eingesteckt hatte. Seit die unterschiedlich sind, jedenfalls bei der von mir verwendeten Gerätegeneration, ist das Leben nicht einfacher geworden. Doch konnte mir ein lieber Kollege aushelfen, Nachhausetelefonieren war zu jeder Zeit sichergestellt und für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.

Bad Breisig. Finde den Fehler.
Blick aus dem Zimmerfenster. Das Hotel könnte hier und dort einen Pinselstrich vertragen, doch die Lage ist wunderbar.

Mittwoch: Kaum war ich aufgrund örtlicher Nähe des Tagungsortes bereits am frühen Nachmittag wieder zu Hause, musste ich bald wieder los, ein Stress ist das aber auch. Mir blieb nur Zeit, frische Socken und Schlüpfer einzupacken und kurz in die Zeitung und die Blogs zu schauen, dann machte ich mich auf nach Porz-Wahn, wohin zu einem kollegialen Sommerfest geladen wurde. Für die Hinfahrt nahm ich nicht die Stadtbahn bis Siegburg und ab da die S-Bahn, sondern die relativ neue Buslinie 117, die in Haustürnähe abfährt und nahe des Festlokals endet. Das dauert vermutlich etwas länger, erspart aber einen Umstieg. Von der Haltestelle erst ins Hotel, wo auf die Schnelle diese Notiz entstand, gleich weiter zur Feier. Da dort eine gewisse Feuchtfröhlichkeit nicht ganz auszuschließen ist, habe ich für morgen einen Tag Urlaub genommen. Somit wissen Sie das jetzt auch.

Donnerstag: Fröhlich war das Fest, die Feuchte und ihre Nachwirkungen hielten sich dank strenger Disziplin *räusper* im Rahmen. Daher wäre der Urlaubstag heute nicht zwingend erforderlich gewesen, andererseits störte er nicht das Wohlbefinden.

Nach Rückkehr aus Porz-Wahn (dieses Mal mit der Bahn) entschloss ich mich spontan zu einem Mittagessen in der Außengastronomie des Vertrauens, aus Vernunftgründen und wegen der Hitze mit alkoholfreiem Weizenbier. Danach suchte ich eine schattige Bank am Rhein auf, wo Leserückstände der vergangenen Tage aufgeholt und Textverarbeitung vorgenommen wurden. Nebenbei schaute ich auf Menschen im Vorbeigehen. Warum eigentlich kucken so viele junge Frauen derart genervt-unfroh in die Gegend?

Freitag: Der letzte Arbeitstag in Vollzeit geriet recht lang, da wegen der Abwesenheit an den Vortagen einiges aufzuarbeiten war. Aber das war in Ordnung. Jede Stunde zählt für künftige Frei-Tage.

Aus der Zeitung: „Die Clubs sind auf verschiedene Distrikte innerhalb von Deutschland aufgeteilt und werden auch von den jeweiligen Mitgliederinnen und Mitgliedern verwaltet.“ Das tut ein bisschen weh.

Bleiben wir bei der Zeitung: Offenbar begibt sich nun auch der Bonner General-Anzeiger auf das Niveau von Qualitätsmedien wie Der Westen online. So berichtet er heute von einem beschädigten Linienbus, der im Stadtteil Duisdorf an einem Bahnübergang gesichtet wurde. Der Bericht beginnt mit dem Zitieren mehrerer Kommentare und Mutmaßungen in einer örtlichen Facebook-Gruppe, einer will gar einen Brand des Busses wahrgenommen haben. Erst eine Anfrage der Zeitung bei den Stadtwerken ergab die wenig konkrete Auskunft, der Bus sei an einem Unfall beteiligt gewesen, bei dem niemand verletzt wurde, gebrannt hat er nicht. Fazit: fünf Spalten Bericht mit Bild des Bahnübergangs (ohne Bus), vier davon mit Facebook-Geschwätz, insgesamt mit einem Informationsgehalt, für den wenige Zeilen ausgereicht hätten. Man hätte auch ganz auf den Bericht verzichten können. Vielleicht mussten sie die Zeitung voll kriegen.

Aus einer Ankündigung für die Lesung der TapetenPoeten am 8. September: „Diesmal dabei: Carsten Kubicki, komische Prosa“ – ja, passt; muss ich mir merken, wenn mal jemand fragt, was ich so schreibe. Oder beruflich mache, da passt es meistens auch.

Samstag: In der Stadt sah ich beim planmäßigen Glasentsorgungsgang fröhlich gekleidete Menschen auf dem Weg zu Jeck im Sunnesching, einer sommerlichen Karnevalsveranstaltung im Rheinauenpark. Der strenggläubige Karnevalist mag dadurch in seinen närrischen Gefühlen verletzt sein, weil es Fastelovend nur zwischen dem elften Elften und Aschermittwoch geben darf. Doch gilt auch hier wie für Spekulatius im September: Niemand wird dazu gezwungen.

Abends waren wir bei der Lesung des Bloggerkollegen Satzverstand. Das war sehr unterhaltsam.

Sonntag: Heute ist der erste September. In den Blogs schaut man schon sehnsüchtig dem Herbst entgegen, wie ich während des in den Sonntagsspaziergang integrierten Biergartenbesuches las. Dabei ist heute bereits meteorologischer Herbstanfang. Dessen unbeeindruckt brannte die Sonne vom blauen Himmel und trieb die Thermometer auf über dreißig Grad, was mich nicht stört.

Der erste September ist für mich auch immer Dienstjubiläum, heute das achtunddreißigste, die Zeit rast. Ab heute gilt für mich außerdem die Fünfunddreißigstundenwoche mit einem freien Donnerstag in jeder zweiten Woche. Beziehungsweise de facto ab morgen. Die kommende Woche wird indes eine Fünftagewoche mit der vorläufig letzten Geschäftsreise von morgen bis Mittwoch, auf die ich mich – ohne jede Ironie – ein wenig freue.

Im Übrigen ein Sonntag wie nach Musterblatt A: katerfreies Erwachen, Frühstück mit den Lieben auf dem Balkon, Lesen der Sonntagszeitung (wo man im Feuilleton-Teil die Wiederbelebung von Oasis eher kritisch beurteilt), Spaziergang durch die Nordstadt und am Rhein, kühlende Stärkung im Lieblingsbiergarten. Alles in allem sehr zufriedenstellend.

Literatur am Wegesrand

Hier eine kleine Vorschau auf kommendes, auch wenn es noch etwas dauert.

Gunkl schrieb: „Venedig ist das Venedig Italiens. Manchmal isses so einfach.“

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Kommen Sie gut durch die Woche, lassen Sie sich nicht ärgern.

Werbung: Lesung der TapetenPoeten am 8. September in Bonn-Beuel

Am Sonntag, 8. September, habe ich wieder das große Vergnügen, lesend bei den TapetenPoeten teilnehmen zu dürfen. Falls Sie dann zufällig in der Nähe sind, außerdem Zeit und Lust haben, dabei zu sein, würde ich mich sehr freuen. Einzelheiten in der offiziellen Einladung hier:

Liebe Freundin, lieber Freund der TapetenPoeten,

die Sauregurkenzeit neigt sich dem Ende zu und ich freue mich, die ersten TapetenPoeten nach der Sommerpause am 8. September anzukündigen. Und ich würde mich natürlich sehr freuen, Sie/dich bei der inzwischen 18. Auflage dieser schönen Lesebühne zu sehen.

Wir erwarten diesmal (in alphabetischer Reihenfolge):

Namiah Beatrix Bauer
Endlich mal wieder ein Sachtext auf der Bühne der TapetenPoeten. In ihrer Eigenbeschreibung sagt die Autorin Goodbye zu Krise, Hitzewallungen und Sexflaute und präsentiert ihr neues Buch über die Wechseljahre.

Carsten Kubicki
Der Bonner Flaneur ostwestfälischer Herkunft beobachtet seine Umgebung mit sehr genauem Blick und pointiert das Alltägliche und vermeintlich Nebensächliche mit einer sprachlichen Präzision und Leichtigkeit, dass es nur eine Wonne ist.

Andrea Trude
Sie ist so vielseitig, dass es vermutlich einfacher ist, zu sagen, was die Rechtsanwältin, Autorin und Schauspielerin nicht ist. Lassen wir uns überraschen von dem, was sie uns bei den TapetenPoeten konkret vortragen wird.

Manfred Rothengatter
Er hat erst spät mit dem Verfassen seiner komischen Gedichte begonnen. Das ist einerseits schade, andererseits ist es gut, dass er überhaupt damit angefangen hat. Denn bei ihm stimmt das Maß, kein Reim holpert und obendrein ist es sehr vergnüglich, ihm zuzuhören.

Auf einen Blick:

Sonntag, 08. September 2024
TapetenPoeten
die 18. Auflage

Beginn 17:00 Uhr
Einlass ab 16:30 Uhr

Eintritt 10.- € an der Tageskasse
Reservierungen über info@tapetenpoeten.de
(Karten müssen bis 10 Minuten vor Beginn abgeholt werden.
Andernfalls verfällt die Reservierung.)

in der Atelierbühne
Auguststr. 18
53229 Bonn-Beuel
(in der Tapetenfabrik, Aufgang letzte Tür VOR der Einfahrt zur Sportfabrik)