Ode an den Feiertag

Ich muss pinkeln. Eine Hecke. Ehe ich ihn heraus holen kann, hält ein Polizeiauto, ich muss einsteigen, Verstoß gegen den Wildpinkelparagraphen, Verhör, Zelle ohne Klo, scheiße.

Ich wache auf um kurz nach sieben, zu Hause in meinem Bett, nur ein Traum. Muss immer noch pinkeln. Warte, bis der Blasendruck stärker ist als der Widerwille zum Aufstehen. Quäle mich endlich aus dem Bett, ins Bad, Erleichterung. Bin froh, überzeugter Sitzpinkler zu sein, jedenfalls zu Hause.

Schlurfe zurück ins Bett, hülle mich in die noch warme Decke und schmiege mich an den Liebsten, der nur kurz wohlig brummt und weiter schläft. Regen trommelt an das Fenster.

In einer Viertelstunde geht der Wecker. Aber nicht heute, heute ist Feiertag.

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