Über Rauchen und Vögeln

Warum rauchen Menschen, jedenfalls viele? Gibt es doch so viele Gründe, die dagegen sprechen:

Es kostet viel Geld.
Es schmeckt scheiße.
Man riecht komisch.
Man wird davon krank.
Die Haut altert schneller.
Man stirbt früher (außer Helmut Schmidt und Keith Richards).
Man belästigt andere mit seinem sinnlosen Qualm.
Man muss frieren, weil man meistens vor die Tür muss.
…und viele andere.

Warum also rauche ich? Ganz einfach: weil ich es gerne tue. Nun bin ich in der glücklichen und vermutlich seltenen Lage, dass ich es nicht muss, es geht auch sehr gut stunden- und tagelang ohne.

Eine andere Frage: Warum haben wir Sex? Abgesehen von der katholisch definierten Zeugungsabsicht, welche vermutlich weniger als ein Prozent aller Geschlechtsakte begründet, spricht vieles dagegen:

Es kostet (manchmal) viel Geld.
Es schmeckt scheiße, je nach Vorliebe.
Man riecht danach komisch.
Man kann davon krank werden.
Man stirbt unter Umständen früher, wenn man es ungeschützt tut.
Man belästigt andere mit seinem sinnlosen Gestöhne.
Man muss frieren, wenn man es mangels geeigneter Örtlichkeit im Auto oder Gebüsch tun muss.
… und vieles anderes.

Und trotzdem tun wir es, rauchen und vögeln. Der Mensch, die Krone der Schöpfung.

6 Gedanken zu “Über Rauchen und Vögeln

  1. Zum Vögteln sind auch die Vögel verurteilt und überhaupt fast jedes höhere Getier auf Gottes Erdboden. Manche Tiere werden vielleicht auch krank davon. Darüber nachdenken muss allerdings nur der Mensch. Dafür dürfen wir aber auch die „Krone der Schöpfung“ sein.

    Ich denke, man könnte einem Primaten beibringen zu rauchen oder zu kiffen oder zu koksen oder Heroin zu spritzen. Einfach indem wir unsere doofen Cousins dazu animieren, uns im wahrsten Sinne des Wortes nachzuäffen. In Käfigen halten wir sie ja eh bereits. Also spielt das auch schon keine Rolle mehr.

    Warum Menschen rauchen oder kiffen oder saufen oder Junk Food fressen oder sich sonstwie ungesund und lebensfeindlich verhalten, obgleich sie genau wissen, was sie sich damit antun … da kann ich nur mutmaßen. Eigentlich müssten wir ja alle nur Kamillentee trinken, uns von Rohkost ernähren und möglichst viel Sport treiben, auf dass uns ein möglichst langes leben auf dieser schönen Erde beschieden ist. Und wenn nicht die Natur etwas dagegen einzuwenden hat, dann haut das vermutlich auch.

    Aber vielleicht wollen mache Menschen gar nimmer so lange leben. Und viele haben sicherlich auch ihren guten Grund dazu, der wiederum auf andere Menschen zurückzuführen ist. Und weil wir gelernt haben, dass es verboten ist, sich umzubringen, versucht man halt auf dem Schleichwege, sein unglückliches Dasein auf Erden nicht allzu lang währen zu lassen. So weit meine Theorie.

    Ein hochintelligenter Schulkollege hat sich mal darüber gewundert, dass der Pastor seiner Gemeinde raucht. Inzwischen habe ich begriffen, was er damit gemeint hat. Einem Geitlichen, der raucht, ist nicht zu trauen. Ein Mensch, der wirklich gläubig ist, wird seinen Körper als Geschenk bzw. Leighgabe Gottes ansehen. Aber wie kann man zerstören, was von Gott kommt, wenn man gläubig ist.

    Ob es eher eine Auszeichnung ist oder eine Strafe, als Wesen mit höheren Hirnfunktionen geboren zu werden … das ist mir immer noch nicht klar. Vorausgesetzt, es gibt eine ande andere Dimension, wo das bestimmt wird. Aber falls es die nicht gibt, ist es eh egal, was wir mit uns und unserem Körper anstellen.

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  2. >Und wenn nicht die Natur etwas dagegen einzuwenden
    >hat, dann haut das vermutlich auch.

    … hin! 🙂

    Falls es sowas wie Wiedergeburt gibt, möchte ich, glaube ich, als Adler wedergeoren werden. Ein Adler folgt nur seiner Natur, er kann weder lsen noch schreiben und es in seinem Leben nie erlernen.

    Dennoch verehrt ihn der Mensch, die „Krone der Schöpfung“. Wir nennen ihn den „König der Lüfte“ und huldigen ihm sogar auf unseren Bannern. Es gab den Reichs- und es gibt den Bundesadler. Es gibt den amerikanischen Adler.

    Er schwebt in höheren Regionen.
    Wenn er Hunger hat, stürzt er sich auf seine Beute herab wie einst die Stukas im Zweiten Weltkrieg. Ein Gewissen hat er nicht, das wurde ihm nicht implementiert. Er folgt seiner Natur. Mancher Mensch wäre vielleicht auch gern so. Ist aber dennoch bloß ein beschissener Mensch!

    Kein Wunder, dass manche Menschen sich auf Erden und in ihrer Haut und mit ihrem Hirn nicht wohlfühlen.

    Ich meine, der Homo Sapiens sollte bedenken, dass wir mit all unseren tollen Errungenschaften womöglich nix weiter sind als Makulatur, ja, vielleicht sogar bloß eine weitere Sackgasse der Evolution! Das entscheidet sich ja in Jahrmillionen. Und die Evolution hat alle Zeit der Welt. Aber wenn wir unser leben aus dieser Perspektive betrachten, wird’s uns vielleicht sogleich wohler in unserer Haut und unserem Dasein.

    Was hat sich der Mensch nicht alles geschaffen! Er hat sich Werkzeuge für die Jagd erdacht, er hat entdeckt, wie man Feuer macht, er hat das Rad erfunden, er hat gelernt, wie man Tiere zähmt und sich ihre Kraft nutzbar macht, hat Viehzucht und Ackerbau gelernt, hat die Dampfmaschine konstruiert, sich später das Erdöl nutzbar gemacht, hat gelernt, wie man Häuser baut, die immer höher wurden, und wie man sie sie wieder einreißt. Und natürlich Waffen, Waffen, Waffen! Immer fieser, immer effektiver immer grausamer. Weil viele Menschen voller Hass sind. Tiere kennen keinen Hass, sie kennen nur ihre Natzur. Innerhalb eines bloßen Augenaufschlags aus Sicht der Evolution hat der Mensch ein Haus voller monströser Geräte, die einfache Rechenoperationen durchführen, zu einem Smartphone zusammenschrumpfen lassen, das heute jeder wie selbstverstäöndlich mit sich trägt. Der Mensch hat Junk Food erschaffen und Dark Rooms und Delisops. Der Mensch hat herausgefunden, wie man Marihuana, Kokain und Heroin herstellt. Und ich befürchte, er ist sogar noch stolz drauf.

    Aber für wen hat der Mensch das alles gemacht?!? Doch wohl immer bloß für SICH SELBST!
    In dieser Hinsicht hat der Mensch immer noch Tier.
    Auch der hochgeschätzte Adler sorgt nur für sich selbst, wenn er sich aus Hunger und Jagdtrieb auf einen Hasen herabstürzt, der da fröhlich übers Feld hoppelt. Er folgt aber nur seiner Natur, weil er nicht darüber nachdenkt. Der Mensch denkt darüber nach, weil ihm die Natur ein Großhirn mitgegeben hat, aber er muss sich dennoch genauso verhalten. Die natürlichen Gegebenheiten, die z.B. die Umwandlung fossiler Brennstoffe in Energie ermöglichen, die existieren nun mal! Der Mensch hat die Fähigkeit entwickelt, das herauszufinden und es sich für seine Zwecke nutzbar zu machen, darum musste er das auch tun. Die Tatsache, dass die Ressoucen irgendwann erschöpft sein werden, kümmert den Menschen nicht! Er muss weitermachen und seiner Natur folgen.

    Unterhalten sich zwei Planeten.
    Sagt der eine:
    Mir geht’s gar nicht gut, ich hab homo sapeins.
    Sagt der andere:
    Keine Sorge, das hatte ich auch mal.
    Das vergeht wieder.

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  3. Fazit:

    An Gott zu glauben, ist die eine Sache.
    An die Menschen zu glauben, ist eine andere.

    Gott habe ich niemals kennen gelernt.
    Manch einem mag da die Liebe helfen.
    Aber was, wenn man nie Liebe kennen gelernt hat.
    Dumm gelaufen, oder was!

    An die Menschen mag ich ncht glauben.
    Dazu habe ich sie zu gut kennen gelernt.

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  4. >Wieso betreibst du dann ein blog, mit dem du die an
    >Menschen wendest?

    Keine Ahnung.
    Irgendwas muss man wohl machen.

    Sowas ähliches sagt allerdings auch Buzz im Film „Rebel without a cause“, bevor er sich mit James Dean ein tödliches Autorennen liefert, ein sogenanntes „Hasenfuß-Rennen“. Während aber James rechtzeitig aussteigen kann, hat Buzz Probleme und stürzt mitsamt Auto in den Abgrund. Wie wir alle wissen, hatte James im realen leben nciht so viel Glück. Er starb in seinem Rennwagen bei einem Unfall. Er hat den Unfall nicht verschuldet, hatte aber eine zu hohe Geschwindigkeit drauf. Dennoch trauert man noch heute um ihn. Jeden anderen wüerde man des Mitverschuldens bezichtigen. MENSCHEN halt!
    Scheß-Gewürm!

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  5. >Wieso betreibst du dann ein blog, mit dem du die an
    >Menschen wendest?

    Keine Ahnung.
    Irgendwas muss man wohl machen.

    Sowas ähliches sagt allerdings auch Buzz im Film „Rebel without a cause“, bevor er sich mit James Dean ein tödliches Autorennen liefert, ein sogenanntes „Hasenfuß-Rennen“. Während aber James rechtzeitig aussteigen kann, hat Buzz Probleme und stürzt mitsamt Auto in den Abgrund. Wie wir alle wissen, hatte James im realen leben nciht so viel Glück. Er starb in seinem Rennwagen bei einem Unfall. Er hat den Unfall nicht verschuldet, hatte aber eine zu hohe Geschwindigkeit drauf. Dennoch trauert man noch heute um ihn. Jeden anderen wüerde man des Mitverschuldens bezichtigen. MENSCHEN halt!
    Scheß-Gewürm!

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  6. „Wieso betreibst du dann ein blog, mit dem du die an
    Menschen wendest?“

    Keine Ahnung.
    Irgendwas muss man wohl machen.

    Sowas ähliches sagt allerdings auch Buzz im Film „Rebel without a cause“, bevor er sich mit James Dean ein tödliches Autorennen liefert, ein sogenanntes „Hasenfuß-Rennen“. Während aber James rechtzeitig aussteigen kann, hat Buzz Probleme und stürzt mitsamt Auto in den Abgrund. Wie wir alle wissen, hatte James im realen leben nciht so viel Glück. Er starb in seinem Rennwagen bei einem Unfall. Er hat den Unfall nicht verschuldet, hatte aber eine zu hohe Geschwindigkeit drauf. Dennoch trauert man noch heute um ihn. Jeden anderen wüerde man des Mitverschuldens bezichtigen. MENSCHEN halt!
    Scheß-Gewürm!

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