Nachlese zur Weinlese

Ich will nicht behaupten, dass unser gestern zu Ende gegangener Urlaub in der Provence („Schon wieder“, gähnen Sie? Ja, schon wieder, antworte ich, und gerne jederzeit wieder!) ein reiner Passivurlaub war, schließlich ist gut essen und trinken auch eine wichtige und mitunter durchaus anstrengende Aktivität. Am vergangenen Mittwoch machten wir jedoch mal so richtig Aktivurlaub, also jedenfalls vormittags: Wir halfen einer befreundeten Winzerin bei der Weinlese. Also gut: „halfen“ ist vielleicht etwas stark in die Reben gegriffen, aber immerhin haben wir einen kleinen Beitrag dazu geleistet, dass einige Trauben den Weg vom Weinberg in den Keller gefunden haben.

Es hat großen Spaß gemacht, und wir haben den Hauch einer Ahnung davon vermittelt bekommen, dass dem Entkorken einer guten Flasche Côte-du-Rhone-Wein sehr viel mitunter harte Handarbeit vorausgeht. Hier ein paar Eindrücke:

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Bild 1 – Die Chefin der Domaine La Martinelle gibt ein paar letzte Anweisungen, dann geht es los. Wichtigster Hinweis: immer auf die Schere schauen, bevor man schneidet!

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Bild 2 – Der bekannte Bonner Weinimporteur Stefan K. bei der abschließenden Bearbeitung einer Traube. Merke: Nur dir guten Trauben dürfen in den Keller, die schlechten bleiben auf dem Feld!

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Bild 3 – Das Objekt der Begierde. Hier ein eher kleines, gleichwohl wohlgeratenes Exemplar.

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Bild 4 – Die „hauptamtlichen“ Traubenklauber. Bei ihnen gilt der wichtige Grundsatz: Plappern gehört zum Handwerk, so dass der (bayrische) Leseaufseher ab und zu dazwischen fuhr. Ansonsten war er aber sehr freundlich.

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Bild 5 – Die eher mageren Reben eines Nachbarfeldes

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Bild 6 – Das Ergebnis mehrerer Stunden Arbeit. Die von uns gepflückten Trauben sind auf dem Bild nicht erkennbar, machen jedoch ca. 1,7 % der abgebildeten Ladung aus.

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Bild 7 – Entladung am Keller in Lafare

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Bild 8 – Letzte Chance zur Auslese der nicht ganz so guten Früchte…

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Bild 9 – … bevor dieses Wunderwerk moderner Kellertechnik die Trauben von den Rispen trennt…

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Bild 10 – … welche sie anschließend hinten ausspuckt, …

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Bild 11 – … während die Weinbeeren eine Etage tiefer ins „Fass“ kullern…

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Bild 12 – … wo sie dann irgendwann zu einem ausgezeichneten Côte-du-Rhone-Rotwein werden. Aber so lange konnten wir aus verständlichen Gründen nicht warten.

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