Woche 8/2026: So langsam muss mal ein Schlussstrich unter den Winter gezogen werden

Montag: Anlässlich des Rosenmontags wurde der freie Tag dieser kleinen Woche auf heute vorverlegt. Die aktive Karnevalssaison endete für mich mit der Teilnahme unseres Musik-Corps am Zug in Wachtberg-Niederbachem. Der erwartete Regen begann pünktlich mit Start des Umzugs, er fiel zum Glück nur kurzzeitig, anschließend ließ sich sogar die Sonne blicken. Dank Regenschutzhülle konnte er die Stimmung nicht wesentlich senken. Störender war unsere Platzierung direkt hinter einem Wagen, der die Umgebung aus großen Lautsprecherboxen mit Karnevalsmusik der nach meinem persönlichen, unmaßgeblichen Empfinden eher üblen Sorte beschallte. Das erschwerte uns das Spielen, auch dürfte für die Zuschauer am Straßenrand die Mischung aus Wackelkontakt und Ruetz-Marsch wenig erbaulich gewesen sein. Nach gut zwei Stunden war auch das überstanden. Das war es dann, in neun Monaten geht es wieder los. Ob schon oder erst, mag jeder für sich bewerten.

Der verpackte Chronist (Mitte) in voller Konzentration (Foto: Sandra Schmitz)

Abends vor dem Schlafen beendete ich die Lektüre von „Man kann auch in die Höhe fallen“ von Joachim Meyerhoff. Schade, ich hätte es gerne noch mehrere hundert Seiten weiter gelesen. Ein wunderbares Buch, auch wenn die teflonbeschichtete Robustheit der Mutter auf Dauer etwas anstrengend wird.

Bei Blogissimo las ich zum Thema Duzen und Siezen: „Blogger duzen sich natürlich auch untereinander.“ Nein, natürlich nicht. Ich werde Sie hier selbstverständlich weiterhin siezen, ungeachtet dessen, ob Sie bloggen oder nicht.

Dienstag: Morgens kurvten Kehrmaschinen lärmend durch die Fußgängerzone und fegten den Rosenmontag auf. Wie stets fragte ich mich, warum die Dinger so laut sein müssen.

Über dem ersten Arbeitstag der Woche lag Montagsmüdigkeit, was weniger auf ethanolische Nachwirkungen der Karnevalstage zurückzuführen war, vielmehr trübte eine aufkommende Erkältung das Wohlempfinden und den Arbeitseifer. Dennoch wies die Aufgabenliste zum Arbeitsende erstaunlich viele Erledigungshaken auf, wobei ich eine Aufgabe nach einer anstrengenden, das Thema betreffende Besprechung, in der alle durcheinander redeten und vieles mehrfach gesagt wurde, abhakte, indem ich mich für nicht mehr zuständig erklärte. Fühlt sich gut an, sollte ich öfter tun.

Weg ins Werk
Heimweg

Abends, zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Tagesnotiz, fühle ich mich bematscht im Kopf und erwäge, mich morgen krank zu melden.

Mittwoch: Etwa ein Drittel der Frühnachrichten im Radio bestand aus Sport, erst Olympia, dann Fußball. Das zeigt mir ein weiteres Mal, wie sehr sich meine Welt von der der Mehrheit der Menschen unterscheidet, die das offenbar interessant und wichtig findet. Witzig fand ich die Meldung zum Aschermittwoch, an dem sich die Katholen ein Aschekreuz auf die Stirn malen lassen: Einige Kirchen boten es auch als Aschekreuz to go an, ohne vorher einen Gottesdienst über sich ergehen lassen zu müssen.

Trotz Erkältung schlief ich ganz gut. Einen Anteil daran hatte vielleicht der Schnaps, den mir der Geliebte vor dem Schlafengehen gereicht hatte („Trink den, Wick Medinait ist auch mit Alkohol, das ist nichts anderes.“) Beim Aufwachen war die Nase zu, auf den Ohren lag ein Sausen, daher beschloss ich, heute im Bett zu bleiben. Nachdem die Lieben aus dem Haus waren, schlief ich wieder ein und wachte erst gegen Mittag wieder auf.

Draußen schien freundlich die Sonne und ich beschloss, das Bett zu verlassen und nach Körperpflege und immerhin mit Appetit verzehrtem Mittagsfrühstück die weitere Genesung auf das Sofa zu verlagern, wo ich Musik hörte und diese Zeilen notierte. Mit zunehmender Müdigkeit zog ich mich wieder zurück ins Bett, wo ich den Nachmittag in angenehmer Weise verschlief.

Donnerstag: Da ich mich morgens nicht wesentlich besser fühlte, beschloss ich, auch heute der Werktätigkeit zu entsagen, dem Bundeskanzler zum Unwohlgefallen. Außerdem regnete es, für sich genommen selbstverständlich kein hinreichender Grund, der Arbeit fern zu bleiben.

Die meiste Zeit verbrachte ich schlafend im Bett, unterbrochen vom Mittagsfrühstück, außerdem bereinigte ich in wacher Stunde mein Kontaktverzeichnis. Auf die Löschung mancher Kontakte, deren dahinter stehenden Personen längst nicht mehr im Lichte wandeln, verzichtete ich; so richtig ist ein Mensch erst dann gestorben, wenn sein Kontakt aus allen Adressbüchern gelöscht wurde.

Mit Rückkehr des Geliebten am späten Nachmittag kehrte eine gewisse Geschäftigkeit ein und ich verlagerte, genug geschlafen habend, mein Dasein wieder vom Bett aufs Sofa. So kam ich doch noch zu einem freien Donnerstag, wenn auch ohne Auswärtsfrühstück, Wandern, Currywurst und Bier.

Morgen versuche ich es wieder mit Büro, so der Plan. Heimbüro scheidet aus, weil sich der Rechner am Arbeitsplatz befindet, zudem empfinde ich ohnehin eine tiefe Abneigung dagegen.

Freitag: Nach gut durchschlafener Nacht ohne läufige Nase fühlte ich mich morgens soweit genesen, dass ich einen Arbeitsversuch wagen konnte. Im Gegensatz zur Nase lief der Arbeitstag gut, die Müdigkeit war geringer als an einem durchschnittlichen Montag; kein Wunder bei der Schlafmenge der letzten Tage.

Im Laufe des Berufslebens lernt man viele spezifische Fachbegriffe, die es nur in der jeweiligen Firma gibt und die bei Außenstehenden auf Unverständnis stoßen oder gar Belustigung hervorrufen. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich das heute gehörte Produktionsprodukt dazu zähle.

Aus einer internen Mitteilung über offene Stellen im Unternehmen: „Jetzt reinschauen – vielleicht wartet eine nächste spannende Herausforderung auf Dich!“ Danke, ich möchte für den Rest meiner Jahre einfach nur in Ruhe meine Arbeit machen. Und vor allem nicht von euch geduzt werden.

Was schön war: Der außerplanmäßige Fußmarsch zurück bei aufmildender Temperatur, nachdem ich morgens zur Schonung des genesen(d)en Körpers mit der Bahn statt dem Fahrrad ans Werk gefahren war.

Dialog des Abends: „Würdest du dir selbst trauen?“ – „Natürlich.“ – „Ich meine, wenn du ich wärst.“ – „Hm, da wäre ich vorsichtig.“ Wir mögen uns trotzdem immer noch sehr, meistens jedenfalls.

Samstag: Mittags war ich mit einer Gruppe verabredet, um gemeinsam das Haus der Geschichte zu besuchen, das seit geraumer Zeit nach Renovierung und mit aktualisierter Präsentation der Sammlung wieder geöffnet hat. Ohne dieses Gruppentreffen wäre ich wohl nicht so bald dorthin gekommen, als Bonner wohnt man einfach zu nah dran, Sie kennen das vielleicht, wenn Sie selbst in der Nähe einer Sehenswürdigkeit wohnen.

Vorher frühstückte ich im Bäckereigeschäft am Hauptbahnhof. Dort arbeitet ein stets auffallend freundlicher, gut gelaunter Verkäufer. Die Warteschlange kann noch so lang, die Kunden können noch so knurrig sein, er hat stets für jeden ein freundliches Wort; Stress scheint ihm fremd zu sein, er vermittelt den Eindruck, echte Freude an seiner Arbeit zu haben. Das erinnert mich an meinen früheren Kollegen Günther W., der am Schalter des Postamts in Bielefeld-Stieghorst arbeitete. Während Schalterbeamte der Post nicht gerade als die Verkörperung von Freundlichkeit galten, schon gar nicht die im Hauptpostamt am Bahnhof, zu deren Repertoire es gehörte, Postbenutzer (das Wort Kunden schien ihnen suspekt zu sein) zum Nebenschalter zu schicken, ohne einmal aus ihrer Zeitung aufzuschauen, war W. im ganzen Stadtteil wegen seiner fröhlichen Art bekannt und beliebt. Eine zeitlang saßen wir Schalter an Schalter, nach einem Tag kannte ich seine Sprüche. Jedenfalls verlor die Post mit seiner Pensionierung einen echten Sympathieträger, der einiges zur Verbesserung ihres Ansehen beigetragen hatte. An ihn musste ich heute beim Frühstück denken. Liebe Firma Merzenich, ich empfehle Ihnen, dem Mitarbeiter eine Prämie zu zahlen.

Ihnen empfehle ich die Ausstellung im Haus der Geschichte, sie ist unbedingt sehenswert. Sie bildet die deutsche Geschichte ab von der Kapitulation 1945 bis heute mit zeitgenössischen Dokumenten, unter anderem dem Schmierzettel von Günter Schabowski, als er 1989 versehentlich die sofortige Grenzöffnung der DDR auslöste, Filmen, Gegenständen und vielem mehr. Apropos Schabowski: Auch nach nunmehr sechsunddreißig Jahren erzeugen mir die Bilder der jubelnden Menschen, die ihr Glück kaum fassen können, als sie erstmals die Berliner Mauer passieren dürfen, feuchte Augen. Leider währte diese Freude für viele von ihnen nicht sehr lange, auch das wird ausführlich thematisiert, Stichwort Treuhand. Die Ausstellung endet mit Digitalisierung, Covid-19-Pandemie, Ukrainekrieg und der Ahrtalflut. Die Zeit verging sehr schnell, es ist kaum möglich, an einem Nachmittag alles zu sehen. Wenn Sie mal in Bonn sind oder gar hier wohnen, nehmen Sie sich die Zeit, es lohnt sich sehr.

Wussten Sie, dass die FDP 1949 per Wahlplakat forderte, jetzt müsse mal endlich ein Schlussstrich gezogen werden, wie heute ein gewisser Bernd Höcke?

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Nun ist wieder Fastenzeit. Bislang von mir weitgehend ignoriert, habe auch ich mir dieses Mal etwas vorgenommen: Das Wort „aber“ zu meiden. Weil es oft echt nervt, zuletzt fiel mir das wieder auf während der am Dienstag erwähnten Besprechung.

Sonntag: Nach dem Frühstück entfernten wir die Lichterketten auf dem Balkon, auch wenn der Geliebte meint, das lohnt sich nicht, weil wir sie ohnehin bald wieder anbringen werden, womit er nicht ganz unrecht hat; ähnliche Gedanken äußerte ich erst kürzlich, soweit ich mich erinnere.

Anschließend unternahm ich bei nahezu frühlingsmilder Temperatur, von Vogelgesang begleitet, einen Spaziergang bis nach Graurheindorf und am Rhein entlang zurück. Die Begrünung der Bäume lässt noch auf sich warten, so langsam muss mal ein Schlussstrich unter den Winter gezogen werden, finde ich. Immerhin setzte der Regen aus, erst während des letzten Viertels der Runde fielen ein paar Tropfen, die mit dem Schirm problemlos abzuwehren waren.

Hihi …
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Hochwasser

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Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, kommen Sie gut und möglichst gesund durch die Woche.

19:00

Woche 51/2024: Das gastronomische Angebot wird gut angenommen

Montag: Vergangene Woche zählte ich ein paar komische Wörter auf, die mir irgendwann in den Sinn gekommen waren und bis zu einer möglichen Verwendung auf einer Liste notiert wurden. (Die wenigsten davon waren übrigens neu, wie ich erst heute nach Internetrecherche in einer *hüstel* kurzen Phase verminderter Arbeitslust bemerkte.) Hierzu übersandte mir mein geschätzter Mitschreiber L. einige Ergänzungen, die ich Ihnen mit seiner Erlaubnis gerne zur Kenntnis gebe: Pornokasse, Muschibude, Suboptimierer, Polendioxid, Effie Biest, Saufpate, Affenschein.

Auch anderen fallen komische Wörter ein: „Es ist Besinnlichzeit“, beginnt eine saisonale Grußmail im Bürorechner. Komische Blüten treibt auch immer wieder das Streben nach geschlechterneutraler Sprache. So heißt es in einer Mitteilung der Unternehmenskommunikation „Gewinnende“ als Variante von „Gewinner:innen“. Müsste es nicht „gewonnen Habende“ heißen?

Dienstag: Üblicherweise gehe ich jeden Dienstag und Donnerstag zu Fuß ins Werk und zurück. Seit einiger Zeit nehme ich dabei morgens am Rheinufer eine dreirädrige Gruppe junger Radfahrer wahr, die mich überholt. Das Auffällige daran ist der eine, der dabei unentwegt in Englisch auf die anderen einredet. Wenn sie sich von hinten nähern, höre ich ihn plappern, und ich höre ihn noch, wenn ihre Rücklichter als kleine rote Punkte aus meinem Blickfeld verschwinden. Jeden Dienstag und Donnerstag; an den anderen Tagen plappert er vermutlich auch. Die anderen sind wahrlich nicht zu beneiden.

Als vor allem morgens der wörtlichen Rede eher abgeneigter Mensch staune ohnehin immer wieder, wieviel so früh schon geredet und telefoniert wird, beim Gehen, Laufen, auf dem Rad. So wie manche Menschen zu fürchten scheinen, zu Staub zu zerfallen, wenn sie nicht minütlich aus einer stets griffbereiten Wasserflasche trinken oder irgendwo kurz warten müssen, sind andere anscheinend zum ständigen Reden verdammt.

Alle Jahre wieder diese Meldung: Etwa jeder zweite Beschäftigte ist auch an den Urlaubstagen um Weihnachten und Neujahr für Kollegen, Vorgesetzte und Kunden erreichbar. Auch so ein unerklärlicher, mir fremder Zwang.

Mittwoch: Da ich der anderen Hälfte angehöre, verstaute ich nach Arbeitsende den Rechner im Büroschreibtisch, schaltete das dienstliche Telefon aus und freute mich auf ein paar Tage Urlaub …

Donnerstag: … in Beaune im Burgund, wo wir nach störungsfreier, überwiegend verregneter Fahrt am frühen Nachmittag eintrafen. Da wir das Hotel bereits kennen, es ist unser vierter Aufenthalt hier, fühlte sich die Ankunft ein wenig wie Heimkehr an, was den Geliebten veranlasste, durch Anbringen mitgebrachter Lichterketten das Revier zu markieren.

Auch innerlich verlief die Fahrt nicht allzu trocken, selbstverständlich nicht für den diensthabenden Fahrer
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Leider auch eingetroffen ist meine Erkältung, die sich bereits am Montag als erste vage Ahnung andeutete, sich in der Nacht zu Dienstag mit Halskratzen bemerkbar machte und heute mit laufender Nase ihre Pracht entfaltet.

Freitag: Nach nicht allzu spätem Frühstück unternahmen wir eine Ausfahrt nach Lyon in die dortige Markthalle. Das Anfahren des Parkhauses war wegen des dichten Stadtverkehrs nicht sehr einfach, was mich selbst als Beifahrer auf dem Rücksitz anstrengt, während der Liebste als Fahrer es mit immer wieder bewundernswerter Gelassenheit hinnahm.

Die Markthalle ist einen Besuch wert. Wie in vielen anderen französischen Städten kann man dort nicht nur Lebensmittel aller Art kaufen, auch das gastronomische Angebot wird gut angenommen, an mancher Theke schon mittags Partystimmung.

Nach der Markthalle gingen wir eine Runde durch die sehenswerte Stadt, ehe wir zurück nach Beaune fuhren, wo wir erst nach Einbruch der Dunkelheit ankamen, was um diese Jahreszeit nicht sehr spät ist. Immerhin werden die Tage ab übermorgen wieder länger.

Den Abend verbrachten wir im Hotel, zunächst an der Hotelbar im Kaminzimmer. Heute mit Livemusik, dargeboten von zwei mäßig begabten Sängerinnen, die bekannte Melodien wie „Last Christmas“ und „Halleluja“ recht eigenwillig interpretieren und meine grundsätzliche Abneigung gegen Livemusik als Hintergrundbegleitung bestätigten. Dass niemand applaudierte, schien sie nicht zu beirren. (Nein, vermutlich könnte ich es nicht besser, deshalb lasse ich es auch.) Unser Essen wurde nebenan im Frühstücksraum serviert, wo der Gesang, vermischt mit anderer Musik aus dem Lautsprecher, kaum noch störte; mit jedem Glas Wein weniger.

Markthalle in Lyon
Das Angebot von Geflügel ist für das deutsche Auge bisweilen ungewohnt
Man beachte das Gespinst der Fahrleitungen für die O-Busse
Blick über die Rhone

Samstag: Vormittags besuchen wir bei feuchtkaltem Wetter den Markt in Beaune. Auch hier gibt es eine Markthalle, freilich viel kleiner als in Lyon und vom Angebot her längst nicht so interessant. Außerdem ohne gastronomische Einkehrmöglichkeit, deshalb verweilten wir nur kurz.

Schokoschnecken. Zur Vermeidung von Missverständnissen wurde es dazu geschrieben.

Nach Rückkehr brachen meine Lieben auf zu einer Supermarktbesichtigung. Mangels Interesse verblieb ich im Hotel und genoss ein paar Stunden Alleinzeit, was zwischendurch ja auch mal ganz schön ist.

Sonntag: In der Nacht bis in den Vormittag hinein umtosten starker Regen und Sturm das Hotel. Da mein Bett direkt unter dem Dachfenster steht, war ich in angenehmster Weise gleichsam live dabei. Aus anderen Gründen, an denen ein Digestif aus der Hölle am Vorabend beteiligt war, kamen wir erst kurz vor Schluss zum Frühstück. Danach unternehmen der Liebste und ich eine Ausfahrt nach Chablis, wo wir bei der örtlichen Coopérative mehrere Flaschen des gleichnamigen Weines erstanden. Das Wetter hatte sich beruhigt, auch die Sonnen ließ sich kurz blicken.

Zurück fuhren wir über Flavigny, wo wir die Fertigungsstätte von Anisbonbons besuchten und einige der hübsch dekorierte Blechdosen kauften.

Dabei durchfuhren wir zahlreiche auf den ersten Blick malerische Dörfer, auf den zweiten Blick ist viel Verfall und Leerstand zu erkennen. Oft sind die Ortseingangs- und Ausgangsschilder verhüllt, vermutlich eine Alternative zu den andernorts auf den Kopf gedrehten Schildern, mit denen die französische Landbevölkerung ihren Unmut über die Politik aus Paris zum Ausdruck bringt. Immerhin stehen, wie zum Trotz, an vielen Straßenecken bunt geschmückte Weihnachtsbäume.

Die Tage in Beaune sind übrigens unser gegenseitiges Weihnachtsgeschenk anstelle von gegenständlichen oder gutscheinbaren Gaben, was meiner diesbezüglichen Ideenlosigkeit (man hat ja alles) sehr entgegen kommt. Ich hoffe, die anderen halten sich auch daran, sonst stehe ich am Heiligabend blöd da.

Chablis
La Poste in Chablis
Bei ‎⁨Flavigny-sur-Ozerain⁩

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Kommen Sie gut durch die Woche, allen Leserinnen und Lesern wünsche ich angenehme Weihnachtstage!