In Hamburg sagt man tschüss

Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg das schwul-lesbische Chorfestival ‚Nordakkord‘ statt. Insgesamt vierzehn völlig unterschiedliche Chöre traten von Donnerstag- bis Samstagabend im berühmten Ohnsorg-Theater auf, so hatte auch ich die Ehre und das große Vergnügen, am Freitagabend als Teil der Kölner SPITZbuben auf ebendieser Bühne zu stehen, ein großartiges Erlebnis, der Geist Heidi Kabels mit uns. Tagsüber gab es genug Zeit, die wunderschöne Stadt zu erkunden und mit dem Schiffchen auf Kaffee, Kuchen und Jägermeister nach Finkenwerder zu fahren. Auch eine Reeperbahn-Besichtigung war noch drin, natürlich mit Herbertstraße.

Und abends überprüfte ich in einer riskanten Selbstversuchsreihe, ob die Kernaussage des alten Schlagers ‚In Hamburg sind die Nächte lang‘ den Tatsachen entspricht. Ergebnis: ja, es stimmt. Die Rückfahrt mit dem ‚Hamburg-Köln-Express‘ (HKX) gestern gestaltete sich abenteuerlich, dennoch war die Stimmung im Zug trotz aufgehobener Sitzplatzreservierungen, erheblicher Verspätung und technischer Störung in Düsseldorf gut, nicht zuletzt wegen der äußerst sympathischen Ansagen des Zugführers.

Aufgrund der vorgenannten Ereignisse war der heutige Montag ziemlich montäglich. Aber das war es auf jeden Fall wert.

Hier einige Bildeindrücke:

HH01HH02HH02a
HH03HH04HH05
HH06HH07HH08
HH09

4 Gedanken zu “In Hamburg sagt man tschüss

  1. Wer von außerhalb mal kurz reinschnuppert, könnte leicht auf den Gedanken verfallen, dass Hamburg nur aus seinem Hafen und dem dazugehörigen Kiez besteht, sprich Reeperbahn und Umgebung. Das wäre jedoch ebenso blödsinnig, als würde man Düsseldorf auf die Kö reduzieren, Berlin auf Ku’damm, Reichstag und Kreuzberg, Stuttgart auf sein desaströses Bahnhofsprojekt und Köln auf Dom und Domplatte, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Tatsächlich besteht Hamburg aber nicht nur aus Sexshops, überteuertem Gastronomie-Angebot und leichtbekleideten Damen mitsamt deren Aufpassern. Wer – wie offensichtlich du und dein Chor – nur mal für einen Tag touristisch durchgeschleust wird, erhält natürlich keine Gelegenheit, von den Hharten Hintergründen des Mileus Kenntnis zu nehmen.

    Das ist so ähnlich, als hättest du vor 30 jahren an einer Klassenfahrt in die DDR teilgenommen. Da wäre dir auch nur die Schokoladenseite präsentiert worden. Wenn du dennoch nach einem Tagesbesuch total begeistert bist von der vermeintlichen Freizügigkeit des Kiez … warum ziehst du dann nicht nach St. Pauli oder nach Altona. Dort kannst du das Erlebnis täglich haben. Langfristig wirst du dann schon sehen, was du davon hast.

    Sorry … aber ich war der Meinung, ich müsse eine Lanze für meine Geburtsstadt brechen und für die meiner Vorfahren.

    Gefällt mir

  2. Echt, du kannst froh sein, dass ihr alle da mit heiler Haut wieder raus seid.
    Dass du über euren Kurzaufenthalt so am Jubilieren bist, finde ich übertrieben.

    Wie gesagt … was ihr da erlebt habt, war nicht das wirkliche Hamburg, sondern die Region, die Hamburg mit Billigung der Politik an diverse Privatleute aus Osteuropa abtreten musste!

    Ihr habt den Unterschied natürlich nicht mal bemerkt. Aber wie auch! Gleubt man den Leuten von „Scghmidt’s Tivoli“, ist Hamburg eh ein Synonym für Schamlosigkeit und besteht aus lauter Hetrbertstraßen, wo sich die Nutten in Schaufenstern präsentieren.

    Wenn bloß mal nicht einer aus dem Nähkästchen plaudert, was für Nutten sich so in deinem tollen Bonn jahrzehntelang rumgetrieben haben. Dagegen ist die Herbertstraße gar nix!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s